Aktuelles Abteilung 7: Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung

Die Teilnehmer*innen des 2-tägigen Workshops am IPP©Karin Wolf-Ostermann
Europäisches Forschungsprojekt trifft sich an der Universität Bremen

Am 05.und 06. November 2019 kam eine Gruppe von insgesamt 17 Wissenschaftler*innen aus fünf Ländern für einen zweitägigen Workshop am IPP zusammen. Der Workshop ist Teil des internationalen Forschungsprojekts „Social Health and Reserve in the Dementia patient journey (SHARED)“, das am IPP von Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann und Prof. Dr. Ansgar Gerhardus geleitet wird. Das Projekt untersucht das bisher wenig erforschte Zusammenspiel zwischen Aspekten sozialer Gesundheit (z.B. Einfluss sozialer Netzwerke, Beziehungsnähe oder –qualität, sozialer Inklusion) und biologischen und psychologischen Faktoren bei Demenz. Ziel der Bremer Arbeitsgruppe ist es in Kooperation mit anderen Wissenschaftler*innen alle verfügbaren Informationen und Wissensbestände zum Thema zusammenzutragen und ein Modell zu entwickeln, das die Ursachen der Demenzentwicklung abbildet. In dem Workshop wurden mithilfe einer  partizipativen Methode, dem sog. „Group Model Building“ die Grundlagen für dieses Modell gelegt.

Kontakt:
Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann
Universität Bremen
Institut für Public Health und Pflegeforschung
Abteilung 7: Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung
Raum: A2040
Grazer Straße 4
28359 Bremen
Email: wolf-ostermann@uni-bremen.de

Viktoria Hoel© Viktoria Hoel


Seit dem 01.10.19 ist Viktoria Hoel Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung 7 des Instituts für Public Health und Pflegeforschung der Universität Bremen. Viktoria Hoel kommt aus Norwegen, um die internationale Vollzeit-Doktorandenstelle an der Fakultät für Human- und Gesundheitswissenschaften zu besetzen. Sie arbeitet im internationalen Projekt DISTINCT (Dementia: Intersectorial Strategy for Training und Innovation Network for Current Technology). DISTINCT ist ein Projekt im Rahmen des von Europa finanzierten Marie Skłodowska-Curie-Netzwerks für innovatives Training (ITN). Insgesamt 15 Nachwuchsforscher*innen (Early Stage Researchers, ESRs) werden im gesamten Netzwerk untergebracht sein und an diesem europaweiten Projekt teilnehmen, bei dem Viktoria eine der erfolgreichen Bewerber*innen ist. Das Projekt wird von der Universität Nottingham koordiniert und in 7 Ländern durchgeführt: Großbritannien, Deutschland, Belgien, Niederlande, Spanien, Tschechische Republik und Irland. Die Projektleiterin an der Universität Bremen ist Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann. Das Bremer Projekt befasst sich mit „Smart-Home-Technologien“, die das tägliche Leben von Demenzkranken und ihren informellen Betreuern unterstützen, um die Lebensqualität und die soziale Teilhabe zu verbessern.
Viktoria Hoel hat einen Master in Gesundheitsökonomie, Politik und Management und lernte Deutschland kennen und lieben, als sie an die Universität Hamburg ging. Sie hat bereits Erfahrungen als wissenschaftliche Mitarbeiterin im EU-finanzierten internationalen Projekt SUSTAIN (Nachhaltige integrierte maßgeschneiderte Versorgung älterer Menschen in Europa) gesammelt, die ihr Interesse an der Forschung im Bereich Public Health geweckt haben. Jetzt freut sie sich über die Chance, an einer herausragenden Universität und in einem exzellenten und internationalen Forschungsumfeld am IPP zu arbeiten sowie Bremen als neue Heimatstadt zu haben.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an:
Viktoria Hoel
hoel@uni-bremen.de
Universität Bremen
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP), Abt. 7
www.ipp.uni-bremen.de

v.l.n.r. Kathrin Seibert, Karin Wolf-Ostermann, Dominik Domhoff, Kai Huter© Karin Wolf-Ostermann
Forschungsergebnisse des IPP der Universität Bremen in Keynote auf der European Nursing Informatics und Vortrag auf der 2. Clusterkonferenz Zukunft der Pflege 2019 vorgestellt

