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New research projects and results, events, press releases and activities of the IPP.

Prof. Dr. Stefan Görres im Interview zum neuen Bewertungsinstrument für Pflegeeinrichtungen

Im Zuge des Pflegepersonal-Stärkungsgesetzes (PpSG) wurde zu Beginn des Jahres 2019 die Einführung eines neuen Systems zur Bewertung von Pflegeheimen beschlossen. Mit der alten MDK-Qualitätsprüfung fielen die Bewertungen häufig zu positiv und damit unrealistisch aus. Der am 01.10.2019 eingeführte Pflege-TÜV löst die bisherigen Pflegenoten ab und soll für mehr Transparenz bei der Bewertung von Heimen sorgen. Pflegebedürftige und ihre Familien sollen so leichter Qualitätsunterschiede zwischen Pflegeheimen erkennen können. Mithilfe des Pflege-TÜV sollen mehr als 13.000 deutsche Pflegeeinrichtungen aussagekräftiger als bislang bewertet werden.

Prof. Dr. Stefan Görres, Professor für Pflegewissenschaften im Institut für Public Health und Pflegeforschung an der Universität Bremen, hat sich am 01.10.2019 im Deutschlandradio dazu geäußert, wie sinnvoll der Pflege-TÜV aus seiner Sicht ist.

Hören Sie den Beitrag in der Sendung vom 01.10.19 um 17:08 in der Deutschlandradio-Mediathek unter:

http://srv.deutschlandradio.de/themes/dradio/script/aod/index.html

Kontakt:

Prof. Dr. Stefan Görres
Universität Bremen
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Fakultät 11 Human- und Gesundheitswissenschaften
Institut für Public Health und Pflegeforschung
Sprecher Abt. 3: Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung
Grazer Straße 4, 28359 Bremen

E-Mail: sgoerres@uni-bremen.de

Pflegewissenschaftliche Studien im Überblick – September 2019

Kunsttherapeutische Aktivitäten in der Pflege können dazu beitragen, die therapeutische Seite der Pflege zu profilieren, diese Arbeit zu unterstützen und sie in einer vielfältigen und innovativen Richtung zu entwickeln. Wie kunsttherapeutische Aktivitäten die Gesundheit von Pflegenden verbessern kann verdeutlicht Prof. Görres anhand drei pflegewissenschaftlicher Studien:
Forscher*innen aus Großbritannien veröffentlichten eine Studie, in der hinderliche und förderliche Faktoren für eine erfolgreiche Durchführung von künstlerischen Programmen in Pflegeheimen untersucht wurden. Es konnten folgende Aspekte herausgearbeitet werden: Kontextfaktoren, Erkennen von Bedürfnissen der Bewohner, Fördern von Beziehungen und Aufbau von Vertrauen.
Eine Studie, die von Forscher*innen in Taiwan durchgeführt wurde, testete die Wirksamkeit  von Kunsttherapie-Aktivitäten im Rahmen eines Gruppenprogramms zur Verringerung von Depressionen und zur Verbesserung des Selbstwertgefühls älterer Pflegeheimbewohner*innen. Die Ergebnisse zeigten, dass die Kunsttherapie Depressionen in der Interventionsgruppe lindern und das Selbstwertgefühl verbessern konnte.
Niederländische Forscher*innen, untersuchten ob und wie Pflegeheimbewohner mit Demenz auf eine interaktive Kunstinstallation reagieren und ob sich die Reaktionen ändern, wenn der Inhaltstyp und damit die Art der Interaktionen des Kunstwerkes sich verändert. Es zeigte sich, dass Kunst selbst bei Menschen mit einer schweren Demenz eine aktivierende Wirkung hervorrufen kann.

