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Deutsche Gesellschaft für Public Health entwickelt gemeinsam mit anderen Fachgesellschaften neue Plattform

COVID-19 stellt eine enorme Bedrohung der Gesundheit und der Lebensbedingungen der Menschen weltweit dar. Da es sich um eine Infektion mit einem neuartigen Virus handelt, fehlt es an verlässlichen Daten und Informationen in fast allen Bereichen.

Um dem entgegenzuwirken hat sich die Deutsche Gesellschaft für Public Health (DGPH) in dieser Woche mit über 15 wissenschaftlichen Fachgesellschaften und Verbänden aus dem Bereich Public Health zum Kompetenznetz Public Health zu COVID-19 zusammengetan, um die epidemiologisch-statistische, sozialwissenschaftliche, (bevölkerungs-) medizinische und methodische Fachkenntnis zu bündeln. Gemeinsam vertreten wir mehrere Tausend Wissenschaftler*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Ziel der Initiative ist es, schnell und flexibel interdisziplinäre Expertise zu COVID-19 für die aktuelle Diskussion und Entscheidungsfindung zur Verfügung zu stellen. Dafür werden wissenschaftliche Erkenntnisse gewonnen, aufbereitet und in verständlicher Form verbreitet. Je nach Thema und Zielgruppe nutzen wir unterschiedliche Formate.

Über diese Initiativen informiert die DGPH laufend auf einer eigenen Website: https://www.public-health-covid19.de

Dort finden sich auch Ansprechpartner*innen und nähere Angaben zu den zu bearbeitenden Themen.

Die Mitglieder des Instituts für Public Health und Pflegeforschung (IPP) engagieren sich in der Deutschen Gesellschaft für Public Health (DGPH), einem interdisziplinären und multiprofessionalen Zusammenschluss von Personen, Institutionen, Organisationen und Fachgesellschaften mit Zuständigkeit und Verantwortung für Lehre, Forschung und Praxis im Bereich von Public Health. Seit 2010 vertritt das IPP die Mitgliedschaft der Universität Bremen in der DGPH. Prof. Dr. Ansgar Gerhardus vom IPP der Universität Bremen ist Vorstandsvorsitzender der DGPH.

Kontakt:
Prof. Dr. med. Ansgar Gerhardus, M.A., MPH
Abteilung 1: Versorgungsforschung – Department for Health Services Research
Institut für Public Health und Pflegeforschung
Fachbereich 11
Universität Bremen
Email: ansgar.gerhardus@uni-bremen.de
http://www.public-health.uni-bremen.de/pages/abteilung1/index.php
http://www.healthsciences.uni-bremen.de/home.html

Neue Homepage des Fachbereiches 11

Die Ausbreitung der Infektionen mit dem neuen Coronavirus SARS-CoV-2 und die Zunahme der Anzahl der an COVID-19 erkrankten Menschen stellen die Gesellschaft, das Gesundheitssystem, die Politik und die Wissenschaft vor enorme Herausforderungen. Auch die Wissenschaftler*innen des IPP am FB 11 der Universität Bremen bringen ihre fachliche Expertise bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie und bei der Bewältigung ihrer Folgen ein. So hat der Fachbereich 11 auf seiner Homepage die neue Unterseite Corona-Update FB 11 erstellt. Hier finden sich ab sofort Informationen über entsprechende Aktivitäten des IPP, des Fachbereichs 11 und des Wissenschaftsschwerpunktes Gesundheitswissenschaften der Universität Bremen.  

Sie finden hier zudem Linklisten des IPP mit nützlichen Informationen zur Corona-Pandemie sowie zu Möglichkeiten, sich im Bremer Raum zu engagieren.  

