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New research projects and results, events, press releases and activities of the IPP.

Gabriele Bolte präsentiert den Sachstandsbericht zu sozialen Ungleichheiten in Umweltbelastungen und -ressourcen in Europa.

Die Weltgesundheitsorganisation führt eine internationale Veranstaltung online durch zu sozialen Ungleichheiten in Umweltbelastungen und -ressourcen und zu möglichen Ansatzpunkten und Maßnahmen, diese zu verringern.

Ein Schwerpunkt wird die besondere Bedeutung der sozialen Ungleichheiten in Umwelt und Gesundheit in Zeiten der SARS-CoV-2-Pandemie sein.

Prof. Dr. Gabriele Bolte, Leiterin des WHO Collaborating Centre for Environmental Health Inequalities am Institut für Public Health und Pflegeforschung, stellt den Sachstandsbericht der WHO zu sozialen Ungleichheiten in Umweltbelastungen und -ressourcen in Europa vor.

Nähere Informationen zu der Veranstaltung mit Link zur Anmeldung finden Sie hier.

Weitere Informationen zum WHO Collaborating Centre for Environmental Health Inequalities finden Sie hier:

https://www.uni-bremen.de/who-collaborating-centre-for-environmental-health-inequalities/

Kontakt:

Prof. Dr. Gabriele Bolte

WHO Collaborating Centre for Environmental Health Inequalities

Abteilung Sozialepidemiologie

Institut für Public Health und Pflegeforschung

gabriele.bolte@uni-bremen.de

Pflegewissenschaftliche Studien im Überblick – September 2020

Bei der personenzentrierten Pflege nach Kitwood, steht vor allem die Individualität der Pflegeheimbewohner*innen im Vordergrund. Wie Pflegekräfte und Pflegeheimbewohner*innen von diesem Konzept profitieren können, verdeutlicht Prof. Görres anhand drei pflegewissenschaftlicher Studien:
Schwedische Forscher*innen haben den Einfluss einer gezielt eingesetzten Palliativversorgung untersucht. Hierfür haben Pflegeheimmitarbeiter*innen an Seminaren teilgenommen, welche auf Leitlinien zu den Grundsätzen der Palliativversorgung basierten. Es ergaben sich Hinweise auf ein mögliches Verbesserungspotenzial bei der Unterstützung des Personals durch die Führungskräfte und Organisation insgesamt sowie auf die Weiterbildung von Multiplikator*innen der personenzentrierten Pflege.
Ein britisches Forscherteam untersuchte in einer Studie die Wirksamkeit einer pharmazeutisch-gesundheitspsychologischen Intervention zur Stärkung einer personenzentrierten Pflege, um die Verschreibung von Psychopharmaka zur Behandlung von verhaltensbedingten und psychologischen Symptomen der Demenz zu reduzieren. Die Ergebnisse zeigten, dass die Medikamente einiger Pflegeheimbewohner*innen angepasst wurden und die Fähigkeit sowie das Selbstvertrauen des Pflegepersonals herausfordernde Verhaltensweisen der Bewohner*innen, ohne die Verwendung von Medikamenten zu bewältigen, gestärkt wurde.
Forscher*innen aus Norwegen und Großbritannien untersuchten in einer Studie den Zusammenhang zwischen der personenzentrierten Pflege und organisatorischen, personellen und abteilungsbezogenen Charakteristika in Pflegeheimen. Aus der Auswertung ging hervor, dass ein höherer Grad an personenzentrierter Pflege mit mehreren Faktoren in positiver Weise assoziiert wurde, wie z. B. eine höhere Jobzufriedenheit, ein innovatives Arbeitsklima und eine unterstützende Führungskraft.
Görres, S. & Brunswieck, R. (2020). Gut für alle: Personenzentrierte Pflege. 09/20, S. 26-27. Hannover: Vincentz Network.
Website: http://www.altenpflege-online.net/

Contact:
Prof. Dr. Stefan Görres
University of Bremen
Faculty 11 Human and Health Sciences
Institute of Public Health und Nursing Reseach
Mail: sgoerres@uni-bremen.de
www.ipp.uni-bremen.de

Ansgar Gerhardus© Harald Rehling
Jahresmitgliederversammlung der DGPH am 25.09.2020

