News Archive

Filter News
Search result:
NOVA University Lisbon/ Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann from IPP (Institute for Public Health and Nursing research) @ YERUN workshop on Health and Ageing, University Nova de LisboaNOVA University Lisbon/ Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann from IPP (Institute for Public Health and Nursing research) @ YERUN workshop on Health and Ageing, University Nova de Lisboa
Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann from IPP took part.

Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann from IPP (Institute for Public Health and Nursing research) was invited to join a workshop on Health and Ageing at the University Nova de Lisboa in Portugal. The Young European Research Universities Network (YERUN) is a non-profit association that brings together young research-oriented universities in Europe. YERUN represents 18 universities from 12 EU countries among them the University of Bremen. The research workshop aims to be a vehicle for YERUN Partners to exchange research ideas and to gain a better understanding of complementary expertise in the thematic research on Digital Health and new technologies. Expertise is exchanged in the fields of health, wellbeing, lifestyles, ageing and geriatrics, engineering, sensors, as well as developing new scientific techniques to analyse data and general knowledge. Moreover, new ideas for innovative research projects and collaborations can be developed and applied in particular action plans to take these forward for future Horizon Europe calls.

Contact:
Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann
University of Bremen
Faculty 11 Human and Health Sciences
Institute of Public Health und Nursing Research Department n.n.
Mail: wolf-ostermann@uni-bremen.de
www.ipp.uni-bremen.de

Erstes WHO-Kooperationszentrum an der Universität Bremen unter der Leitung von Prof. Dr. Gabriele Bolte

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Abteilung Sozialepidemiologie des Instituts für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen zum WHO Collaborating Centre for Environmental Health Inequalities unter der Leitung von Prof. Dr. Gabriele Bolte ernannt. Mit dieser Ernennung wird erstmals eine Forschungseinrichtung der Universität Bremen ausgezeichnet. Professorin Gabriele Bolte untersucht in ihrer Forschung den Zusammenhang zwischen sozialer Lage, Umwelt und Gesundheit. Die Ernennung würdigt die erfolgreiche wissenschaftliche Zusammenarbeit der Gesundheitswissenschaftlerin mit der WHO auf dem Gebiet der Environmental Health Inequalities (umweltbezogene gesundheitliche Ungleichheiten) seit 2009. Das neue WHO Collaborating Centre for Environmental Health Inequalities ist eine wichtige Grundlage für zukünftige gemeinsame Aktivitäten der WHO und des IPP und weitere internationale Vernetzung.

Als Kooperationszentren wählt die WHO wissenschaftliche Einrichtungen aus, die ihre fachliche Arbeit unterstützen. Der internationale Kreis der Kooperationszentren analysiert Daten, bewertet wissenschaftliche Erkenntnisse und erarbeitet mit der WHO international gültige Stellungnahmen und politische Empfehlungen. Das neue WHO Collaborating Centre for Environmental Health Inequalities am IPP der Universität Bremen ist das erste Kooperationszentrum zu dieser spezifischen Thematik weltweit.

Vor dem Hintergrund der globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals (SDGs)) mit dem Ansatz "leaving no one behind" und der Schwerpunktsetzung auf Chancengleichheit und auf Gerechtigkeitsaspekte bei gesundheitlichen Ungleichheiten in dem Rahmenkonzept "Gesundheit 2020" für eine Gesundheitspolitik in der Europäischen Region besteht ein zunehmender Bedarf, umweltbezogene gesundheitliche Ungleichheiten systematisch zu erfassen und zu quantifizieren. Angesichts der sozialen Ungleichheiten in Umweltbelastungen und deren gesundheitlichen Folgen verpflichteten sich die für Gesundheit und Umwelt verantwortlichen Ministerinnen und Minister der Mitgliedstaaten der WHO in der Europäischen Region in der Erklärung der Sechsten Ministerkonferenz Umwelt und Gesundheit 2017, Chancengleichheit bei Handlungskonzepten im Bereich Umwelt und Gesundheit umfassend zu berücksichtigen.

Das neue WHO Collaborating Centre for Environmental Health Inequalities am IPP wird dazu beitragen, das Ausmaß umweltbezogener gesundheitlicher Ungleichheiten in Europa abzuschätzen.