Kontakt: 

Prof. Dr. Gabriele Bolte (Geschäftsführende Direktorin) 

Heike Mertesacker (Wissenschaftliche Geschäftsführung) 

Universität Bremen, Fachbereich 11, Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) 

Ansgar GerhardusAnsgar Gerhardus
Prof. Dr. Ansgar Gerhardus in Schriftleitung berufen

Prof. Dr. Ansgar Gerhardus, Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen ist zum Januar 2020 in die Schriftleitung der Zeitschrift „Das Gesundheitswesen“ berufen worden.
Die Zeitschrift Das Gesundheitswesen ist eins der führenden deutschsprachigen Journale im Bereich Sozialmedizin, Gesundheits-System-Forschung, Medizinischer Dienst, Public Health, Öffentlicher Gesundheitsdienst sowie Versorgungsforschung. Das Gesundheitswesen erscheint - gedruckt und online - mit 11 Ausgaben pro Jahr und ist offizielles Organ zahlreicher Fachgesellschaften und Verbände im Gesundheitswesen.

https://www.thieme.de/de/gesundheitswesen/profil-1875.htm

Ansgar Gerhardus ist seit 2011 Hochschullehrer am Fachbereich 11 Human- und Gesundheitswissenschaften und hat die Professur für Versorgungsforschung inne. Ansgar Gerhardus ist Humanmediziner, Master of Public Health sowie Politikwissenschaftler/Ethnologe. Er ist Leiter der Abteilung Versorgungsforschung am IPP und u.a. 1. Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Public Health (DGPH). Ansgar Gerhardus gehört dem Direktorium des IPP seit 2011 an.

Kontakt
Prof. Dr. med. Ansgar Gerhardus, M.A., MPH
Abteilung 1: Versorgungsforschung – Department for Health Services Research
Institut für Public Health und Pflegeforschung
Fachbereich 11
Universität Bremen
Email: ansgar.gerhardus@uni-bremen.de
http://www.public-health.uni-bremen.de/pages/abteilung1/index.php
http://www.healthsciences.uni-bremen.de/home.html

Pflegewissenschaftliche Studien im Überblick – März 2020

Natalie RiedelNatalie Riedel
An interdisciplinary working group launches five theses.

Dr. Natalie Riedel (Department of Social Epidemiology, IPP) is part of a working group on health promoting municipal development (AGGSE) that posits five theses on prerequisites of a health promoting and sustainable urban development (published online on the AGGSE website on 09-03-2020). These theses are meant to inspire local decision- and policy-makers to adopt the “health-in-all-policies”-approach according to the World Health Organisation (WHO) and to be committed to environmental and social justice. To this end, local living and working conditions need to be captured in the context of societal and global processes.

The AGSSE is an interdisciplinary network of diverse practitioners and scientists. Since 2002, the AGGSE aims at developing and evaluating concepts and methods on health promoting and sustainable urban development. The AGGSE strives to reach decision policy makers, public authorities as well as the public and expert audience.

Contact:
Dr. Natalie Riedel
University of Bremen
Institute of Public Health und Nursing Research
Department of Social Epidemiology
Mail: nriedel@uni-bremen.de
www.ipp.uni-bremen.de

Pflegewissenschaftliche Studien im Überblick – Februar 2020

Viele ältere Menschen leiden häufig an Schlafstörungen. In Langzeitpflegeeinrichtungen können Schmerzen, Demenz und Depression die Schlafstörungen verstärken. Welche Maßnahmen zu einer Verbesserung des Schlafes bei Pflegeheimbewohnern beitragen können, verdeutlicht Prof. Görres anhand drei pflegewissenschaftlicher Studien:

Forscher*innen in Norwegen veröffentlichten eine Studie, in der die Auswirkungen von Schmerztherapie auf den Schlaf bei Pflegeheimbewohnern mit Demenz und Depression untersucht wurden. Die Studie zeigt, dass die aktive Schmerztherapie bei Menschen mit Demenz und Depressionen im Vergleich zur Kontrollgruppe alle untersuchten Schlafparameter signifikant verbesserte.

Eine Studie, die von Forscher*innen aus den Niederlanden und Belgienveröffentlicht wurde, untersuchte die Wirksamkeit von Koffeinreduktion auf den Schlaf sowie auf das Verhalten bei Pflegeheimbewohnern mit Demenz. Die Studie ergab, dass sich die Schlafwerte signifikant verbesserten, ebenso nahm die Apathie nach der Reduzierung des Koffeins ab.

In einer Studie die von türkischen Forscher*innen veröffentlicht wurde, wurden die Auswirkungen eines Schlafprogramms auf die Schlafqualität und die depressive Symptomatik bei kognitiv gesunden Bewohnern von Pflegeheimen untersucht. Die Ergebnisse zeigten, dass die Teilnehmer der Interventionsgruppe eine signifikante Verbesserung einiger objektiver Schlafparameter sowie eine signifikante Abnahme der depressiven Symptomatik erlebten.