Prof. Dr. Ansgar Gerhardus wurde auf der Jahresmitgliederversammlung der DGPH am 25.09.2020 als 1. Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Public Health (DGPH) wiedergewählt. Ansgar Gerhardus ist Mitglied des Direktoriums des Instituts für Public Health und Pflegeforschung (IPP) am Fachbereich 11 der Universität Bremen und Sprecher der Abteilung Versorgungsforschung am IPP.
Auf der Mitgliederversammlung der DGPH wurden die zahlreichen Aktivitäten im vergangenen Jahr vorgestellt sowie die Gründung zweier neuer Fachbereichsgruppen (Public Mental Health und Öffentliche Gesundheit) angebahnt. Die Zahl der institutionellen wie auch der individuellen Mitglieder hat sich sehr erfreulich entwickelt. Aktuell stehen insbesondere die Aktivitäten im Kompetenznetz Covid-19 und gesundheitspolitische Stellungnahmen rund um die Entwicklung der Pandemie im Vordergrund der Arbeit.

Die 1997 gegründete Deutsche Gesellschaft für Public Health e.V. (DGPH) ist ein interdisziplinärer und multiprofessionaler Zusammenschluss von Institutionen, Organisationen und Fachgesellschaften mit Zuständigkeit und Verantwortung für Lehre, Forschung und Praxis im Bereich von Public Health / Gesundheitswissenschaften.
http://www.deutsche-gesellschaft-public-health.de/
https://www.public-health-covid19.de/

Contact:
Prof. Dr. med. Ansgar Gerhardus, M.A., MPH, Mitglied des Direktoriums des IPP, Leiter der Abt. 1 Versorgungsforschung – Department for Health Services Research, Institut für Public Health und Pflegeforschung, Fachbereich 11
Universität Bremen, E-Mail: ansgar.gerhardus@uni-bremen.de
https://www.ipp.uni-bremen.de/forschung/abteilung-1--versorgungsforschung/

Der Bremer Pflegewissenschaftler Prof. Stefan Görres im Interview mit Impu!se

Zum Tatort „Im toten Winkel“, welcher das häusliche Pflegesetting thematisiert, wurden die Reaktionen der Zuschauer*innen analysiert. Zu der Datenauswertung und den Ergebnissen äußert sich Prof. Dr. Stefan Görres vom Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen im Interview mit Impu!se. Lesen Sie den Beitrag unter:
www.gesundheit-nds.de/images/pdfs/impulse/LVG-Zeitschrift-Nr108-Web.pdf (ab S. 16)

Contact:
Prof. Dr. Stefan Görres
Universität Bremen, Fachbereich 11 Human- und Gesundheitswissenschaften
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Sprecher Abt. Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung
E-Mail: sgoerres@uni-bremen.de
https://www.ipp.uni-bremen.de/abteilungen/interdisziplinaere-alterns-und-pflegeforschung/

Misinformation on social media© Benjamin Schüz
Volkswagenstiftung will fund a collaborative research project between FB 3 (Human-Computer-Interaction Group; Prof Johannes Schöning) and IPP for 18 months

COVID-19 related misinformation is mainly spread via social media and has threatened public health responses. Within this research project, we examine whether interventions based on nudging can help to curb the spread of misinformation. To date, the development of such behavioral interventions has been hampered by a lack of evidence of the behavioral determinants for the exchange of misinformation. Therefore, the scope of this project is twofold: 1) to systematically categorize the existing evidence on determinants of misinformation sharing behavior (MSB) and 2) to design and evaluate social media nudging interventions targeting the identified determinants of MSB. The project has the potential to contribute to reducing misinformation sharing behavior among social media users, thereby addressing the ongoing "infodemic" and its negative effects on public health.
The project was developed within the Leibniz ScienceCampus Digital Public Health Bremen together with the Human-Computer-Interaction Research Group (Faculty 3; Prof Johannes Schöning). Researchers from the IPP groups Health Promotion & Prevention, Social Epidemiology and Health Services Research are active within this project.

