Aktuelles Abteilung 7: Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung

Prof. Zia Ul-Haq, Dr. Zohaib Kahn und weitere Mitglieder der Delegation der Khyber Medical University mit Prof. Hajo Zeeb (BIPS) und Prof. Karin Wolf-Ostermann (IPP)© IPP
Hochschulpartnerschaft geplant

Eine Delegation der Khyber Medical University aus Peshawar in Pakistan besucht derzeit im Rahmen eines DAAD-Programms das Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie BIPS, den Fachbereich 11 und das Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen. Diese Kooperation geht auf den ehemaligen Public Health Doktoranden Dr. Zohaib Khan zurück, der nach erfolgreichem Abschluss an der Uni Bremen wieder an seine Alma Mater zurückgekehrt ist. Aktuell arbeiten die pakistanischen Forscher, darunter der Dekan der Public Health Fakultät, Prof. Zia Ul-Haq, zusammen mit BIPS-Wissenschaftler*innen an einem Projekt zur Tabakkontrolle in Pakistan. Beim Gespräch mit dem Dekan des Fachbereiches 11, Prof. Dr. Stefan Görres (IPP) und Prof. Dr. Hajo Zeep (BIPS) am 20.06.19 wurde u.a. über Möglichkeiten der Zusammenarbeit bei der Betreuung von Dissertationen im Bereich Pflegewissenschaften diskutiert. Eine Hochschulpartnerschaft soll in der nächsten Zeit vereinbart werden. Die Mitglieder der Delegation besuchten im Fachbereich 11 auch das Institut für Public Health und Pflegeforschung und tauschten sich mit Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann (Mitglied des IPP-Direktoriums, Abt. Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung) über die Pflegewissenschaftlichen Studiengänge aus.

Kontakt und Information:
Prof. Dr. Stefan Görres
Universität Bremen
Dekan FB 11
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Sprecher Abt. 3: Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung
E-Mail: sgoerres@uni-bremen.de

Prof. Karin Wolf-Ostermann and Henrik Wiegelmann successfully took part in IAGG - ERC 2019 (International Association of Gerontology and Geriatrics- European Region Congress 2019)..Karin Wolf-Ostermann
Prof. Karin Wolf-Ostermann und Henrik Wiegelmann nahmen erfolgreich am IAGG - ERC 2019 teil.

Prof. Karin Wolf-Ostermann und Henrik Wiegelmann nahmen erfolgreich am IAGG - ERC 2019 (Internationaler Verband für Gerontologie und Geriatrie - Kongress der Europäischen Region 2019) teil. Prof. Wolf-Ostermann organisierte und moderierte das internationale Symposium  zum Thema „Best pathways in Care for People with Dementia and their Informal Caregivers“. Henrik Wiegelmann, Forscher am IPP, hielt einen Vortrag zur Forschungsfrage: Gibt es typische Dyaden von Menschen mit Demenz und ihren versorgenden Angehörigen? Ergebnisse einer latenten Klassenanalyse in häuslichen Versorgungsarrangements.

Kontakt:
Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann
Universität Bremen
FB 11 Human- und Gesundheitswissenschaften
Institut für Public Health und Pflegeforschung
Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung
E-Mail: wolf-ostermann@uni-bremen.de
www.ipp.uni-bremen.de

Prof. Karin Wolf-Ostermann und Prof. Ansgar Gerhardus vom IPP auf dem Kick-off Meeting des SHARED-Programms in RotterdamIsabelle van der Velpen
Unsere Projektpartner sind: Wroclaw Medizinische Universität Polen; Erasmus Medical Center Rotterdam Niederlande; Karolinska Institut Schweden; Radboud Universität Nijmegen Medical Center Niederlande; University College London UK; Universität von New Sout