Weitere Informationen zu WHO Collaborating Centres: www.who.int/collaboratingcentres/en/

Pressemitteilung Nr. 94 / 14.06.2019 der Universität Bremen:

https://www.uni-bremen.de/de/universitaet/presse/pressemitteilungen/detailansicht/news/detail/News/ipp-ist-kooperationszentrum-der-who/

Kontakt:

Prof. Dr. Gabriele Bolte

Geschäftsführende Direktorin des IPP und Leiterin der Abteilung Sozialepidemiologie

Universität Bremen

E-Mail: gbolte@uni-bremen.de

Dr. Friedrich Schorb zu den Folgen der Diskriminierung von Menschen mit hohem Körpergewicht

Dr. Friedrich Schorb, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) und Sprecher des DFG-Netzwerks Fat Studies, hielt auf der gemeinsamen von Universität, Stadt und Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Göttingen organisierten Veranstaltung zum 7. Bundesweiten Diversity Tag am 28.05.2019 den Einführungsvortrag zu den Konsequenzen von Gewichtsdiskriminierung für Wissenschaft, Politik und Praxis

Mehr Informationen unter:  https://www.uni-goettingen.de/de/bundesweiter+diversity+tag/586666.html

Bilder der Veranstaltung unter https://www.uni-goettingen.de/de/fotogalerie/609253.html


Kontakt und Information:
Dr. Friedrich Schorb
Wissenschaftlicher Mitarbeiter FB 11
Universität Bremen
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Mitglied Abt. 6: Gesundheit & Gesellschaft
Grazer Straße 2, 28359 Bremen
E-Mail: schorb@uni-bremen.de
https://www.ipp.uni-bremen.de/forschung/abteilung-6-gesundheit-&-gesellschaft//

Einblicke in Themenschwerpunkte sowie zahlreiche laufende Projekte des IPP

Von Mittwoch bis Freitag, 8. bis 10. Mai 2019, versammelten sich beim 14. Bremer Pflegekongress erneut Vertreter*innen aus Praxis und Wissenschaft – darunter auch mehrere Vertreter*innen des Instituts für Public Health und Pflegeforschung (IPP) Bremen, die Einblicke in Themenschwerpunkte sowie zahlreiche laufende Projekte des IPP ermöglichten. Beim dreitägigen Kongress standen Austausch, Networking und Fortbildung im Fokus. Bereits die Eröffnungsveranstaltung des 14. Bremer Pflegekongresses und 13. DEWU Deutscher Wundkongress am vergangenen Mittwoch stieß auf großes Interesse. Insgesamt 4.264 Personen nahmen am dreitägigen Doppelkongress in der Messe Bremen und im Congress Centrum Bremen teil.

Aus der Abteilung Qualifikations- und Curriculumforschung beteiligten sich zahleiche IPP-Mitglieder mit Vorträgen und Moderationen im Themenschwerpunkt „Berufspolitik“. Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck gestaltete Sessions zur Personalbemessung in der Langzeitpflege sowie zur Pflegeausbildung 2020. An ihren Vortrag zur Gestaltung von schulischen Lehr-/Lernarrangements unter Berücksichtigung der neuen Pflegeausbildung- und Prüfungsverordnung knüpfte Sabine Muths mit der Vorstellung des Nationalen Mustercurriculums Kommunikative Kompetenz in der Pflege (NaKomm) an. Andreas Baumeister und Dr. Claudia Schepers gaben einen Einblick in die Möglichkeiten des Lehrens und Lernens mit mobilen Endgeräten im Pflegeunterricht aus der Perspektive des Projekts „Care Reflektion Online (CARO)“. Dieser wurde in der von Sebastian Patsch moderierten Session zur Pflegebildung ergänzt durch die von Claudia Einig dargestellte aktuelle Studienlage zur interprofessionellen klinischen Entscheidungsfindung mit Schlussfolgerungen für die Pflegeausbildung. Henrik Wiegelmann aus der Abteilung Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung brachte einen Vortrag zu neuen Konzepten in der Pflege mit Demenz ein. Prof. Dr. Heinz Rothgang aus dem benachbarten SOCIUM, Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik sowie Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck (IPP,s.o.) ergänzten sich in einer gemeinsamen Session zur Personalbemessung thematisch mit Silke Böttcher aus der Abteilung Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung, die über erste Ergebnisse des Projekts StaVaCare 2.0 zum Care- und Case-Mix als Grundlage der Personalsteuerung in Pflegeheimen berichtete. Ricarda Möller, Studierende der Pflegewissenschaft an der Universität Bremen, gab in der Session „Proud to be a Nurse“ einen Einblick in die AG Junge Pflege im Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe. Und Joerg-Friedrich Gampper, Dipl.-Psych. und Lehrbeauftragter in den pflegewissenschaftlichen Studiengängen vertiefte in der Session zu Führungskulturen die „Transformationale Führung“ in ihren grundlegenden Wirkdimensionen in Bezug zu zeitgenössischem Führungsverhalten.
Der Termin für den nächsten Doppelkongress steht auch bereits fest: 2020 finden der DEWU Deutscher Wundkongress und der Bremer Pflegekongress von Mittwoch bis Freitag, 6. bis 8. Mai, statt.