Görres, S. & Gräf, C. (2019). Kunsttherapie wirkt positiv 9/19, S. 26-27. Hannover: Vincentz Network.
Website: http://www.altenpflege-online.net/

Kontakt und Information:
Prof. Dr. Stefan Görres
Dekan FB 11
University of Bremen
Faculty 11 Human and Health Sciences
Institute of Public Health und Nursing Reseach
Grazer Straße 4, 28359 Bremen
Mail: sgoerres@uni-bremen.de

Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck© WFB Bremen/Jonas Ginter


Ingrid Darmann-Finck spricht im Interview darüber, was sie an ihrem Job begeistert, was Simulations-Apps auf dem Freimarkt zu suchen haben und wie wichtig die Verbesserungen von Pflegeausbildungen sind.

https://www.bremen.de/wissenschaft/wissenschaft-persoenlich-ingrid-darmann-finck

Kontakt:
Prof. Dr.Ingrid Darmann-Finck
darmann@uni-bremen.de
0421/218 68940

Glückwünsche der Hochschulleitung für Prof. Dr. Susanne Fleckinger (Bildmitte): Prof. Dr. Helmut Marquardt, Vizepräsident, Dr. Rolf Jäger, Geschäftsführer, Prof. Dr. Steffen Warmbold, Präsident und Prof. Dr. Barbara Zimmermann, Vizepräsidentin (von links)© hochschule 21
Wissenschaftlerin des IPP an die hochschule 21 in Buxtehude berufen

Am 18.09.2019 wurde Dr. Susanne Fleckinger zur Professorin für Pflegewissenschaft an der hochschule 21 in Buxtehude berufen. Bereits seit April dieses Jahres ist sie in Buxtehude Hochschullehrerin und hier stellvertretende Studiengangsleitung im B.Sc.-Studiengang Pflege DUAL. Am IPP ist die Wissenschaftlerin weiterhin in der Abteilung Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung (Prof. Dr. Stefan Görres) tätig.

Nach ihrer Ausbildung zur Krankenschwester in den Städtischen Kliniken Braunschweig hat Professorin Fleckinger für einige Jahre auf der Intensivstation der Elbe Kliniken am Standort Buxtehude gearbeitet. Danach war sie in der Beratung für schwerstkranke Menschen und ihre Angehörigen in Oldenburg beschäftigt und hat Weiterbildungen für Pflegefachkräfte und Ehrenamtliche in der Hospiz- und Palliativarbeit durchgeführt.

Im Anschluss hat Susanne Fleckinger mit einem Stipendium der Hans-Böckler-Stiftung Pflegewissenschaft und Gesundheitswissenschaften an der Universität Bremen und anschließend den Studiengang Gesundheit im Kontext sozialer Kohäsion an der Hochschule Emden studiert. Nach ihrem Masterabschluss entwickelte Frau Fleckinger als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Public Health und Pflegeforschung der Universität Bremen den berufsbegleitenden und weiterbildenden Masterstudiengang Palliative Care, den sie auch weiterhin leitet.  Parallel dazu hat Frau Fleckinger in den Jahren 2015-2018 zum wechselseitigen Arbeitsverhältnis von Haupt- und Ehrenamt in Palliative Care und Hospizarbeit an einem internationalen Doktorand*innen-Kolleg der Alpen-Adria-Universität in Wien promoviert.

Kontakt:

Prof. Dr. Susanne Fleckinger

Institut für Public Health und Pflegeforschung
Fachbereich Human- und Gesundheitswissenschaften

Universität Bremen

E-Mail: fleckinger@uni-bremen.de

www.ipp.uni-bremen.de

 

Prof. Dr. Susanne Fleckinger

Pflegewissenschaft

stellv. Studiengangsleitung Pflege DUAL

hochschule 21

Staatlich anerkannte private Fachhochschule

University of Applied Sciences

Harburger Straße 6

21614 Buxtehude

E-Mail: fleckinger@hs21.de

www.hs21.de

Prof. Stefan Görres zur Diskussion um die Pflegekammern

Über den Sinn und Zweck von Pflegekammern streitet die Branche vortrefflich. Warum sie der Schlüssel zu einem „Wir-Gefühl“ sein und die Pflege mit ihren Positionen und Forderungen deutlich stärken können, erläutert an dieser Stelle der Pflegewissenschaftler Prof. Stefan Görres vom Institut für Public Health und Pflegeforschung der Universität Bremen.
Lesen Sie den Beitrag hier
Görres, S. (2019). Pflegekammern können die Profession stärken. CAREkonkret. Ausg. 36, 06.09.2019, S. 4
www.carekonkret.net.