Im Mai 2019 startete ein internationales Forschungsprojekt, das von den Professoren Karin Wolf-Ostermann und Ansgar Gerhardus vom IPP (Institut für Public Health and Nursing Research) initiiert worden war. Das Projekt SHARED (Social Health & REserve in the Dementia Patient Journey) ist ein Projekt mit gemischten Methoden, welches das Zusammenspiel von sozialer Gesundheit und bio-psychologischen Faktoren im Verlauf dementieller Beeinträchtigungen aufdecken und einen Rahmen für die Entwicklung von Interventionen im Gesundheits- und Sozialwesen entwickeln soll . An dem Projekt sind 5 Länder beteiligt: Polen, die Niederlande, Schweden, das Vereinigte Königreich und Australien. Das Projekt verwendet qualitative Methoden, um relevante soziale Faktoren und die Beziehungen zwischen kognitiver Reserve und Funktion zu identifizieren. Die aus 40 Studien verfügbaren Daten werden durch wiederholte und mehrstufige Messungen analysiert. Über diese verschiedenen Disziplinen und Arbeitspakete hinweg wird generiertes Wissen von der Universität Bremen und der Medizinischen Universität Wroclaw in ein Systemdynamikmodell zur Rolle der sozialen Gesundheit während der gesamten Patientenreise integriert. Es wird erwartet, dass das Modell über veränderbare Wege und Ziele für präventive Interventionen sowohl auf Bevölkerungsebene als auch auf individueller Ebene informiert. Das Projekt wurde im Mai 2019 gestartet und vom BMBF und dem EU-Gemeinschaftsprogramm - Neurodegenerative Disease Research (JPND) finanziert. Ergebnisse werden für 2022 erwartet.

Kontakt:
Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann
Universität Bremen
FB 11 Human- und Gesundheitswissenschaften
Institut für Public Health und Pflegeforschung
Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung
E-Mail: wolf-ostermann@uni-bremen.de
www.ipp.uni-bremen.de

Internationales Kick-off Treffen DISTINCT am 13.5.19 in London© Orii McDermott, Universität Nottingham
Demenz: Intersektorielles Strategie- und Trainings- und Innovationsnetzwerk für aktuelle Technologien

Karin Wolf-Ostermann, Professorin an der Fakultät für Human- und Gesundheitswissenschaften, wurde in das internationale Projekt DISTINCT (Demenz: Intersektorielles Strategie- und Trainings- und Innovationsnetzwerk für aktuelle Technologien) berufen. DISTINCT ist ein Projekt des von der EU finanzierten Marie Skłodowska-Curie-Netzwerks für Innovative Ausbildung (ITN). Das Projekt wird von der Universität Nottingham koordiniert und es sind 7 Länder beteiligt: ​​Großbritannien, Deutschland, Belgien, Niederlande, Spanien, Tschechische Republik und Irland. Das an der Universität Bremen angesiedelte Projekt lautet: „Smart-Home-Technologien zur Unterstützung des täglichen Lebens von Menschen mit Demenz und ihren Betreuern zur Verbesserung der Lebensqualität und der sozialen Teilhabe“. Das Projekt beinhaltet eine internationale Vollzeit-Doktorandenstelle an der Universität Bremen. Das DISTINCT-Netzwerk umfasst zehn weltweit führende Forschungseinrichtungen in Europa sowie IDES, ein Unternehmen für Technologie, Forschung und Pflege, sowie neun Partnerorganisationen, darunter Alzheimer Europe, Alzheimer's Disease International, die World Occupational Therapists Federation, zwei weitere große Universitäten und drei Unternehmen. DISTINCT arbeitet mit INTERDEM (Früherkennung und rechtzeitiges Eingreifen in DEMentia) zusammen, einer großen internationalen Organisation, die Schulungs- und Entwicklungsmöglichkeiten für Forscher auf allen akademischen Stufen ermöglicht, um Innovationen für die zukünftige Forschung in der Demenzversorgung zu entwickeln.
Übergeordnetes Forschungsziel des DISTINCT-Projekts ist die Verbesserung der Nutzbarkeit von Technologien in der Demenzversorgung durch Bewertung ihrer Wirksamkeit und die Untersuchung von Umsetzungsmöglichkeiten im Hinblick auf die soziale Gesundheit. Insgesamt 15 Nachwuchswissenschaftler*Innen (Early Stage Researchers, ESRs) werden im gesamten Netzwerk untergebracht und arbeiten in der Forschung, in einem netzwerkübergreifenden Schulungsprogramm, betreuen Aktivitäten zur Einbeziehung der Öffentlichkeit sowie die Zusammenarbeit mit Netzwerkpartnern durch kurzfristige Entsendungen in europäische Industrie- und Hochschullabore. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter: www.dementiadistinct.com. Anfragen richten Sie bitte an Karin Wolf-Ostermann (wolf-ostermann@uni-bremen.de).