Kontakt:
Andreas Baumeister
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Abteilung Qualifikations- und Curriculumforschung
Universität Bremen
Mail: baumeister@uni-bremen.de
https://www.ipp.uni-bremen.de/forschung/abteilung-4-qualifikations-und-curriculumforschung/

Pflegewissenschaftliche Studien im Überblick – April 2019

Pflegebedürftige Menschen leiden oft unter mangelnder Mundhygiene. In Pflegeheimen können mangelnde Kenntnisse der Pflegenden in der Beobachtung und in der Anwendung von mund- und zahntherapeutischen Mitteln, sowie der Pflegenotstand und Zeitmangel die Mundhygiene der Bewohner verschlechtern. Wie man mangelnder Mundhygiene in Pflegeheimen entgegenwirken kann, verdeutlicht Prof. Görres anhand drei pflegewissenschaftlicher Studien:
Japanische Forscher*innen veröffentlichten eine Studie, in der sie die Wirksamkeit von Lactoferrin und Lactoperoxidashaltigen Tabletten untersuchten. Es zeigten sich im Vergleich zum Studienbeginn ein signifikant geringerer Wert der Bakterien im Zahn- und Zungenbelag.
Eine Studie, die in Hongkong durchgeführt wurde, untersuchte den Effekt von zwei Mundsprays, angereichert mit Chlordioxid  oder Chlorhexidin, auf die Mundgesundheit von älteren Menschen in Pflegeheimen. Die Forschungsergebnisse zeigten, dass die Teilnehmer*innen der Interventionsgruppen im Vergleich zur Placebogruppe eine signifikante Reduktion des Zahnbelages und Zahnfleischbluten aufwiesen.
Forscher*innen der Benecomo-Forschungsgruppe, untersuchten die Auswirkungen eines Mundgesundheitsprogramms im Hinblick auf die Kenntnisse und die Einstellung von Pflegekräften bezüglich der Mundgesundheit in Pflegeheimen. Es zeigten sich durch das Programm bei den Pflegenden eine signifikante Wissenssteigerung und Verbesserung der Einstellung zum Thema Mundgesundheit im Vergleich zum Studienbeginn.

Görres, S. & Gräf, C. (2019). Gesund im Mund: Was hilft?, Altenpflege, 04/2019, S. 32-33. Hannover: Vincentz Network.
Website: http://www.altenpflege-online.net/

Kontakt und Information:
Prof. Dr. Stefan Görres
Dekan FB 11
Universität Bremen
Mitglied des Direktoriums
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Sprecher Abt. 3: Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung Grazer Straße 4, 28359 Bremen
E-Mail: sgoerres@uni-bremen.de

Nachhaltige Chancen durch die teilweise Bebauung der Rennbahn skizziert

Baumgart, S. (2019). Ein qualitätsvoller neuer Stadtbaustein für alle. Gastkommentar, Weser Kurier vom 16.05.2019.

Lesen Sie den Gastkommentar unter:
https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadt_artikel,-ein-qualitaetvoller-neuer-stadtbaustein-fuer-alle-_arid,1830143.html

Kontakt:
Prof. Dr. Gabriele Bolte, Geschäftsführende Direktorin Institut für Public Health und Pflegeforschung IPP, Universität Bremen
Abteilung Sozialepidemiologie
E-Mail:gabriele.bolte@uni-bremen.de

Das Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen ist eines der größten Forschungsinstitute in diesem Bereich in Deutschland. Zentrales Ziel der Forschung und der Lehre ist die Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden der Bevölkerung. 2005 wurde das IPP als wissenschaftliche Einrichtung des Fachbereichs Human- und Gesundheitswissenschaften gegründet. Inzwischen forschen und lehren in neun Abteilungen und Arbeitsgruppen mehr als 60 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Die Stärken des IPP sind die interdisziplinäre Gesundheits- und Pflegeforschung, forschungsorientierte Lehre in den gesundheits- und pflegewissenschaftlichen Studiengängen und Wissenschaftstransfer in Praxis, Politik und Gesellschaft.
http://www.ipp.uni-bremen.de

Wissenswertes zur aktuellen Pflege- und Gesundheitsforschung am IPP

Die neusten Publikationslisten mit Beiträgen aus dem Zeitraum Oktober 2018 bis März 2019 stehen nun zum Download bereit. Sie bieten weiterführende Links zu den einzelnen Beiträgen, Interessierte haben die Möglichkeit direkt zu den jeweiligen Autorinnen und Autoren über die Mitgliederliste des IPP Kontakt aufzunehmen.

