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New research projects and results, events, press releases and activities of the IPP.

Wissenswertes zur aktuellen Pflege- und Gesundheitsforschung am IPP

Die neuste Publikationsliste von Mitgliedern des Instituts für Public Health und Pflegeforschung (IPP) mit Beiträgen aus dem Zeitraum Januar-Dezember 2021 steht nun zum Download bereit. Sie bietet weiterführende Links zu den einzelnen Beiträgen, Interessierte haben die Möglichkeit direkt zu den jeweiligen Autorinnen und Autoren über die Mitgliederliste des IPP Kontakt aufzunehmen.

Zur Mitgliederliste

Publikationsliste 2021

Kontakt:
Heike Mertesacker MPH
Wissenschaftliche Geschäftsführung & Koordination IPP-Geschäftsstelle
Institut für Public Health und Pflegeforschung IPP),
Wissenschaftsschwerpunkt Healthsciences der Universität Bremen
Fachbereich 11 Human- und Gesundheitswissenschaften, Universität Bremen
Grazer Str. 4
D - 28359 Bremen
Phone: +49 421 218-68980 /-68880
E-Mail: hmertesa@uni-bremen.de
http://www.ipp.uni-bremen.de

PD Dr. Guido Schmiemann© IPP
PD Dr. Guido Schmiemann (IPP) erstellt Leitlinie zur Klimabewussten Verordnung von Inhalativa

Inhalatoren, die üblicherweise bei Lungenkrankheiten eingesetzt werden, wie zum Beispiel Asthmasprays, belasten durch ihre Treibmittel das Klima und haben einen großen CO2-Fußabdruck. Darauf weist der Gesundheitswissenschaftler und Arzt Guido Schmiemann vom Institut für Public Health und Pflegeforschung der Universität Bremen hin. Er möchte Ärzt:innen und Pflegekräfte dafür sensibilisieren, Alternativen zu verwenden, die deutlich klimafreundlicher und in den meisten Fällen ebenso wirksam sind.

Der Gesundheitswissenschaftler und Facharzt für Allgemeinmedizin Dr. Guido Schmiemann hat für die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin- und Familienmedizin (DEGAM) eine Leitlinie zur Klimabewussten Verordnung von Inhalativa erstellt. Die Leitlinie soll dazu dienen, Entscheidungsträger und Anwender im Gesundheitswesen, zum Beispiel in Praxen, Apotheken und Kliniken dafür zu sensibilisieren, dass sie mit ihren Verordnungen den Fußabdruck des Gesundheitswesens entscheidend beeinflussen.

Bei den inhalativen Arzneimitteln wird im Wesentlichen zwischen Dosieraerosolen, die Treibmittel enthalten und Pulverinhalatoren unterschieden.

„Treibmittel in den Sprays, die üblicherweise für die Behandlung von Lungenerkrankungen wie zum Beispiel Asthma oder COPD eingesetzt werden, haben einen großen Einfluss“, so Schmiemann. „Dabei haben wir mit sogenannten Pulverinhalatoren klimafreundliche Alternativen zur Verfügung. Die Umstellung auf eine klimafreundliche Verordnung ist in vielen Fällen möglich und stellt einen einfachen Weg dar, den C02 Abdruck des Gesundheitswesens zu reduzieren. Dazu soll unsere Leitlinie beitragen.“

Gesundheitswesen hat großen Anteil an CO2-Emissionen

Das Gesundheitswesen ist in Deutschland für circa 5 Prozent der CO2 Emissionen verantwortlich. In anderen Ländern tragen die Gesundheitssysteme zwischen 4 Prozent (England) und 10 Prozent (USA) zu den Emissionen bei. In den Hausarztpraxen verursacht die Verordnung von Medikamenten den größten CO2 Fußabdruck, gefolgt von Emissionen durch die Mobilität (Patient:innen und Personal) und Heizung. Das Einsparpotential allein bei Medikamenten sei somit sehr hoch, betont Schmiemann. „Zum Vergleich: Wenn ein Jahr lang Pulverinhalatoren statt Inhalatoren mit Treibmittel verordnet würden, entspräche das der Einsparung eines Kurzstreckenflugs.“

Klimawandel verstärkt Atemwegserkrankungen

Hinzu kommt, dass der Klimawandel sowie die damit verbundene hohe Feinstaubbelastung die Entstehung chronischer Atemwegserkrankungen begünstigt. Bereits heute gehören Asthma und COPD zu den häufigsten Erkrankungen - mit steigender Tendenz. Zu ihrer Therapie werden unterschiedliche Arten von inhalativen Arzneimitteln eingesetzt, die in unterschiedlicher Ausprägung zum Klimawandel beitragen.