Görres, S. & Gräf, C. (2020). Schlaflos im Pflegeheim. 02/20, S. 42-43. Hannover: Vincentz Network.

Website: http://www.altenpflege-online.net/

 

Kontakt und Information:

Prof. Dr. Stefan Görres

Universität Bremen

Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)

Sprecher Abt. 3: Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung Grazer Straße 4, 28359 Bremen

E-Mail: sgoerres@uni-bremen.de

Pflegewissenschaftliche Studien im Überblick – Dezember 2019

Harnwegsinfekte (durch Dauerkatheter) sind ein häufiges Problem in der stationären Langzeitpflege. Was dazu beitragen kann diese zu verhindern, verdeutlicht Prof. Görres anhand drei pflegewissenschaftlicher Studien:
Forscher*innen von mehreren Universitäten in den USA veröffentlichten eine Studie, in der die Angemessenheit der Antibiotika-Vergabe bei Pflegeheimbewohnern, die an einer Infektion der Harnwege erkrankt waren, bewertet wurde. Anhand der Studienergebnisse konnte festgestellt werden, dass die Verschreibung von Antibiotika gegen Harnwegsinfekte verbessert werden kann.
Eine Studie, die von US-amerikanischen Forscher*innen der Universität von Michigan veröffentlichten wurde, untersuchte den Zusammenhang zwischen der Sicherheitskultur im Pflegeheim und der Katheter-assoziierten Rate an Harnwegsinfekten. Die Ergebnisse zeigten eine Reduktion von Harnwegsinfekten um 52% im Interventionszeitraum sowie zahlreiche Verbesserungen bei Sicherheitsmaßnahmen.
In einer Studie die von Forscher*innen verschiedener US-Universitäten veröffentlicht wurde, wurden ausgewählte Führungskräfte, die an der Einführung von Maßnahmen zur Reduktion von Katheter-assoziierten Harnwegsinfektionen beteiligt waren, interviewt. Allgemein wurde das Programm von den Führungskräften aufgrund zahlreicher Verbesserungen gut bewertet, es wurde jedoch auch auf einige Herausforderungen hingewiesen.

Görres, S. & Gräf, C. (2019). Prävention von Harnwegsinfektionen. 12/19, S. 26-27. Hannover: Vincentz Network.
Website: http://www.altenpflege-online.net/

Contact:
Prof. Dr. Stefan Görres
University of Bremen
Faculty 11 Human and Health Sciences
Institute of Public Health und Nursing Reseach
Grazer Straße 4, 28359 Bremen
E-Mail: sgoerres@uni-bremen.de

Pflegewissenschaftliche Studien im Überblick – Januar 2020

Ältere Menschen, vor allem aber Heimbewohner, sind aufgrund eines oft geschwächten Immunsystems und verminderter Funktionsfähigkeit besonders anfällig für akute Atemwegsinfektionen (AAI). Welche Interventionen dazu beitragen können eine AAI zu verhindern, verdeutlicht Prof. Görres anhand drei pflegewissenschaftlicher Studien:
Eine Studie, die von US-amerikanischen Forscher*innen der School of Medicine an der Universität Colorado veröffentlicht wurde, untersuchte die Wirksamkeit von hochdosierten Vitamin-D3-Ergänzungsmitteln im Vergleich zu einer normalen Dosis von Vitamin D3 zur Prävention einer AAI in Langzeitpflegeeinrichtungen. Anhand der Studienergebnissen lässt sich erkennen, dass die Teilnehmer*innen der Hochdosisgruppe während des Beobachtungszeitraumes im Vergleich zu der Kontrollgruppe eine 40% geringere Inzidenzrate von AAI aufwiesen.
Forscher*innen aus Kanada veröffentlichten eine Studie, die die Wirksamkeit von Probiotika zur Verringerung von Influenza und anderen Atemwegsvirusinfektionen bei Bewohnern der Langzeitpflege untersuchte. Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass 13 Personen in der Interventionsgruppe und 21 Personen in der Placebogruppe an respiratorischen Virusinfektionen erkrankten.
Eine Studie die von Forscher*innen des Medical Centre der Universität Nijmegen in den Niederlanden und der Flemish-Netherlands Geriatric Oral Research Group veröffentlicht wurde, untersuchte ob die tägliche Anwendung von 0,05 % Chlorhexidin-Mundspülung das Auftreten einer Aspirationspneumonie bei Pflegeheimbewohnern mit Dysphagie verringerte. Anhand der Studienergebnisse konnte nicht festgestellt werden, dass die Chlorhexidin-Mundspülung als Ergänzung zur täglichen Mundhygiene das Auftreten einer Aspirationspneumonie verringert.