Kontakt:
Prof. Dr. Stefan Görres
Dekan FB 11
Universität Bremen
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Sprecher Abt. 3: Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung (iap)
Email: sgoerres@uni-bremen.de

Drogenkonsumraum Dortmund© aidshilfe dortmund e.v.
Prof. Dr. Henning Schmidt-Semisch, Dr. Katja Thane und Dr. Nadine Ochmann vom IPP der Universität Bremen erstellten Studie im Auftrag der Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz

Am 29. August 2019 haben Prof. Dr. Henning Schmidt-Semisch und Dr. Katja Thane vom Institut für Public Health und Pflegeforschung der Universität Bremen die Ergebnisse der von der Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz in Auftrag gegebenen „Machbarkeitsstudie zur Umsetzung eines Druckraumes (medizinisch begleiteter Konsum von Heroin) in Bremen präsentiert. Die Durchführung der Studie erfolgte im Zusammenhang mit dem „Sicherheitskonzept Hauptbahnhof“ Die Forscher*innen untersuchten einerseits, ob es in Bremen aus gesundheitspolitischer Perspektive einen Bedarf für einen Drogenkonsumraum gibt und inwieweit die Einrichtung eines solchen Raumes auch zu einer Verbesserung der Sicherheitssituation rund um den Bremer Hauptbahnhof beitragen kann. Andererseits stellte das Forscher*innenteam die Frage, wie ein adäquates Konzept für einen solchen Drogenkonsumraum (DKR) in Bremen aussehen könnte, welche Standorte dafür in Frage kämen und welche Kosten ein solches Projekt nach sich ziehen würde?

Die wichtigsten Ergebnisse sind:

  • Drogenkonsumräume sind eine in Deutschland seit 25 Jahren erprobte, effektive und effiziente Public Health-Maßnahme.
  • Aus Sicht der unterschiedlichen Akteure gibt es – fachlich betrachtet – einen Bedarf für einen DKR in Bremen.
  • Es ist zu erwarten, dass dadurch Infektionen, Überdosierungen und Drogentodesfälle verhindert, die Safer Use-Praktiken verbessert sowie die Motivation zur Aufnahme von Behandlung und Therapie gestärkt werden.
  • Zugleich ist zu erwarten, dass der öffentliche Raum von öffentlichem Drogenkonsum, Szeneansammlungen und entsprechenden Verunreinigungen entlastet wird.

Bremens Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz (SGFV), Claudia Bernhard, sprach sich in der Veranstaltung für die Einrichtung eines Drogenkonsumraums an einem zentralen Standort unweit des Hauptbahnhofs aus und sicherte zu, die nun erforderlichen Umsetzungsschritte auf den Weg zu bringen.

Die Machbarkeitsstudie ist im Rahmen der IPP-Schriftenreihe als Ausgabe 16 erschienen und steht hier zum Download bereit.

H. Schmidt-Semisch, K. Thane & N. Ochmann (2019). Machbarkeitsstudie zur Umsetzung eines Drogenkonsumraums in Bremen im Zusammenhang mit dem Sicherheitskonzept Hauptbahnhof im Auftrag der Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz. IPP-Schriften 16. Schriftenreihe des Instituts für Public Health und Pflegeforschung (IPP), Universität Bremen. Herausgebende: Direktorium des IPP (Prof. Dr. Gabriele Bolte, Prof. Dr. Ansgar Gerhardus, Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann).

ISSN 1867-1942 (Internetausg.)