Zur Mitgliederliste

Publikationsliste 4./2018

Publikationsliste 1./2019

Kontakt:
Heike Mertesacker MPH
Wissenschaftliche Geschäftsführung & Koordination IPP-Geschäftsstelle
Institut für Public Health und Pflegeforschung IPP),
Wissenschaftsschwerpunkt Healthsciences der Universität Bremen
Fachbereich 11 Human- und Gesundheitswissenschaften, Universität Bremen
Grazer Str. 4
D - 28359 Bremen
Phone: +49 421 218-68980 /-68880
E-Mail: hmertesa@uni-bremen.de
http://www.ipp.uni-bremen.de

www.healthsciences.uni-bremen.de

Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann und Team entwickeln Konzept für die Qualitätssicherung in alternativen Wohnformen für Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf

Die intensive Diskussion der Umsetzungsprobleme alternativer Wohnkonzepte für Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf wie beispielsweise betreutes Wohnen oder Pflegewohngemeinschaften hat in den vergangenen Jahren zum Teil den Blick darauf verstellt, zu prüfen, ob diese Wohnmodelle auch wirklich bedarfsgerecht sind und notwendige qualitative Anforderungen erfüllen. Die zunehmende Verbreitung dieser neuen Wohnformen erforderte eine Systematisierung der Qualitätsdiskussion, die den besonderen Anforderungen verschiedener Wohnformtypen gerecht wird.
Der Gesetzgeber schrieb vor, dass mit dem Anfang 2017 in Kraft getretenen Dritten Pflegestärkungsgesetz (PSG III) die Vertragsparteien nach § 113 SGB XI fachlich unabhängige wissenschaftliche Einrichtungen oder Sachverständige damit beauftragen, ein Konzept für eine Qualitätssicherung in neuen Wohnformen zu entwickeln und zu erproben. Insbesondere waren Instrumente zur internen und externen Qualitätssicherung sowie für eine angemessene Qualitätsberichterstattung zu entwickeln und deren Eignung zu erproben.
Das Forschungsteam Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann, Kathrin Seibert und Susanne Stiefler der Abteilung 7 Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung des IPP in Kooperation mit dem Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) und der Prognos AG kamen diesem gesetzlichen Auftrag nach und entwickelten und erprobten ein Konzept für die Qualitätssicherung in neuen Wohnformen. Dabei wurden für fünf zentrale Qualitätsmerkmale Versorgungskontinuität, Nutzer*innenorientierung, Selbstbestimmung/ Selbstverantwortung, Koordination und Transparenz Qualitätskriterien entwickelt, die Gegenstand der Beratung sowie der internen Qualitätssicherung als auch einer externen Prüfung und Qualitätsberichterstattung sein können. Der Abschlussbericht wurde kürzlich auf der Homepage der Geschäftsstelle Qualitätsausschuss Pflege e.V. veröffentlicht.

Wolf-Ostermann, K., Kremer-Preiß, U., Hackmann, T. (2019): Entwicklung und Erprobung eines Konzeptes und von Instrumenten zur internen und externen Qualitätssicherung und Qualitätsberichterstattung in neuen Wohnformen nach § 113b Abs. 4 SGB XI. Abschlussbericht. Verfügbar unter: https://www.gs-qsa-pflege.de/wp-content/uploads/2019/04/20190117-Abschlussbericht-neue-Wohnformen.pdf [25.04.2019]

Kontakt
Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Universität Bremen
Tel.: +49 421 218- 68960
E-Mail: wolf-ostermann@uni-bremen.de