Weitere Informationen:

https://www.degam.de/files/Inhalte/Leitlinien-Inhalte/Dokumente/DEGAM-S1-Handlungsempfehlung/053-059_%20Klimabewusste%20Verordnung%20von%20Inhalativa/053-059l_S1%20Klimabewusstes%20VO%20Inhalativa_16-05-2022.pdf

und

https://www.awmf.org/leitlinien/detail/anmeldung/1/ll/053-059.html

http://www.public-health.uni-bremen.de/pages/abteilung1/index.php

Kontakt:

PD Dr. Guido Schmiemann, MPH

Lektor/Lecturer

Institut für Public Health und Pflegeforschung

Abteilung 1: Versorgungsforschung/ Department for Health Services Research

Universität Bremen

E-Mail: schmiemann@uni-bremen.de

Telefon: +49 421-218 -68815

www.ipp.uni-bremen.de

Dr. Rehana Shrestha© Rehana Shrestha
Promotion of inter and transdisciplinary and collaborative global health research

Dr. Rehana Shrestha was elected to the GLORHA Steering Committee 2022-2024 due to her expertise in Global Health. She is postdoctoral researcher in the Institute for Public Health and Nursing Research (IPP), Department Social Epidemiology, at the University of Bremen within the project Leibniz ScienceCampus Digital Public Health (LSC DiPH).

19 experts representing biomedicine, public health, social sciences and humanities, engineering and other sciences were elected for a period of two years.

GLORHA stands for German Alliance for Global Health Research that aims to strengthen global health research through inter and transdisciplinary and collaborative global health research. It aims to enhance cross-sector collaboration and foster cooperation across institutions, disciplines, sectors, and countries by connecting researchers, supporting the next generation researchers, funding research projects and scientific events.

Further Information:

https://globalhealth.de/

Research of the Department of Social Epidemiology:

https://www.ipp.uni-bremen.de/departments/social-epidemiology/research-focuses/en/?

Contact:

Dr. Rehana Shrestha

Scientific Assistant

Institute of Public Health und Nursing Research

Department of Social Epidemiology

rehana@uni-bremen.de

https://www.ipp.uni-bremen.de/departments/social-epidemiology/en/?

Prof. Dr. Gerd Glaeske© Raphael Huenerfauth, Photothek.net
Trauer um Bremer Gesundheitswissenschaftler

Die Mitglieder des Fachbereichs 11 und des Instituts für Public Health und Pflegeforschung IPP der Universität Bremen trauern um den Bremer Gesundheitswissenschaftler Gerd Glaeske, der nach langer Krankheit im Alter von 77 Jahren verstorben ist.

Gerd Glaeske war Pharmakologe und seit 1999 Professor für Arzneimittelversorgungsforschung am Fachbereich 11 Human- und Gesundheitswissenschaften der Universität Bremen. Dort leitete er am SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik das Institut „Länger besser leben“ und war seit 2007 gemeinsam mit Prof. Heinz Rothgang Leiter der Abteilung Gesundheit, Pflege und Alterssicherung.  Zwischen 2003 und 2010 war Gerd Glaeske Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen.

Gerd Glaeske war dem IPP in besonderer Weise verbunden. So war er von 1998 – 2006 Mitglied im Direktorium des Zentrums für Public Health an der Universität Bremen, dem Vorläuferinstitut des IPP. 2005 gehörte Gerd Glaeske zu den Initiator:innen und Gründer:innen des Instituts für Public Health und Pflegeforschung IPP am Fachbereich 11, dem er ebenfalls als Mitglied des Direktoriums bis 2006 angehörte. Auch in den nächsten Jahren blieb Gerd Glaeske dem Fachbereich 11 und dem IPP in Forschung, Lehre sowie durch gemeinsame Veranstaltungen und Transferaktivitäten eng verbunden, so z.B. in dem gemeinsamen Forschungsprojekt zur Bedarfsgerechtigkeit der medizinischen Versorgung Pflegebedürftiger in Stationären Einrichtungen (MVP-STAT) (2017-2020).