Contact:
Benjamin Schüz
Benjamin.schuez@uni-bremen.de
Rehana Shrestha
rehana@uni-bremen.de

Cover der Handreichung zur aktiven Beteiligung von Patientinnen und Patienten an klinischer Forschung© IPP
Institut für Public Health und Pflegeforschung hat die erste deutschsprachige Handreichung zur Beteiligung von Patientinnen und Patienten an klinischer Forschung entwickelt

Klinische Studien sind wichtig für den medizinischen Fortschritt. Patientinnen und Patienten sind in der Regel aber nur passiv beteiligt. An ihnen wird gemessen, ob neue Diagnose- oder Therapiemethoden wirksam sind. Die Patientinnen und Patienten haben in dieser Funktion keinen Einfluss auf die Gestaltung der Studie. „Das ist jedoch problematisch, denn dadurch besteht die Gefahr, dass an den Bedürfnissen und Interessen von Patientinnen und Patienten vorbeigeforscht wird“, so Professor Gerhardus vom Institut für Public Health und Pflegeforschung. Deshalb fordern Patientinnen und Patienten und Forschende zunehmend, Patientinnen und Patienten aktiv an den Prozessen klinischer Forschung zu beteiligen. Sie bieten – unabhängig von dem Wissen der Forschenden – durch ihre eigene Erfahrung eine einzigartige Sicht auf das Forschungsthema und sind damit  Expertinnen und Experten in eigener Sache.

„Richtige Fragen“ untersuchen
Die Beteiligung von Patientinnen und Patienten kann unter anderem dazu beitragen, die „richtigen“ Fragen zu untersuchen, die für den Alltag wichtig sind und deren Ergebnisse direkt in die Behandlungspraxis übertragen werden können. Professor Gerhardus betont: „Eine große Summe fließt jährlich in Forschung. Wir brauchen jedoch mehr Forschung, deren Ergebnisse gebraucht und genutzt werden. Eine Beteiligung der Patientinnen und Patienten kann uns dabei helfen“. Dabei kann die Beteiligung ganz unterschiedlich umgesetzt werden. So können Patientinnen und Patienten zum Beispiel beratend an Gruppendiskussionen teilnehmen oder über die gesamte Dauer der Studie mit den Forschenden im Studienteam zusammenarbeiten. Neben dem Finden der richtigen Forschungsfrage hilft die Beteiligung auch Informationsmaterialien und Ergebnisse so zu gestalten, dass sie für die Betroffenen gut verständlich sind und sie bei Entscheidungen, zum Beispiel zwischen zwei Behandlungen, unterstützen.

Beteiligung in Deutschland
Während die Beteiligung von Patientinnen und Patienten in anderen Ländern wie Großbritannien oder den USA bereits seit längerem etabliert ist, ist das Thema in Deutschland vergleichsweise neu. Seit einigen Jahren haben aber auch in Deutschland große Forschungsförderer (BMBF und DFG) die Beteiligung zum Kriterium für die Förderung klinischer Studien gemacht. Das bedeutet, dass Forschende bei der Beantragung zur Förderung einer neuen klinischen Studie nun darlegen müssen, in welcher Form Patientinnen und Patienten die Studie mitgestalten. Bislang fehlt es jedoch an einer Orientierung für Forschende und Begutachtende dazu, wie eine Beteiligung ausmacht und wie sie gelingen kann.

Handreichung veröffentlicht
Als Ergebnis eines BMBF-geförderten Projektes hat das Institut für Public Health und Pflegeforschung der Universität Bremen in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum für Klinische Studien Bremen nun die erste deutschsprachige Handreichung zur Patient*innenbeteiligung an klinischer Forschung entwickelt. (https://www.ipp.uni-bremen.de/patient-innenbeteiligung).

Die Handreichung zeigt entlang praktischer Beispiele auf, wie eine Beteiligung geplant und umgesetzt werden kann.
Zielgruppen sind primär klinisch Forschende, aber auch Forschungsfördernde, Begutachtende und Patientinnen und Patienten können die Handreichung nutzen.
„Die Handreichung füllt eine Lücke“ betont Dr. Imke Schilling, die an der Entwicklung der Handreichung beteiligt war. Die Gesundheitswissenschaftlerin hat zum Thema promoviert und weiß aus Gesprächen mit klinischen Forschenden, dass die meisten von ihnen bislang keine Erfahrungen mit der Beteiligung von Patientinnen und Patienten haben und sich eine Unterstützung wünschen. „Noch gibt es viele Unsicherheiten, denn die Beteiligung von Patientinnen und Patienten ist für alle Beteiligten etwas ganz Neues“. Eine Orientierung liegt nun mit der Handreichung vor.