Weitere Informationen unter:

Henkenberens, C. Warum es in Bremen einen sogenannten Drogenkonsumraum geben könnte. Machbarkeitsstudie vorgestellt. Weserkurier vom 29.08. 2019

https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadt_artikel,-warum-es-in-bremen-einen-sogenannten-drogenkonsumraum-geben-koennte-_arid,1856290.html

Pressemeldung der Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz vom 29.08.2019

https://www.senatspressestelle.bremen.de/detail.php?gsid=bremen146.c.323371.de&asl=bremen02.c.730.de

Kontakt und Information:

Prof. Dr. Henning Schmidt-Semisch

Dr. Katja Thane

Universität Bremen

Fachbereich 11 Human- und Gesundheitswissenschaften#

Institut für Public Health und Pflegeforschung

Abt. 6: Gesundheit & Gesellschaft

Email: schmidt-semisch@uni-bremen.de

Zur IPP-Schriften-Reihe: Das Direktorium des IPP gibt die Reihe „IPP-Schriften“ als Online-Ausgabe heraus. Hier werden Forschungsberichte, Gutachten, Tagungsbeiträge und Arbeitspapiere veröffentlicht und zum Download zur Verfügung gestellt. Ziel der Schriftenreihe ist es, zum Wissenschaftstransfer in den Bereichen Public Health und Pflegeforschung beizutragen und Forschungsergebnisse für Praxis, Politik und Verwaltung nutzbar zu machen. Verantwortlich im Sinne des Presserechtes für die publizierte Fassung der der IPP-Schriften sind die Autorinnen und Autoren der jeweiligen Ausgabe.

Download der Online-Ausgaben unter: https://www.ipp.uni-bremen.de/veroeffentlichungen/ipp-schriften/

ISSN: 1864-4546 (Printausgabe)

ISSN: 1867-1942 (Internetausg.)

Kontakt und Information:
Heike Mertesacker MPH
Wissenschaftliche Koordination IPP-Geschäftsstelle

Universität Bremen, Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
E-Mail: hmertesa@uni-bremen.de

v.l.n.r. Kathrin Seibert, Karin Wolf-Ostermann, Dominik Domhoff, Kai Huter© Karin Wolf-Ostermann
Forschungsergebnisse des IPP der Universität Bremen in Keynote auf der European Nursing Informatics und Vortrag auf der 2. Clusterkonferenz Zukunft der Pflege 2019 vorgestellt

Am 05.09.2019 präsentierte Pflegewissenschaftlerin Kathrin Seibert vom Institut für Public Health und Pflegeforschung der Universität Bremen erste Ergebnisse einer bundesweiten Studie zu den Erfahrungen und Bedarfen von Pflegenden mit innovativen Technologien in der ambulanten und stationären pflegerischen Versorgung im Rahmen eines Keynote-Vortrags auf dem Kongress für IT in der Pflege und den Gesundheitsberufen European Nursing Informatics 2019 in Flensburg. Am 16.09.2019 stellte sie die Studie, an der sich 1.335 Pflegefachkräfte aus ganz Deutschland beteiligten, auf der „2. Clusterkonferenz Zukunft der Pflege“ in Berlin vor.
Der Einsatz digitaler Technologien in der Pflege und im Gesundheitswesen gewinnt vor den sozio-demographischen Veränderungen unserer Gesellschaft zunehmend an Bedeutung. Als eine Möglichkeit, dem Fachkräftemangel in den Pflegeberufen zu begegnen, werden für innovative Technologien viele Potenziale und Lösungen diskutiert, die einerseits den Alltag in der Pflege erleichtern sollen und andererseits pflegbedürftige Menschen, deren Angehörige und Pflegende vor neue Herausforderungen stellen. Die Abteilung 7 des IPP der Universität Bremen forscht seit 2017 gemeinsam mit dem SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik der Universität Bremen, dem Oldenburger OFFIS - Institut für Informatik, der Universität Oldenburg und dem Hanse Institut Oldenburg in dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Cluster „Zukunft der Pflege“. Ziele des Forschungsprojektes sind der Aufbau eines Kompetenzzentrums für Innovationen in der Pflege, die Förderung der Entwicklung bedarfsgerechter technische Neuerungen zur Unterstützung der Pflege, die Erprobung von Produkten am Markt und aus Forschungsprojekten sowie der Transfer der Ergebnisse in Laboren und Showrooms für Fachöffentlichkeit und Aus- und Weiterbildung.
In der jetzt präsentierten Studie lud das Forschungsteam gut 19.000 Pflegedienstleitungen und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Pflegheimen, Pflegediensten, Tagespflegen und Krankenhäusern in ganz Deutschland dazu ein, an einer Online-Befragung teilzunehmen und führte vertiefende Gruppendiskussionen mit Pflegefach- und Leitungspersonen in Bremen, Berlin und München. Im Mittelpunkt standen die Erfahrungen und Bewertung bekannter digitaler Technologien hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf den pflegerischen Arbeitsalltag aber auch Gründe für die Nichtnutzung neuer Technologien sowie wiederkehrend problematische Situationen des Arbeitsalltags, die Ansatzpunkte und entwicklungspotenziale für den Einsatz neuer Technologien aufzeigen können.
Obwohl knapp 95 % der Teilnehmenden über praktische Erfahrungen mit neuen Technologien in der Pflege verfügen, zeigte sich großes Potenzial für die Entwicklung und den Einsatz von innovativen technischen Lösungen, die als robotische Systeme vor allem auf Kraftunterstützung und physische Entlastung der Pflegenden zielen. Deutlich wurde insbesondere auch der Wunsch nach partizipativer Entwicklung und eine generelle Offenheit gegenüber einer stärkeren Einbindung von Pflegenden in die Entwicklung und Testung digitaler Technologien. So ergeben sich Anschlusspunkte für künftige Forschungsaktivitäten des interdisziplinären Forschungsverbundes.