Am 05.09.2019 präsentierte Pflegewissenschaftlerin Kathrin Seibert vom Institut für Public Health und Pflegeforschung der Universität Bremen erste Ergebnisse einer bundesweiten Studie zu den Erfahrungen und Bedarfen von Pflegenden mit innovativen Technologien in der ambulanten und stationären pflegerischen Versorgung im Rahmen eines Keynote-Vortrags auf dem Kongress für IT in der Pflege und den Gesundheitsberufen European Nursing Informatics 2019 in Flensburg. Am 16.09.2019 stellte sie die Studie, an der sich 1.335 Pflegefachkräfte aus ganz Deutschland beteiligten, auf der „2. Clusterkonferenz Zukunft der Pflege“ in Berlin vor.
Der Einsatz digitaler Technologien in der Pflege und im Gesundheitswesen gewinnt vor den sozio-demographischen Veränderungen unserer Gesellschaft zunehmend an Bedeutung. Als eine Möglichkeit, dem Fachkräftemangel in den Pflegeberufen zu begegnen, werden für innovative Technologien viele Potenziale und Lösungen diskutiert, die einerseits den Alltag in der Pflege erleichtern sollen und andererseits pflegbedürftige Menschen, deren Angehörige und Pflegende vor neue Herausforderungen stellen. Die Abteilung 7 des IPP der Universität Bremen forscht seit 2017 gemeinsam mit dem SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik der Universität Bremen, dem Oldenburger OFFIS - Institut für Informatik, der Universität Oldenburg und dem Hanse Institut Oldenburg in dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Cluster „Zukunft der Pflege“. Ziele des Forschungsprojektes sind der Aufbau eines Kompetenzzentrums für Innovationen in der Pflege, die Förderung der Entwicklung bedarfsgerechter technische Neuerungen zur Unterstützung der Pflege, die Erprobung von Produkten am Markt und aus Forschungsprojekten sowie der Transfer der Ergebnisse in Laboren und Showrooms für Fachöffentlichkeit und Aus- und Weiterbildung.
In der jetzt präsentierten Studie lud das Forschungsteam gut 19.000 Pflegedienstleitungen und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Pflegheimen, Pflegediensten, Tagespflegen und Krankenhäusern in ganz Deutschland dazu ein, an einer Online-Befragung teilzunehmen und führte vertiefende Gruppendiskussionen mit Pflegefach- und Leitungspersonen in Bremen, Berlin und München. Im Mittelpunkt standen die Erfahrungen und Bewertung bekannter digitaler Technologien hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf den pflegerischen Arbeitsalltag aber auch Gründe für die Nichtnutzung neuer Technologien sowie wiederkehrend problematische Situationen des Arbeitsalltags, die Ansatzpunkte und entwicklungspotenziale für den Einsatz neuer Technologien aufzeigen können.
Obwohl knapp 95 % der Teilnehmenden über praktische Erfahrungen mit neuen Technologien in der Pflege verfügen, zeigte sich großes Potenzial für die Entwicklung und den Einsatz von innovativen technischen Lösungen, die als robotische Systeme vor allem auf Kraftunterstützung und physische Entlastung der Pflegenden zielen. Deutlich wurde insbesondere auch der Wunsch nach partizipativer Entwicklung und eine generelle Offenheit gegenüber einer stärkeren Einbindung von Pflegenden in die Entwicklung und Testung digitaler Technologien. So ergeben sich Anschlusspunkte für künftige Forschungsaktivitäten des interdisziplinären Forschungsverbundes.

Die Studie wird unter dem Förderkennzeichen 16SV7821 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Kontakt:
Karin Wolf-Ostermann
Universität Bremen
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Grazer Straße 4
28359 Bremen
E-Mail: wolf-ostermann@uni-bremen.de

Prof. Zia Ul-Haq, Dr. Zohaib Kahn und weitere Mitglieder der Delegation der Khyber Medical University mit Prof. Hajo Zeeb (BIPS) und Prof. Karin Wolf-Ostermann (IPP)© IPP
Hochschulpartnerschaft geplant

