06.07.2018

Public-Health-Relevanz der Tabakkontrollpolitik: Führen Rauchverbote in öffentlichen Räumen zu einer Verlagerung des Rauchens nach Hause und zu einer häufigeren Belastung von Kindern?

Sarah Nanninga und Prof. Dr. Gabriele Bolte, Abteilung Sozialepidemiologie des IPP, veröffentlichen ein systematisches Review mit Metaanalyse internationaler Studien

Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation sterben weltweit ungefähr 600.000 Nichtrauchenden pro Jahr durch Passivrauchen. Eine besonders betroffene Gruppe sind dabei Kinder, da sie sich selbst nicht vor Tabakrauch schützen können. Schätzungsweise 40-50% der Kinder mit rauchenden Eltern atmen regelmäßig Tabakrauch ein. In der Diskussion bei der Einführung von Nichtraucherschutzgesetzen und damit einhergehenden Raucheinschränkungen oder Rauchverboten in der Gastronomie wurde oftmals als ein Gegenargument angeführt, dass Rauchverbote in öffentlichen Räumen zu einer Verlagerung des Rauchens in Privaträume führen würden. In einem systematischen Review wurde diese These nun erstmals von den Forscherinnen Sarah Nanninga und Prof. Dr. Gabriele Bolte von der Abteilung Sozialepidemiologie des Instituts für Public Health und Pflegeforschung der Universität Bremen speziell für die Tabakrauchbelastung von Kindern zuhause vor und nach Einführung von Rauchverboten in öffentlichen Räumen überprüft. Read more ...

29.06.2018
Soziale Ungleichheiten in Umweltbelastungen und -ressourcen: Aktualisierung und Erweiterung des WHO-Reports „Environmental Health Inequalities in Europe“

Soziale Ungleichheiten in Umweltbelastungen und -ressourcen: Aktualisierung und Erweiterung des WHO-Reports „Environmental Health Inequalities in Europe“

Prof. Gabriele Bolte berät als Expertin das WHO European Centre for Environment and Health

Im Jahr 2012 gab die WHO (World Health Organization, Regional Office for Europe) erstmals einen umfassenden Bericht zu sozialen Ungleichheiten in Umweltbelastungen und –ressourcen heraus. Derzeit arbeitet das European Centre for Environment and Health der WHO mit Expertinnen und Experten aus Europa zusammen um auf Basis neuer Daten diesen Bericht zu aktualisieren sowie neue Ungleichheitsindikatoren für umweltbezogene Gesundheit zu entwickeln. Prof. Gabriele Bolte nahm als eingeladene Expertin am 20. & 21.06.2018 an einem internationalen Workshop des European Centre for Environment and Health teil und präsentierte erste Ergebnisse der systematischen Reviews zu sozialen Ungleichheiten in Umweltbelastungen und -ressourcen in Europa. Read more ...

25.06.2018

Ingrid Darmann-Finck und Sabine Muths distanzieren sich von der Absenkung der Kompetenzanforderungen in der Altenpflege

Stellungnahme der Expertinnen an den Bundesgesundheitsminister geschickt

Seit über zweieinhalb Jahren sind Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck und Sabine Muths beratend für das Bundesministerium für Gesundheit tätig. U.a. haben sie an der Erstellung der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflege (PflAPrV) und an der Erarbeitung der Anlagen 1-5 mitgewirkt. Jetzt sind bei den Kompetenzen für die staatliche Prüfung für die Altenpflege massive Änderungen vorgenommen worden, - ohne die Expertinnen zu beteiligen. „Diese Reduktion führt zu einer Absenkung des Kompetenzniveaus der Altenpflegeausbildung gegenüber den anderen beiden Ausbildungen. Auf dieser Kompetenzgrundlage kann eine hochwertige pflegerische Versorgung von alten Menschen mit Berücksichtigung auch aktueller pflegewissenschaftlicher Erkenntnisse, nicht mehr ausreichend gewährleistet werden.“, betont Darmann-Finck. Read more ...