Kontakt:
Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann
Universität Bremen
FB 11 Human- und Gesundheitswissenschaften
Institut für Public Health und Pflegeforschung
Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung
E-Mail: wolf-ostermann@uni-bremen.de
www.ipp.uni-bremen.de

NOVA University Lisbon /Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann, IPP (Institut für öffentliche Gesundheit und Pflegeforschung) @ YERUN-Workshop zu Gesundheit und Altern, Universität Nova de Lisboa© Rute Dinis de Sousa, Lisboa /NOVA University Lisbon
Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann vom IPP nahmteil.

Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann vom IPP (Institut für öffentliche Gesundheit und Pflegeforschung) nahm im Juni 2019 auf Einladung von YERUN an einem Workshop zu Gesundheit und Altern an der Universität Nova de Lisboa in Portugal teil. Das Young European Research Universities Network (YERUN) ist ein gemeinnütziger Zusammenschluss, der junge forschungsorientierte Universitäten in Europa zusammenbringt. YERUN vertritt 18 Universitäten aus 12 EU-Ländern, darunter die Universität Bremen. Der Forschungsworkshop diente als Instrument für YERUN-Partner, um Forschungsideen auszutauschen und ein besseres Verständnis für das komplementäre Fachwissen in der thematischen Forschung zu digitaler Gesundheit und neuen Technologien zu erlangen. Es werden Fachkenntnisse in den Bereichen Gesundheit, Wohlbefinden, Lebensstil, Altern und Geriatrie, Ingenieurwesen, Sensoren sowie die Entwicklung neuer wissenschaftlicher Techniken zur Analyse von Daten ausgetauscht. Darüber hinaus können neue Ideen für innovative Forschungsprojekte und Kooperationen entwickelt und in speziellen Aktionsplänen umgesetzt werden, um diese für zukünftige Aufrufe von Horizon Europe einzubringen.

Kontakt:
Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann
Universität Bremen
FB 11 Human- und Gesundheitswissenschaften
Institut für Public Health und Pflegeforschung
Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung
E-Mail: wolf-ostermann@uni-bremen.de
www.ipp.uni-bremen.de

Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann und Team entwickeln Konzept für die Qualitätssicherung in alternativen Wohnformen für Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf

Die intensive Diskussion der Umsetzungsprobleme alternativer Wohnkonzepte für Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf wie beispielsweise betreutes Wohnen oder Pflegewohngemeinschaften hat in den vergangenen Jahren zum Teil den Blick darauf verstellt, zu prüfen, ob diese Wohnmodelle auch wirklich bedarfsgerecht sind und notwendige qualitative Anforderungen erfüllen. Die zunehmende Verbreitung dieser neuen Wohnformen erforderte eine Systematisierung der Qualitätsdiskussion, die den besonderen Anforderungen verschiedener Wohnformtypen gerecht wird.
Der Gesetzgeber schrieb vor, dass mit dem Anfang 2017 in Kraft getretenen Dritten Pflegestärkungsgesetz (PSG III) die Vertragsparteien nach § 113 SGB XI fachlich unabhängige wissenschaftliche Einrichtungen oder Sachverständige damit beauftragen, ein Konzept für eine Qualitätssicherung in neuen Wohnformen zu entwickeln und zu erproben. Insbesondere waren Instrumente zur internen und externen Qualitätssicherung sowie für eine angemessene Qualitätsberichterstattung zu entwickeln und deren Eignung zu erproben.
Das Forschungsteam Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann, Kathrin Seibert und Susanne Stiefler der Abteilung 7 Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung des IPP in Kooperation mit dem Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) und der Prognos AG kamen diesem gesetzlichen Auftrag nach und entwickelten und erprobten ein Konzept für die Qualitätssicherung in neuen Wohnformen. Dabei wurden für fünf zentrale Qualitätsmerkmale Versorgungskontinuität, Nutzer*innenorientierung, Selbstbestimmung/ Selbstverantwortung, Koordination und Transparenz Qualitätskriterien entwickelt, die Gegenstand der Beratung sowie der internen Qualitätssicherung als auch einer externen Prüfung und Qualitätsberichterstattung sein können. Der Abschlussbericht wurde kürzlich auf der Homepage der Geschäftsstelle Qualitätsausschuss Pflege e.V. veröffentlicht.