Eine Delegation der Khyber Medical University aus Peshawar in Pakistan besucht derzeit im Rahmen eines DAAD-Programms das Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie BIPS, den Fachbereich 11 und das Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen. Diese Kooperation geht auf den ehemaligen Public Health Doktoranden Dr. Zohaib Khan zurück, der nach erfolgreichem Abschluss an der Uni Bremen wieder an seine Alma Mater zurückgekehrt ist. Aktuell arbeiten die pakistanischen Forscher, darunter der Dekan der Public Health Fakultät, Prof. Zia Ul-Haq, zusammen mit BIPS-Wissenschaftler*innen an einem Projekt zur Tabakkontrolle in Pakistan. Beim Gespräch mit dem Dekan des Fachbereiches 11, Prof. Dr. Stefan Görres (IPP) und Prof. Dr. Hajo Zeep (BIPS) am 20.06.19 wurde u.a. über Möglichkeiten der Zusammenarbeit bei der Betreuung von Dissertationen im Bereich Pflegewissenschaften diskutiert. Eine Hochschulpartnerschaft soll in der nächsten Zeit vereinbart werden. Die Mitglieder der Delegation besuchten im Fachbereich 11 auch das Institut für Public Health und Pflegeforschung und tauschten sich mit Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann (Mitglied des IPP-Direktoriums, Abt. Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung) über die Pflegewissenschaftlichen Studiengänge aus.

Kontakt und Information:
Prof. Dr. Stefan Görres
Universität Bremen
Dekan FB 11
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Sprecher Abt. 3: Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung
E-Mail: sgoerres@uni-bremen.de

Prof. Karin Wolf-Ostermann and Henrik Wiegelmann successfully took part in IAGG - ERC 2019 (International Association of Gerontology and Geriatrics- European Region Congress 2019)..Karin Wolf-Ostermann
Prof. Karin Wolf-Ostermann und Henrik Wiegelmann nahmen erfolgreich am IAGG - ERC 2019 teil.

Prof. Karin Wolf-Ostermann und Henrik Wiegelmann nahmen erfolgreich am IAGG - ERC 2019 (Internationaler Verband für Gerontologie und Geriatrie - Kongress der Europäischen Region 2019) teil. Prof. Wolf-Ostermann organisierte und moderierte das internationale Symposium  zum Thema „Best pathways in Care for People with Dementia and their Informal Caregivers“. Henrik Wiegelmann, Forscher am IPP, hielt einen Vortrag zur Forschungsfrage: Gibt es typische Dyaden von Menschen mit Demenz und ihren versorgenden Angehörigen? Ergebnisse einer latenten Klassenanalyse in häuslichen Versorgungsarrangements.

Kontakt:
Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann
Universität Bremen
FB 11 Human- und Gesundheitswissenschaften
Institut für Public Health und Pflegeforschung
Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung
E-Mail: wolf-ostermann@uni-bremen.de
www.ipp.uni-bremen.de

Prof. Karin Wolf-Ostermann und Prof. Ansgar Gerhardus vom IPP auf dem Kick-off Meeting des SHARED-Programms in RotterdamIsabelle van der Velpen
Unsere Projektpartner sind: Wroclaw Medizinische Universität Polen; Erasmus Medical Center Rotterdam Niederlande; Karolinska Institut Schweden; Radboud Universität Nijmegen Medical Center Niederlande; University College London UK; Universität von New Sout

Im Mai 2019 startete ein internationales Forschungsprojekt, das von den Professoren Karin Wolf-Ostermann und Ansgar Gerhardus vom IPP (Institut für Public Health and Nursing Research) initiiert worden war. Das Projekt SHARED (Social Health & REserve in the Dementia Patient Journey) ist ein Projekt mit gemischten Methoden, welches das Zusammenspiel von sozialer Gesundheit und bio-psychologischen Faktoren im Verlauf dementieller Beeinträchtigungen aufdecken und einen Rahmen für die Entwicklung von Interventionen im Gesundheits- und Sozialwesen entwickeln soll . An dem Projekt sind 5 Länder beteiligt: Polen, die Niederlande, Schweden, das Vereinigte Königreich und Australien. Das Projekt verwendet qualitative Methoden, um relevante soziale Faktoren und die Beziehungen zwischen kognitiver Reserve und Funktion zu identifizieren. Die aus 40 Studien verfügbaren Daten werden durch wiederholte und mehrstufige Messungen analysiert. Über diese verschiedenen Disziplinen und Arbeitspakete hinweg wird generiertes Wissen von der Universität Bremen und der Medizinischen Universität Wroclaw in ein Systemdynamikmodell zur Rolle der sozialen Gesundheit während der gesamten Patientenreise integriert. Es wird erwartet, dass das Modell über veränderbare Wege und Ziele für präventive Interventionen sowohl auf Bevölkerungsebene als auch auf individueller Ebene informiert. Das Projekt wurde im Mai 2019 gestartet und vom BMBF und dem EU-Gemeinschaftsprogramm - Neurodegenerative Disease Research (JPND) finanziert. Ergebnisse werden für 2022 erwartet.