Weitere Informationen:  
https://www.ipp.uni-bremen.de/patient-innenbeteiligung

Kontakt:
Dr. Imke Schilling
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Universität Bremen
Tel.: +49 421 218-68805
E-Mail: Imke.schilling@uni-bremen.de

Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann, Prof. Dr. Heinz Rothgang© Karin Wolf-Ostermann © David Ausserhofer
Results of an online survey of informal carers in working age

As a survey of nursing homes and outpatient care services has shown, they are subject to considerable additional burdens caused by the effects of the pandemic. A research team led by Prof. Heinz Rothgang (SOCIUM) and Prof. Karin Wolf-Ostermann (IPP) has now demonstrated a similar finding for home care provided by family carers. More than 1,200 persons registered as informal carers were interviewed for this purpose. They are potentially exposed to a double or triple burden of care, work and their own family due to their age of under 67 years: Quick report_survey_home care in German language.

It is consistently shown that the perceived quality of life and the health of the carers are in part considerably reduced due to the changed conditions of the coronavirus pandemic. This is not due to a successful infection with the coronavirus, but to a combination of more time-consuming care, reduced support possibilities, decreased social contacts and home office/home schooling. The policy recommendations derived from this study therefore focus on creating further support services that can stabilise and maintain the capacity of home care in the long term.

Contact:
Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann
University of Bremen
Faculty 11 Human and Health Sciences
Institute of Public Health und Nursing Research
Department 7
Mail: wolf-ostermann@uni-bremen.de
www.ipp.uni-bremen.de

Der Bremer Pflegewissenschaftler Prof. Stefan Görres im Interview mit dem Evangelischen Pressedienst

Am Montag verkündete Carola Reimann (SPD) nach einer Befragung unter den rund 78.000 Mitgliedern das Aus für die Pflegekammer in Niedersachsen. Zu dieser Entscheidung äußert sich Prof. Dr. Stefan Görres vom Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen im Interview mit dem Evangelischen Pressedienst. Lesen Sie den Beitrag unter:

https://www.epd.de/regional/niedersachsen-bremen/schwerpunkt/soziales/niedersachsen-will-umstrittene-pflegekammer

 

Kontakt:

Prof. Dr. Stefan Görres

Universität Bremen, Fachbereich 11 Human- und Gesundheitswissenschaften

Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)

Sprecher Abt. Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung

E-Mail: sgoerres@uni-bremen.de

https://www.ipp.uni-bremen.de/abteilungen/interdisziplinaere-alterns-und-pflegeforschung/

 

Der Bremer Pflegewissenschaftler Prof. Stefan Görres im Tagesgespräch-Interview

An vielen Orten werden Pflegekräfte verzweifelt gesucht. Verdi fordert als eine Maßnahme in den aktuellen Tarifverhandlungen mehr Geld für die Beschäftigten. Doch ist ein höheres Gehalt die einzige Lösung? Zum Personalmangel in der Pflege und weiteren Lösungsansätzen äußert sich Prof. Dr. Stefan Görres vom Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen im Interview mit Tagesgespräch auf Bayern 2. Schauen Sie den Beitrag unter:

https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/tagesgespraech-wie-den-oeffentlichen-dienst-attraktiver-machen,S9PfwNa

Contact:
Prof. Dr. Stefan Görres
University of Bremen
Faculty 11 Human and Health Sciences
Institute of Public Health und Nursing Research
Mail: sgoerres@uni-bremen.de
https://www.ipp.uni-bremen.de/abteilungen/interdisziplinaere-alterns-und-pflegeforschung/

Der Bremer Pflegewissenschaftler Prof. Stefan Görres im buten un binnen-Interview

Die Folgen der Corona-Maßnahmen sind auch in Pflegeheimen zu spüren. Hat darunter auch die Qualität der Pflege gelitten? Prof. Dr. Stefan Görres vom Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen bewertet im Interview mit buten un binnen die aktuelle Situation. Schauen und lesen Sie die Beiträge unter:

https://www.butenunbinnen.de/videos/gast-goerres-pflegeforscher-pflege-pflegeeinrichtung-corona-versorgung-100.html

https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/gesellschaft/pflegeheime-bewohner-lockdown-bremen-angehoerige-kontrollen-100.html

Kontakt:

Prof. Dr. Stefan Görres

Universität Bremen, Fachbereich 11 Human- und Gesundheitswissenschaften

Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)

Sprecher Abt. Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung

E-Mail: sgoerres@uni-bremen.de

https://www.ipp.uni-bremen.de/abteilungen/interdisziplinaere-alterns-und-pflegeforschung/