Wolf-Ostermann, K., Kremer-Preiß, U., Hackmann, T. (2019): Entwicklung und Erprobung eines Konzeptes und von Instrumenten zur internen und externen Qualitätssicherung und Qualitätsberichterstattung in neuen Wohnformen nach § 113b Abs. 4 SGB XI. Abschlussbericht. Verfügbar unter: https://www.gs-qsa-pflege.de/wp-content/uploads/2019/04/20190117-Abschlussbericht-neue-Wohnformen.pdf [25.04.2019]

Kontakt
Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Universität Bremen
Tel.: +49 421 218- 68960
E-Mail: wolf-ostermann@uni-bremen.de

Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann©K. Wolf-Ostermann
Pressemitteilung der Universität Bremen

Menschen mit Demenz in ambulant betreuten Wohngemeinschaften sollen seltener ins Krankenhaus eingewiesen werden. Das ist Ziel eines Forschungsprojektes der Universitäten Bremen und Erlangen, das im März 2019 beginnt. Einbezogen werden Demenz-Wohngemeinschaften in Bremen, Bayern, Berlin und Hamburg. In Bremen verantwortet Karin Wolf-Ostermann, Professorin für Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung am Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP), das Projekt.

Der Gemeinsame Bundesausschuss, das oberste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung der Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Krankenkassen in Deutschland, fördert das praxisorientierte Forschungsvorhaben mit 1,3 Millionen Euro. Das Geld kommt aus dem Innovationsfonds für Versorgungsforschung.

Fokus auf Wohngemeinschaften
Ambulant betreute Wohngemeinschaften sind eine Wohnform für Menschen, auch mit Demenz, die in ihrer angestammten Häuslichkeit nicht mehr angemessen versorgt werden können, aber nicht in einem Pflegeheim leben möchten. Bewohnerinnen und Bewohner einer Demenz-Wohngemeinschaft werden durch professionelles Pflegepersonal betreut – gleichzeitig bleiben Angehörige eng eingebunden. Durch gemeinsame Alltagsaktivitäten kann eine familiäre Atmosphäre entstehen, die Möglichkeiten zu sozialer Teilhabe bietet.

Erhöhtes Krankenhaus Risiko
Dennoch haben Menschen mit Demenz ein erhöhtes Risiko für stationäre Krankenhausaufenthalte, die für sie oftmals besonders krisenhafte Belastungen mit starker Einschränkung der Lebensqualität darstellen. Sie gehen häufig mit gesundheitlichen Verschlechterungen einher. Zudem steigt das Risiko, danach noch stärker hilfs- und pflegebedürftig zu werden. Im Projekt sollen geeignete Maßnahmen angewandt werden, um die Lebensqualität zu verbessern, herausfordernde Verhaltensweisen wie beispielsweise Unruhe zu verringern, das Sturzrisiko zu senken und kognitive Fähigkeiten zu stabilisieren.

„Mehr Lebensqualität“
Um dieses Ziel zu erreichen, setzen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Team von Professorin Wolf-Ostermann (Universität Bremen) und Professor Elmar Gräßel (Universitätsklinikum Erlangen) auf Schulung des Pflegepersonals, frühzeitigen Einbezug der zuständigen Haus- und Fachärzte sowie spezielle Therapien, bei denen motorische und kognitive Fähigkeiten gezielt trainiert werden. Von den Ergebnissen des Forschungsprojektes könnten alle profitieren: zunächst die Menschen mit Demenz durch weniger Krankenhausaufenthalte und mehr Lebensqualität. Das entlaste wiederum die Angehörigen, die Pflegefachkräfte durch verbesserte Abläufe sowie die Demenz-Wohngemeinschaften selbst durch die Erweiterung um ein innovatives Angebot, so die Überzeugung der Projektverantwortlichen.