Gerd Glaeske war ein herausragender Gesundheitswissenschaftler, der sich besonders den Themen Arzneimittelversorgung, Gesundheitspolitik, Qualität und Anwendungsbezug der Forschungsergebnisse widmete. Ein bedarfsgerechtes Versorgungssystem, die Bekämpfung von Über-, Unter- und Fehlversorgung, Evidenzbasierung der Versorgung und eine konsequente Orientierung an dem Nutzen für die Patient:innen waren ihm wichtige Anliegen in Forschung und Lehre. Zudem verstand er es hervorragend, Forschungsergebnisse verständlich zu kommunizieren, wodurch er viele relevante Themen in den Fokus der Öffentlichkeit rückte und an vielen Stellen zur nachhaltigen Verbesserung der Versorgungsstrukturen in Deutschland beigetragen hat.

Gerd Glaeske war ein überaus beliebter und hervorragender Hochschullehrer, dem es gelang, Generationen von Studierenden für die Gesundheitswissenschaft sowie für die Themen Gesundheitspolitik und evidenzbasierte Versorgungsgerechtigkeit zu begeistern und zur Grundlage ihrer beruflichen Entwicklung zu machen. 

Bremen verliert mit Gerd Glaeske einen überaus profilierten Gesundheitswissenschaftler, der wesentlich dazu beigetragen hat, Public Health an der Universität, im Bundesland Bremen und darüber hinaus breit zu etablieren und zukunftsorientiert zu entwickeln und der immer konsequent für bessere Versorgungsstrukturen gestritten hat.

Wir alle verlieren mit Gerd Glaeske einen überaus geschätzten Kollegen und Wegbegleiter, dessen fachliche Expertise, Inspiration und klare Haltung, nicht zuletzt seinen Humor und seine Mitmenschlichkeit wir sehr vermissen werden.  

Unser ausdrückliches Mitgefühl gilt seiner Familie und seinen Angehörigen.

Bremen, den 01.06.2022

Für das IPP: Prof. Dr. Gabriele Bolte, Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann, Prof. Dr. Ansgar Gerhardus (Direktorium des Instituts für Public Health und Pflegeforschung IPP) 

https://www.socium.uni-bremen.de/ueber-das-socium/aktuelles/?news=534#news534

Kontakt:

Prof. Dr. Gabriele Bolte

Geschäftsführende Direktorin des IPP

Universität Bremen

Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)

Abteilung Sozialepidemiologie

gabriele.bolte@uni-bremen.de

https://www.ipp.uni-bremen.de/abteilungen/sozialepidemiologie/

Heike Mertesacker MPH

Wissenschaftliche Geschäftsführung

Universität Bremen

Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)

hmertesa@uni-bremen.de

www.ipp.uni-bremen.de

Prof. K. Wolf-Ostermann, Dr. S. Stiefler© Prof. K. Wolf-Ostermann, Dr. S. Stiefler
Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann und Dr. Susanne Stiefler, Abteilung Pflegewissenschaftliche Versorgungforschung am IPP, sind Projektpart-nerinnen

Titelseite der IPP-Schriften 19© IPP
Prof. Dr. Gabriele Bolte und Dr. Jacqueline Hamilton veröffentlichen in der IPP-Schrift Forschungsergebnisse zur Bewertung und zur Erhöhung der Resilienz von Stadtquartieren und eine Arbeitshilfe für die kommunale Praxis

Prof. Dr. Gabriele Bolte and Dr. Jacqueline Hamilton successful in receiving funding in the funding line „Planetary Health“ of the German Federal Environmental Foundation (Deutsche Bundesstiftung Umwelt)

In April 2022, the interdisciplinary research project Integrated Indicator Set Urban Health started in the Department of Social Epidemiology of the Institute of Public Health and Nursing Research. The aim of the project is to develop an urban monitoring system that integrates sub-city data on the environmental, health and social situation of the population and records any changes relevant to health. To achieve this goal, Prof. Dr. Gabriele Bolte and Dr. Jacqueline Hamilton (public health expertise) are cooperating with BPW Stadtplanung (expertise in sustainable urban development). The project is funded by the German Federal Environmental Foundation (Deutsche Bundesstiftung Umwelt) as part of the funding line "Planetary Health.”