Bilanz einer gesundheitsökonomischen Ideologie. Ein narrativer Review

In der vorliegenden Ausgabe der IPP-Schriften 15 setzt sich Prof. Dr. Norbert Schmacke, Mitglied der Abt. Versorgungsforschung des Instituts für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen, kritisch mit dem Ansatz „Pay for Perfomance“ (P4P) auseinander.
Die systematische Erhebung von Qualität(smängeln) im ambulanten und stationären Versorgungsbereich ist seit gut 20 Jahren Teil der internationalen gesundheitspolitischen Debatte. Große Erwartungen wurden und werden von Gesundheitsökonom*innen und Politiker*innen in die Einführung ökonomischer Anreize zur Erbringung dokumentierter, transparenter Qualität gesetzt. Die publizierte Literatur spricht dafür, dass dieser hoch plausible Ansatz der Verbindung von Vergütung und Qualitätsverbesserung im Alltag der Versorgung die erwünschten Effekte nicht stabil erzeugen kann. Es ist die Frage, ob die darauf fußenden, methodisch nicht ausreichend begründeten Vergütungsmodelle durch weitere Forschung optimiert werden sollen oder ob andere Wege zur Verbesserung patientenrelevanter Outcomes nicht deutlich Erfolg versprechender sind. In jedem Fall stellt sich die Frage nach der Beziehung zwischen Wissenschaft und Politik: werden die skeptischen Einwände der Wissenschaft gehört oder setzen Gesundheitssysteme weiter auf plausible Vorannahmen, die vermeintlich nicht noch einmal hinterfragt werden müssen? Die Gesundheitspolitik hat mit P4P eine Lösung gefunden, welche die nachhaltige Kritik an Versorgungsmängeln und die stets unbeliebten Bemühungen um Preisregulierung in der Forderung nach qualitätsorientierter Vergütung populär zusammenführt.

Diese im Rahmen der IPP-Schriften 15 vorliegende Fassung ist eine erweiterte Version eines Reviews von Norbert Schmacke für den Gemeinsamen Bundesausschuss vom Oktober 2018:“ Pay for Performance (P4P). Aufarbeitung von internationalen Ansätzen, Möglichkeiten und Grenzen im Rahmen von Pay for Performance und Ergebnisqualitätsmessung im Rahmen der gesundheitlichen Versorgung.“
N. Schmacke (2019). Pay for Performance (P4P). Bilanz einer gesundheitsökonomischen Ideologie. Ein narrativer Review. IPP-Schriften 15. Schriftenreihe des Instituts für Public Health und Pflegeforschung (IPP), Universität Bremen. Herausgebende: Direktorium des IPP (Prof. Dr. Gabriele Bolte, Prof. Dr. Ansgar Gerhardus, Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann).

ISSN 1867-1942 (Internetausg.)
Hier geht es zu der Online-Ausgabe der IPP-Schriften 15.

Zur IPP-Schriften-Reihe: Das Direktorium des IPP gibt in unregelmäßigen Abständen Ausgaben der Reihe „IPP-Schriften“ als Online-Ausgabe heraus. Hier werden Forschungsberichte, Gutachten, Tagungsbeiträge und Arbeitspapiere veröffentlicht und zum Download zur Verfügung gestellt. Ziel der Schriftenreihe ist es, zum Wissenschaftstransfer in den Bereichen Public Health und Pflegeforschung beizutragen. Verantwortlich im Sinne des Presserechtes für die publizierte Fassung der der IPP-Schriften sind die Autorinnen und Autoren der jeweiligen Ausgabe.
Download der Online-Ausgaben unter: https://www.ipp.uni-bremen.de/veroeffentlichungen/ipp-schriften/
ISSN: 1864-4546 (Printausgabe)
ISSN: 1867-1942 (Internetausg.)

Kontakt und Information:
Heike Mertesacker MPH
Wissenschaftliche Koordination IPP-Geschäftsstelle
Universität Bremen, Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
E-Mail: hmertesa@uni-bremen.de

Aktive Mobilität bedeutet auch für die Wissenschaftlerinnen, dass sie die Fragebögen mit Fahrrädern zur Post bringen. Professorin Gabriele Bolte (vorne rechts), Mitarbeiterin Tanja Brüchert (links) und Kolleginnen aus der Abteilung Sozialepidemiologie.Aktive Mobilität bedeutet auch für die Wissenschaftlerinnen, dass sie die Fragebögen mit Fahrrädern zur Post bringen. Professorin Gabriele Bolte (vorne rechts), Mitarbeiterin Tanja Brüchert (links) und Kolleginnen aus der Abteilung Sozialepidemiologie.
Gesundheitsforscherinnen der Universität Bremen verschicken Mitte Mai 11.000 Fragebögen in 117 Gemeinden von 11 Landkreisen der Metropolregion Nordwest.