Kontakt:
Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann
Universität Bremen
FB 11 Human- und Gesundheitswissenschaften
Institut für Public Health und Pflegeforschung
Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung
E-Mail: wolf-ostermann@uni-bremen.de
www.ipp.uni-bremen.de

Internationales Kick-off Treffen DISTINCT am 13.5.19 in London© Orii McDermott, Universität Nottingham
Demenz: Intersektorielles Strategie- und Trainings- und Innovationsnetzwerk für aktuelle Technologien

Karin Wolf-Ostermann, Professorin an der Fakultät für Human- und Gesundheitswissenschaften, wurde in das internationale Projekt DISTINCT (Demenz: Intersektorielles Strategie- und Trainings- und Innovationsnetzwerk für aktuelle Technologien) berufen. DISTINCT ist ein Projekt des von der EU finanzierten Marie Skłodowska-Curie-Netzwerks für Innovative Ausbildung (ITN). Das Projekt wird von der Universität Nottingham koordiniert und es sind 7 Länder beteiligt: ​​Großbritannien, Deutschland, Belgien, Niederlande, Spanien, Tschechische Republik und Irland. Das an der Universität Bremen angesiedelte Projekt lautet: „Smart-Home-Technologien zur Unterstützung des täglichen Lebens von Menschen mit Demenz und ihren Betreuern zur Verbesserung der Lebensqualität und der sozialen Teilhabe“. Das Projekt beinhaltet eine internationale Vollzeit-Doktorandenstelle an der Universität Bremen. Das DISTINCT-Netzwerk umfasst zehn weltweit führende Forschungseinrichtungen in Europa sowie IDES, ein Unternehmen für Technologie, Forschung und Pflege, sowie neun Partnerorganisationen, darunter Alzheimer Europe, Alzheimer's Disease International, die World Occupational Therapists Federation, zwei weitere große Universitäten und drei Unternehmen. DISTINCT arbeitet mit INTERDEM (Früherkennung und rechtzeitiges Eingreifen in DEMentia) zusammen, einer großen internationalen Organisation, die Schulungs- und Entwicklungsmöglichkeiten für Forscher auf allen akademischen Stufen ermöglicht, um Innovationen für die zukünftige Forschung in der Demenzversorgung zu entwickeln.
Übergeordnetes Forschungsziel des DISTINCT-Projekts ist die Verbesserung der Nutzbarkeit von Technologien in der Demenzversorgung durch Bewertung ihrer Wirksamkeit und die Untersuchung von Umsetzungsmöglichkeiten im Hinblick auf die soziale Gesundheit. Insgesamt 15 Nachwuchswissenschaftler*Innen (Early Stage Researchers, ESRs) werden im gesamten Netzwerk untergebracht und arbeiten in der Forschung, in einem netzwerkübergreifenden Schulungsprogramm, betreuen Aktivitäten zur Einbeziehung der Öffentlichkeit sowie die Zusammenarbeit mit Netzwerkpartnern durch kurzfristige Entsendungen in europäische Industrie- und Hochschullabore. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter: www.dementiadistinct.com. Anfragen richten Sie bitte an Karin Wolf-Ostermann (wolf-ostermann@uni-bremen.de).

Kontakt:
Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann
Universität Bremen
FB 11 Human- und Gesundheitswissenschaften
Institut für Public Health und Pflegeforschung
Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung
E-Mail: wolf-ostermann@uni-bremen.de
www.ipp.uni-bremen.de

NOVA University Lisbon /Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann, IPP (Institut für öffentliche Gesundheit und Pflegeforschung) @ YERUN-Workshop zu Gesundheit und Altern, Universität Nova de Lisboa© Rute Dinis de Sousa, Lisboa /NOVA University Lisbon
Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann vom IPP nahmteil.

Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann vom IPP (Institut für öffentliche Gesundheit und Pflegeforschung) nahm im Juni 2019 auf Einladung von YERUN an einem Workshop zu Gesundheit und Altern an der Universität Nova de Lisboa in Portugal teil. Das Young European Research Universities Network (YERUN) ist ein gemeinnütziger Zusammenschluss, der junge forschungsorientierte Universitäten in Europa zusammenbringt. YERUN vertritt 18 Universitäten aus 12 EU-Ländern, darunter die Universität Bremen. Der Forschungsworkshop diente als Instrument für YERUN-Partner, um Forschungsideen auszutauschen und ein besseres Verständnis für das komplementäre Fachwissen in der thematischen Forschung zu digitaler Gesundheit und neuen Technologien zu erlangen. Es werden Fachkenntnisse in den Bereichen Gesundheit, Wohlbefinden, Lebensstil, Altern und Geriatrie, Ingenieurwesen, Sensoren sowie die Entwicklung neuer wissenschaftlicher Techniken zur Analyse von Daten ausgetauscht. Darüber hinaus können neue Ideen für innovative Forschungsprojekte und Kooperationen entwickelt und in speziellen Aktionsplänen umgesetzt werden, um diese für zukünftige Aufrufe von Horizon Europe einzubringen.

Kontakt:
Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann
Universität Bremen
FB 11 Human- und Gesundheitswissenschaften
Institut für Public Health und Pflegeforschung
Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung
E-Mail: wolf-ostermann@uni-bremen.de
www.ipp.uni-bremen.de

Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann und Team entwickeln Konzept für die Qualitätssicherung in alternativen Wohnformen für Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf

Die intensive Diskussion der Umsetzungsprobleme alternativer Wohnkonzepte für Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf wie beispielsweise betreutes Wohnen oder Pflegewohngemeinschaften hat in den vergangenen Jahren zum Teil den Blick darauf verstellt, zu prüfen, ob diese Wohnmodelle auch wirklich bedarfsgerecht sind und notwendige qualitative Anforderungen erfüllen. Die zunehmende Verbreitung dieser neuen Wohnformen erforderte eine Systematisierung der Qualitätsdiskussion, die den besonderen Anforderungen verschiedener Wohnformtypen gerecht wird.
Der Gesetzgeber schrieb vor, dass mit dem Anfang 2017 in Kraft getretenen Dritten Pflegestärkungsgesetz (PSG III) die Vertragsparteien nach § 113 SGB XI fachlich unabhängige wissenschaftliche Einrichtungen oder Sachverständige damit beauftragen, ein Konzept für eine Qualitätssicherung in neuen Wohnformen zu entwickeln und zu erproben. Insbesondere waren Instrumente zur internen und externen Qualitätssicherung sowie für eine angemessene Qualitätsberichterstattung zu entwickeln und deren Eignung zu erproben.
Das Forschungsteam Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann, Kathrin Seibert und Susanne Stiefler der Abteilung 7 Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung des IPP in Kooperation mit dem Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) und der Prognos AG kamen diesem gesetzlichen Auftrag nach und entwickelten und erprobten ein Konzept für die Qualitätssicherung in neuen Wohnformen. Dabei wurden für fünf zentrale Qualitätsmerkmale Versorgungskontinuität, Nutzer*innenorientierung, Selbstbestimmung/ Selbstverantwortung, Koordination und Transparenz Qualitätskriterien entwickelt, die Gegenstand der Beratung sowie der internen Qualitätssicherung als auch einer externen Prüfung und Qualitätsberichterstattung sein können. Der Abschlussbericht wurde kürzlich auf der Homepage der Geschäftsstelle Qualitätsausschuss Pflege e.V. veröffentlicht.

Wolf-Ostermann, K., Kremer-Preiß, U., Hackmann, T. (2019): Entwicklung und Erprobung eines Konzeptes und von Instrumenten zur internen und externen Qualitätssicherung und Qualitätsberichterstattung in neuen Wohnformen nach § 113b Abs. 4 SGB XI. Abschlussbericht. Verfügbar unter: https://www.gs-qsa-pflege.de/wp-content/uploads/2019/04/20190117-Abschlussbericht-neue-Wohnformen.pdf [25.04.2019]

Kontakt
Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Universität Bremen
Tel.: +49 421 218- 68960
E-Mail: wolf-ostermann@uni-bremen.de

Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann©K. Wolf-Ostermann
Pressemitteilung der Universität Bremen

Menschen mit Demenz in ambulant betreuten Wohngemeinschaften sollen seltener ins Krankenhaus eingewiesen werden. Das ist Ziel eines Forschungsprojektes der Universitäten Bremen und Erlangen, das im März 2019 beginnt. Einbezogen werden Demenz-Wohngemeinschaften in Bremen, Bayern, Berlin und Hamburg. In Bremen verantwortet Karin Wolf-Ostermann, Professorin für Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung am Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP), das Projekt.