Die Studie wird unter dem Förderkennzeichen 16SV7821 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Kontakt:
Karin Wolf-Ostermann
Universität Bremen
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Grazer Straße 4
28359 Bremen
E-Mail: wolf-ostermann@uni-bremen.de

Studie von Prof. Dr. Stefan Görres zum Thema Missstände in der Pflege

Bericht unter: https://www.zqp.de/auswertung-tatort/

Die pflegerische Versorgung steht in Deutschland vor großen versorgungsstrukturellen Herausforderungen und weist zahlreiche Defizite auf, die unter anderem auf den Mangel an professionell Pflegenden zurückzuführen sind. „Pflegenotstand“ ist der gängige Begriff, der inzwischen als Synonym für die Misere in der Pflege steht, vor allem in der Altenpflege. Dies gilt für die stationäre Langzeitpflege ebenso wie für die ambulante Versorgung. Dabei wird die ambulante Pflege in der Öffentlichkeit weniger stark wahrgenommen, obwohl es hier ebenso wie im stationären Setting ungefähr 13.000 Anbieter in Deutschland gibt. Ein Grund dafür mag sein, dass die ambulante Pflege im häuslichen Bereich und mit einer hohen Beteiligung der Angehörigen stattfindet, in einer geschützten Privatsphäre also, die der Öffentlichkeit weniger zugänglich ist und mehr im Verborgenen bleibt. Dennoch lassen sich auch dort Versorgungsdefizite aufzeigen, die in der Dramatik kaum hinter denen der stationären Langzeitpflege zurückstehen. Der Bremen-Tatort „Im toten Winkel“ vom 11.03.2018 hat Schwächen des deutschen Pflegesystems in zugespitzter Form und schonungslos aufgedeckt. Mehr als zehn Millionen Menschen waren Zuschauer*innen dieses Tatorts und noch während des Films wurden in den sozialen Netzwerken umfangreiche Diskussionen ausgelöst. Laut Radio Bremen lobten die Nutzer*innen dabei insbesondere die realistische Darstellung, die sich nicht selten mit eigenen Erfahrungen deckte.
Diese Zuschauerreaktionen wurden Prof. Dr. Stefan Görres (Universität Bremen, Institut für Public Health und Pflegeforschung & Universität Bremen Campus GmbH, UBC-Zentrum für Alterns- und Pflegeforschung) im Auftrag des Zentrums für Qualität in der Pflege in einer Studie ausgewertet, deren Ergebnisse nun vorliegen. In der Studie werden mittels einer inhaltsanalytischen Auswertung wesentliche Schwerpunkte der Zuschauermeinungen in geclusteter Form dargestellt, analysiert und bewertet. So ist ein relativ umfassendes Meinungsprofil von Bürger*innen zum Thema „Pflege in Deutschland“ entstanden, das vielfältige Anknüpfungspunkte bietet.