Pressemeldung der Universität Bremen Nr. 55
Autorin: Karla Götz

Die Befragung soll zeigen, wie mobil Menschen ab 65 Jahren sind. Lässt ihre Wohnumgebung zu, dass sie noch Rad fahren oder zu Fuß gehen?
„Eine Befragung in dieser Größenordnung ist auch für uns etwas Besonderes“, sagt Professorin Gabriele Bolte. Sie leitet das Projekt der Abteilung Sozialepidemiologie im Institut für Public Health und Pflegeforschung. Die Erhebung ist Teil einer groß angelegten wissenschaftlichen Initiative, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit rund 430.000 Euro gefördert wird. „Alternd zu Fuß oder mit dem Fahrrad, urban mobil ohne Stress“, abgekürzt AFOOT lautet der Titel.

Im Fokus: Der ländliche Raum

„Uns geht es speziell um den ländlichen Raum“, betont Tanja Brüchert, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt. Deshalb sind die Großstädte ausgeklammert. Im Zentrum stehen alle Gemeinden bis zur Mittelstadtgröße (bis maximal 99.000 Einwohner). „Wir wollen wissen, wie mobil die Befragten tatsächlich sind, was sie in ihrem Wohnumfeld hindert oder motiviert zu Fuß zu gehen oder das Fahrrad zu nehmen“, sagt Professorin Bolte. Auf 28 Seiten können die Adressaten nun ihre Häkchen setzen. Wie ist der Zustand der Fahrradwege und der Bürgersteige? Gibt es Mülleimer, Bänke, Parkplätze für Fahrräder, öffentliche Trinkwasserspender? Sind Geschäfte oder Dienstleister fußläufig erreichbar? Das sind einige der Fragen. „Für uns ist wichtig, das gesamte Spektrum zu erfassen“, unterstreicht Tanja Brüchert. Und sie bittet darum, dass auch ältere Menschen, die mit dem Auto fahren oder den öffentlichen Nahverkehr nutzen, den Fragebogen ausfüllen.

Was soll herauskommen?

„Die Ergebnisse der Befragung geben uns Hinweise darauf, welche Barrieren im öffentlichen Raum abgebaut werden müssen, an welchen Stellschrauben die Kommunen drehen können, um aktive Mobilität im Alter zu fördern“, sagt Professorin Gabriele Bolte. Es gehe für eine bestimmte Bevölkerungsgruppe um Selbständigkeit, soziale Kontakte und aktive Teilhabe am öffentlichen Leben.  Sie freut sich, dass die beteiligten Gemeinden der Befragung sehr aufgeschlossen gegenüberstehen und an den Ergebnissen sehr interessiert sind.

Zustimmung des Landes Niedersachsen

Die Fragebögen werden ab 13. Mai an die Haushalte verschickt. Adressen haben die Einwohnermeldeämter zur Verfügung gestellt. Vorausgegangen ist eine Begutachtung des Projektes durch die Ethikkommission der Universität Bremen. „Insbesondere ging es um den Datenschutz, und das wurde positiv eingeschätzt“, sagt Gabriele Bolte.  Auch das Ministerium für Inneres und Sport des Landes Niedersachsen hat der Befragung zugestimmt, weil sie dem öffentlichen Interesse dient.
Die beteiligten Wissenschaftlerinnen betonen, dass die Auswertung der erfassten Daten anonymisiert erfolgt. Im Frühjahr 2020 sollen die Ergebnisse dann vorliegen.
Weitere Informationen: http://www.aequipa.de/teilprojekte/afoot.html

Fragen beantwortet:
Tanja Brüchert
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Universität Bremen
Tel.: +49 421 218 68824
E-Mail: t.bruechert@uni-bremen.de

Das Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen ist eines der größten Forschungsinstitute in diesem Bereich in Deutschland. Zentrales Ziel der Forschung und der Lehre ist die Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden der Bevölkerung. 2005 wurde das IPP als wissenschaftliche Einrichtung des Fachbereichs Human- und Gesundheitswissenschaften gegründet. Inzwischen forschen und lehren in neun Abteilungen und Arbeitsgruppen mehr als 60 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Die Stärken des IPP sind die interdisziplinäre Gesundheits- und Pflegeforschung, forschungsorientierte Lehre in den gesundheits- und pflegewissenschaftlichen Studiengängen und Wissenschaftstransfer in Praxis, Politik und Gesellschaft.
http://www.ipp.uni-bremen.de

Kontakt:
Prof. Dr. Gabriele Bolte
Geschäftsführende Direktorin des IPP und Leiterin der Abteilung Sozialepidemiologie
Universität Bremen
E-Mail: gbolte@uni-bremen.de