Görres, S. & Gräf, C. (2020). Was hilft gegen Atemwegsinfektionen? 01/20, S. 32-33. Hannover: Vincentz Network.
Website: http://www.altenpflege-online.net/

Contact:
Prof. Dr. Stefan Görres
University of Bremen
Faculty 11 Human and Health Sciences
Institute of Public Health und Nursing Reseach 
Grazer Straße 4, 28359 Bremen
E-Mail: sgoerres@uni-bremen.de

Interessiertes Publikum auf der FachtagungInteressiertes Publikum auf der Fachtagung
Großes Interesse an bundesweit erstem Curriculum zur Generalistischen Pflegeausbildung nach PflBG und PflAPrV

Im Rahmen einer Fachtagung im Konsul Hackfeld Haus mit 190 Teilnehmenden aus dem ganzen Bundesgebiet stellten Sabine Muths und Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck sowie die Mitglieder der Curriculumarbeitsgruppe am 4. 12. 2019 das Bremer Curriculum  für die Ausbildung zur Pflegefachfrau / zum Pflegefachmann vor. Das Curriculum, das in Bremen zugleich als Lehrplan erlassen wird, ist im Auftrag der Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz innerhalb des letzten Jahres von der Abteilung Qualifikations- und Curriculumforschung am IPP in Zusammenarbeit mit Vertreter*innen der Bremer Pflegeschulen entwickelt worden.
Das Curriculum basiert auf den rechtlichen Grundlagen des PflBG und der PflAPrV „Wir haben für die Erarbeitung des Curriculums auch auf Vorarbeiten aus den zahlreichen Curriculumprojekten zurückgegriffen, die wir seit 2003 durchgeführt haben“ berichtet Sabine Muths. „Im Unterschied zu den Rahmenlehrplänen der Fachkommission setzt das Bremer Curriculum stärker auf das Prinzip der Exemplarität und adressiert die konkrete Gestaltung von Lehr-/Lernprozessen“ erläutert Prof. Dr. Darmann-Finck. Insgesamt enthält das Curriculum 24 Lernfelder. Insbesondere wenn die Vorschläge zu Lernsituationen aus dem Nationalen Mustercurriculum Kommunikative Kompetenz für die Pflege (NaKomm) aufgegriffen werden, kann das Bremer Curriculum mit vergleichsweise geringem Aufwand zu einem schulinternen Curriculum für die generalistische Pflegeausbildung weiterentwickelt werden. Es ist unter folgendem Link als Download erhältlich:  
https://www.gesundheit.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen69.c.12790.de

Contact:
University of Bremen
Faculty 11 Human and Health Sciences
Institute of Public Health und Nursing Reseach
Mail: darmann@uni-bremen.de
www.ipp.uni-bremen.de

Community assessment booth at the shopping mall “Berliner Freiheit” in Bremen-VahrCommunity assessment booth at the shopping mall “Berliner Freiheit” in Bremen-Vahr
Public Health MA students (Health Promotion and prevention) conduct a community-based needs analysis with older adults in Bremen-Vahr

What are the needs for community-based health promotion for older adults? Often, this question is not so easy to answer – there is a lack of data from some groups of older adults. To overcome this issue, IPP students (MA Public Health, Health Promotion and Prevention) conduct a community-based needs analysis in close cooperation with local administration and neighbourhood community workers in Bremen-Vahr. Through personal assessment at selected places, focus groups and self-completion questionnaires, students aim at getting a more representative idea about community needs in Bremen-Vahr. First results are expected in February 2020.

Contact:
Prof. Dr. Benjamin Schüz
University of Bremen
Faculty 11 Human and Health Sciences
Institute of Public Health und Nursing Reseach
Department 2
Mail: Benjamin.schuez@uni-bremen.de
www.ipp.uni-bremen.de