A standardized set of evidence-based indicators for urban health has been lacking in Germany. The new project aims to close this gap. In a first step, existing indicator sets and tools from other countries will be analysed regarding their applicability to urban sub-city areas in Germany, the data availability in different cities in Germany will be investigated, and indicators will be selected or developed further. Subsequently, a prototype for an interactive tool for the presentation of the indicators as well as guidance for municipalities on the practical implementation of the indicator set will be developed. In several phases of the project, feedback will be sought from experts from urban planning offices and consultancies as well as from relevant departments of selected cities.

This project builds on the results of the project: „A stress test for resilient neighbourhoods: The impact of epidemics on neighbourhoods and strategies to increase their resilience - the example of the SARS-CoV-2 pandemic in German cities.”

Further information on this completed project can be found here:

https://www.ipp.uni-bremen.de/departments/social-epidemiology/projects/en/?proj=826

Further information on the Department of Social Epidemiology’s research focus Urban Health can be found here:

https://www.ipp.uni-bremen.de/departments/social-epidemiology/research-focuses/

Contact:

Prof. Dr. Gabriele Bolte

Department of Social Epidemiology

Institute of Public Health and Nursing Research

gabriele.bolte@uni-bremen.de

Interdisziplinäre Perspektiven und Nutzung raumbezogener Regelwerke für eine gesunde Stadt

Prof. Dr. K. Wolf-Ostermann & Prof. Dr. S. Görres© Integrierte Gesundheitscampus Bremen (IGB)
Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann gave an informative interview for the third episode of the IGB podcast on the topics of academization of the nursing professions, community health nurses, and how society can benefit from academized nurses

Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann (@IPP_UniBremen) was a guest at the Integrated Health Campus Bremen (IGB) and spoke as a competent interview partner of the Institute of Public Health and Nursing Research (IPP) for the third podcast episode on the topics of academization of the nursing professions, community health care and the question of how society can benefit from academized nursing professionals.

The Institute of Public Health and Nursing Research is network partner of the Integrated Health Campus Bremen (IGB). The IGB sees itself as a strategic and creative link for a network of actors from the fields of health research, education of health and nursing professions, health economy and health care with the aim to make the area health and its experts in Bremen potentially more visible, to set impulses as an innovation center for an agile health region, to generate synergies and to bring the topic of health in the state of Bremen forward on the political agenda. You can find the podcast at the following link:

https://gesundheitscampusbremen.de/podcast/

Contact:

Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann

University of Bremen

Faculty 11 Human and Health Sciences

Institute of Public Health und Nursing Research

Department of Health Care Research

Mail: wolf-ostermann@uni-bremen.de

www.ipp.uni-bremen.de

 

Karin Wolf-Ostermann© Karin Wolf-Ostermann
Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann re-elected to the Board of the Ethics Committee of the German Nursing Association (DGP)

Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann is a member of the Institute for Public Health and Nursing Research (IPP) at the University of Bremen. She was re-elected to the board of the Ethics Committee of the German Nursing Science Association (DGP) with a clear majority.

The "Ethics Committee DGP e.V." was founded by the Ethics Section and the Board of the DGP as a nursing-specific ethics committee operating nationwide. It sees itself as a nursing-specific contribution to the spectrum of existing ethics committees in medicine, psychology, sociology, educational science and other scientific disciplines. The commission is intended for the ethical assessment of nursing and health science projects that do not have access to the existing ethics commissions or whose questions do not fit into the usual procedural grid.

The "Ethics Committee DGP e.V." brings together experts from the fields of ethics and research from different locations and disciplines within nursing.

In coordination and cooperation with the Ethics Section, the Ethics Committee conducts public relations and advisory work to raise awareness of ethical aspects in nursing research. It also develops information materials and brochures and trains multipliers.

Contact:

Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann

University of Bremen

Faculty 11 Human and Health Sciences

Institute of Public Health und Nursing Research

Department 7

Mail: wolf-ostermann@uni-bremen.de

www.ipp.uni-bremen.de