Der Gemeinsame Bundesausschuss, das oberste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung der Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Krankenkassen in Deutschland, fördert das praxisorientierte Forschungsvorhaben mit 1,3 Millionen Euro. Das Geld kommt aus dem Innovationsfonds für Versorgungsforschung.

Fokus auf Wohngemeinschaften
Ambulant betreute Wohngemeinschaften sind eine Wohnform für Menschen, auch mit Demenz, die in ihrer angestammten Häuslichkeit nicht mehr angemessen versorgt werden können, aber nicht in einem Pflegeheim leben möchten. Bewohnerinnen und Bewohner einer Demenz-Wohngemeinschaft werden durch professionelles Pflegepersonal betreut – gleichzeitig bleiben Angehörige eng eingebunden. Durch gemeinsame Alltagsaktivitäten kann eine familiäre Atmosphäre entstehen, die Möglichkeiten zu sozialer Teilhabe bietet.

Erhöhtes Krankenhaus Risiko
Dennoch haben Menschen mit Demenz ein erhöhtes Risiko für stationäre Krankenhausaufenthalte, die für sie oftmals besonders krisenhafte Belastungen mit starker Einschränkung der Lebensqualität darstellen. Sie gehen häufig mit gesundheitlichen Verschlechterungen einher. Zudem steigt das Risiko, danach noch stärker hilfs- und pflegebedürftig zu werden. Im Projekt sollen geeignete Maßnahmen angewandt werden, um die Lebensqualität zu verbessern, herausfordernde Verhaltensweisen wie beispielsweise Unruhe zu verringern, das Sturzrisiko zu senken und kognitive Fähigkeiten zu stabilisieren.

„Mehr Lebensqualität“
Um dieses Ziel zu erreichen, setzen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Team von Professorin Wolf-Ostermann (Universität Bremen) und Professor Elmar Gräßel (Universitätsklinikum Erlangen) auf Schulung des Pflegepersonals, frühzeitigen Einbezug der zuständigen Haus- und Fachärzte sowie spezielle Therapien, bei denen motorische und kognitive Fähigkeiten gezielt trainiert werden. Von den Ergebnissen des Forschungsprojektes könnten alle profitieren: zunächst die Menschen mit Demenz durch weniger Krankenhausaufenthalte und mehr Lebensqualität. Das entlaste wiederum die Angehörigen, die Pflegefachkräfte durch verbesserte Abläufe sowie die Demenz-Wohngemeinschaften selbst durch die Erweiterung um ein innovatives Angebot, so die Überzeugung der Projektverantwortlichen.

Fragen beantworten:
Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Universität Bremen
Tel.: +49 421 218- 68960
E-Mail: wolf-ostermann@uni-bremen.de

Prof. Dr. Elmar Gräßel
Zentrum für Medizinische Versorgungs-
Universitätsklinikum Erlangen
Tel.: +49 9131 8534810
E-Mail: elmar.graessel@uk-erlangen.de

Über das Institut für Public Health und Pflegeforschung IPP
Das Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen ist eines der größten Forschungsinstitute in diesem Bereich in Deutschland. 2005 wurde es als wissenschaftliche Einrichtung des Fachbereichs  Human- und Gesundheitswissenschaften gegründet. Inzwischen forschen und lehren in neun Abteilungen und Arbeitsgruppen mehr als 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Interdisziplinäre Gesundheits- und Pflegeforschung, forschungsorientierte Lehre in den gesundheits- und pflegewissenschaftlichen Studiengängen und Wissenschaftstransfer in Praxis, Politik und Gesellschaft: das sind die Aufgaben des IPP. Zentrales Ziel der Forschung ist die Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden der Bevölkerung.

http://www.ipp.uni-bremen.de
www.healthsciences.uni-bremen.de

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