Fragen beantworten:
Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Universität Bremen
Tel.: +49 421 218- 68960
E-Mail: wolf-ostermann@uni-bremen.de

Prof. Dr. Elmar Gräßel
Zentrum für Medizinische Versorgungs-
Universitätsklinikum Erlangen
Tel.: +49 9131 8534810
E-Mail: elmar.graessel@uk-erlangen.de

Über das Institut für Public Health und Pflegeforschung IPP
Das Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen ist eines der größten Forschungsinstitute in diesem Bereich in Deutschland. 2005 wurde es als wissenschaftliche Einrichtung des Fachbereichs  Human- und Gesundheitswissenschaften gegründet. Inzwischen forschen und lehren in neun Abteilungen und Arbeitsgruppen mehr als 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Interdisziplinäre Gesundheits- und Pflegeforschung, forschungsorientierte Lehre in den gesundheits- und pflegewissenschaftlichen Studiengängen und Wissenschaftstransfer in Praxis, Politik und Gesellschaft: das sind die Aufgaben des IPP. Zentrales Ziel der Forschung ist die Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden der Bevölkerung.

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IPP(v.l.n.r.) Karin Wolf-Ostermann, Kathrin Seibert
IPP beteiligt an der ersten internationalen Konferenz der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft e.V.

Die Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft (DGP) e. V. hat am 04. & 05. Mai 2018 den 1. Internationale Pflegewissenschaftlichen Kongress in Deutschland erfolgreich durchgeführt. Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann vom Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen war als Mitglied des Organisationskomitees sowie des wissenschaftlichen Programmkomitees maßgeblich an der Organisation der Konferenz beteiligt. Prof. Dr. Wolf-Ostermann und ihr Team der Abteilung Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung am IPP präsentieren außerdem die Ergebnisse ihrer Forschungsprojekte in Vorträgen und Posterbeiträgen:

  • Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann organisierte ein internationales Symposium zum Thema „Green Care Farms“ und referierte Ergebnisse aus der Evaluation des Betreuungs- und Versorgungsangebotes „Bauernhöfe für Menschen mit Demenz“ zu Barrieren und begünstigenden Faktoren der Gründung von Green Care Farms aus Sicht bisheriger und zukünftiger Anbieter, stationärer und ambulanter Leistungserbringer, Selbsthilfe- und Betroffenenverbänden und potentiellen Nutzerinnen und Nutzern dieses Versorgungskonzeptes.
  • Methodische Fragestellungen griffen ein Posterbeitrag zu Beteiligung und Drop-out von Pflegenden in Längsschnittstudien sowie ein Vortrag zu Methoden der Risikoadjustierung in der Studie Modellhafte Pilotierung von Indikatoren in der stationären Pflege, die in Kooperation des IPP mit dem Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik (SOCIUM) und dem Kompetenzzentrum für Klinische Studien Bremen (KKSB) der Universität Bremen durchgeführt wurde.


Rund 200 Pflegewissenschaftler*innen aus 21 Nationen beteiligten sich an der für die von der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft e.V. ausgerichteten Konferenz, für die namhafte europäische Pflegewissenschaftler*innen als Keynote-Referent(inn)en gewonnen werden konnten. Die internationale Konferenz wurde durch die Robert Bosch-Stiftung unterstützt.

Ziele der Tagung waren:

  • ein Forum für den wissenschaftlichen Austausch etablierter Pflegewissenschaftler/innen zu bieten
  • in Deutschland den Internationalen Diskurs zur Pflegewissenschaft zu stärken
  • Pflegewissenschaft in Deutschland breit im internationalen Kontext zu diskutieren
  • relevante Ergebnisse zur Verbesserung der Versorgungssituation auf internationaler Ebene vorzustellen und zu diskutieren
  • methodische Herausforderungen der Pflegeforschung im europäischen Kontext zu diskutieren
  • die Pflege und Versorgung in Deutschland zu verbessern.


Der internationale Diskurs griff als Themenschwerpunkt die patientenorientierte Versorgung sowohl unter dem Blickwinkel der klinischen Versorgung (Anforderungen, Interventionen, Evaluation) als auch aus der Perspektive der Nutzerinnen und Nutzer vor dem Hintergrund der strukturellen Rahmenbedingungen und geeigneter Methoden und theoretischer Ansätze auf.