Einzelexemplare der Studie (Printausgabe) können bezogen werden über:
Frau Christiane Degering-Machirus
Sekretariat Prof. Dr. Stefan Görres
Christiane Degering-Machirus
Grazer Str. 4
degering@uni-bremen.de
Tel.: +49 421 218-68901

Kontakt und Information:
Prof. Dr. Stefan Görres
Dekan FB 11
Universität Bremen
Mitglied des Direktoriums
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Sprecher Abt. 3: Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung Grazer Straße 4, 28359 Bremen
E-Mail: sgoerres@uni-bremen.de

Stefan Görres zu Gast im Tagesgespräch des BR vom 14.08.19

Bei der Pflege von Angehörigen plant Sozialminister Hubertus Heil weitreichende Entlastungen. Wenn das Geld des Betroffenen und die Mittel der Pflegeversicherung nicht reichen, können die Kinder zur Kasse gebeten werden - aber erst ab einem Jahreseinkommen von 100 000€. Der Städtetag schätzt deshalb, dass in neun von zehn Fällen Angehörige künftig nicht mehr an der Hilfe zur Pflege beteiligt werden und die Kommunen als Sozialhilfeträger dafür aufkommen müssen. Was hilft wirklich, um die Situation für die Betroffenen zu verbessern? Und wer soll die Kosten für die Altenpflege in Zukunft tragen?

Zu Gast bei Moderator Christoph Peerenboom im Tagesgespräch war Prof. Dr. Stefan Görres von der Uni Bremen. Er ist dort Professor am Institut für Public Health und Pflegeforschung IPP der Universität Bremen.

Zum Format der Sendung: Im Tagesgespräch können Zuschauer einem kompetenten Studiogast Fragen zu einem aktuellen Thema stellen und ihre Meinung äußern.

S. auch unter:  https://www.br.de/radio/bayern2/entlastungen-fuer-pflegende-angehoerige-was-wuenschen-sie-sich-100.html

Zum Podcast: https://www.br.de/mediathek/podcast/tagesgespraech/entlastungen-fuer-pflegende-angehoerige-was-wuenschen-sie-sich/1692243

Kontakt und Information:
Prof. Dr. Stefan Görres
Dekan FB 11
Universität Bremen
Mitglied des Direktoriums
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Sprecher Abt. 3: Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung
Grazer Straße 4, 28359 Bremen
E-Mail: sgoerres@uni-bremen.de

Wissenswertes zur aktuellen Pflege- und Gesundheitsforschung am IPP

Die neuste Publikationsliste mit Beiträgen aus dem Zeitraum April-Juni 2019 steht nun zum Download bereit. Sie bietet weiterführende Links zu den einzelnen Beiträgen, Interessierte haben die Möglichkeit direkt zu den jeweiligen Autorinnen und Autoren über die Mitgliederliste des IPP Kontakt aufzunehmen.

Zur Mitgliederliste

Publikationsliste 2./2019

Kontakt:
Heike Mertesacker MPH
Wissenschaftliche Geschäftsführung & Koordination IPP-Geschäftsstelle
Institut für Public Health und Pflegeforschung IPP),
Wissenschaftsschwerpunkt Healthsciences der Universität Bremen
Fachbereich 11 Human- und Gesundheitswissenschaften, Universität Bremen
Grazer Str. 4
D - 28359 Bremen
Phone: +49 421 218-68980 /-68880
E-Mail: hmertesa@uni-bremen.de
http://www.ipp.uni-bremen.de

www.healthsciences.uni-bremen.de