Die Konferenz soll künftig in zweijährigem Rhythmus stattfinden und dazu beitragen, die Pflegewissenschaft nach innen zu stärken und nach außen sichtbarer zu machen. Der publizierte Abstractband mit allen Beiträgen der Veranstaltung ist hier kostenfrei verfügbar.

Kontakt:
Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann
Universität Bremen
FB 11 Human- und Gesundheitswissenschaften
Institut für Public Health und Pflegeforschung
Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung
E-Mail: wolf-ostermann@uni-bremen.de

IPPv.l.n.r.: Karin Wolf-Ostermann, Abdullah Al-Maniri
Dr. Abdullah Al-Maniri / Oman Medical Specialty Board

Vom 9. bis 14. Oktober 2017 war Dr. Abdullah Al-Maniri vom Oman Medical Speciality Board zu Gast am Institut für Public Health und Pflegeforschung im Fachbereich 11 der Universität Bremen. Im Rahmen einer Gastdozentur und eines damit verbundenen Lehrauftrags hielt Abdullah Al-Maniri eine Blockveranstaltung zum Thema: "International Health care research" mit Schwerpunkt auf der arabischen Halbinsel (insbesondere Oman). Zusätzlich hat Dr. Al-Maniri einen interessanten Gastvortrag zum Thema „Road traffic injuries and risk factors in Oman“ präsentiert.

Kontakt

Institut für Public Health und Pflegeforschung

Abteilung 7: Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung

Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann

wolf-ostermann@uni-bremen.de

IPPv.l.n.r.: Dominik Domhof, Susanne Stiefler, Dirk Peschke, kabert
Beitrag auf dem 16. Deutschen Kongress für Versorgungsforschung (DKVF) am 04.-06.10.17

Anfang Oktober stellte das Team um Projektleiter Dr. Dirk Peschke in Berlin erste Ergebnisse der Studie „Beginn stationärer Langzeitpflege und seine Prädiktoren in der Versorgungs-, Wohn- und Unterstützungssituation – populationsbasierte Kohortenstudie (Heimeintritt vermeiden)“ vor. Mit anonymisierten Routinedaten von AOK-Versicherten sowie anonymisierten MDK-Erstgutachten zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit untersucht die retrospektive Studie die Versorgungsqualität von Pflegebedürftigen im ambulanten Setting über einen Zeitraum von zehn Jahren.

Die Ergebnispräsentation des Projektes beschäftigt sich mit der Frage, welchem Anteil an Versicherten die Pflegebegutachtungsdaten eindeutig (mittels deterministischer Verfahren) zugeordnet werden können. Für die Zusammenführung von Daten (Record Linkage) aus verschiedenen Sektoren des Gesundheitswesens liegt keine einheitliche Personenidentifikationsnummer vor, die ein einfaches Linkage ermöglicht. In Sekundärdatenanalysen, die Routinedaten aus unterschiedlichen Datensätzen zusammenführen, sind die für ein Linkage geeigneten Variablen jeweils neu zu spezifizieren und zu prüfen.

Auf dem unter der wissenschaftlichen Leitung des Deutschen Netzwerk Versorgungsforschung e.V. ausgerichtete Kongress mit dem Thema: „Zukunft Regionale Versorgung – Forschung, Innovation, Kooperation“ diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Ärzte und Ärztinnen, Vertreter und Vertreterinnen aus Krankenkassen, Verbänden sowie der Gesundheitspolitik die jüngsten Entwicklungen in der Versorgungsforschung.

Im nächsten Jahr findet der 17. DKVF findet vom 10.-12. Oktober 2018 unter dem Motto "Personenzentriert forschen, gestalten und versorgen" in der Urania in Berlin statt.

Kontakt:

Dr. Dirk Peschke, M.Sc. (Physiotherapy)

Universität Bremen
FB 11 Human- und Gesundheitswissenschaften

Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Abteilung 7: Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung


E-Mail: dpeschke@uni-bremen.de

http://www.ipp.uni-bremen.de/forschung/abteilung-7-pflegewissenschaftliche-versorgungsforschung/