Aktuelles Abteilung 3: Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung

Prof. Stefan Görres zur Diskussion um die Pflegekammern

Über den Sinn und Zweck von Pflegekammern streitet die Branche vortrefflich. Warum sie der Schlüssel zu einem „Wir-Gefühl“ sein und die Pflege mit ihren Positionen und Forderungen deutlich stärken können, erläutert an dieser Stelle der Pflegewissenschaftler Prof. Stefan Görres vom Institut für Public Health und Pflegeforschung der Universität Bremen.
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Görres, S. (2019). Pflegekammern können die Profession stärken. CAREkonkret. Ausg. 36, 06.09.2019, S. 4
www.carekonkret.net.

Kontakt:
Prof. Dr. Stefan Görres
Dekan FB 11
Universität Bremen
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Sprecher Abt. 3: Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung (iap)
Email: sgoerres@uni-bremen.de

Studie von Prof. Dr. Stefan Görres zum Thema Missstände in der Pflege

Bericht unter: https://www.zqp.de/auswertung-tatort/

Die pflegerische Versorgung steht in Deutschland vor großen versorgungsstrukturellen Herausforderungen und weist zahlreiche Defizite auf, die unter anderem auf den Mangel an professionell Pflegenden zurückzuführen sind. „Pflegenotstand“ ist der gängige Begriff, der inzwischen als Synonym für die Misere in der Pflege steht, vor allem in der Altenpflege. Dies gilt für die stationäre Langzeitpflege ebenso wie für die ambulante Versorgung. Dabei wird die ambulante Pflege in der Öffentlichkeit weniger stark wahrgenommen, obwohl es hier ebenso wie im stationären Setting ungefähr 13.000 Anbieter in Deutschland gibt. Ein Grund dafür mag sein, dass die ambulante Pflege im häuslichen Bereich und mit einer hohen Beteiligung der Angehörigen stattfindet, in einer geschützten Privatsphäre also, die der Öffentlichkeit weniger zugänglich ist und mehr im Verborgenen bleibt. Dennoch lassen sich auch dort Versorgungsdefizite aufzeigen, die in der Dramatik kaum hinter denen der stationären Langzeitpflege zurückstehen. Der Bremen-Tatort „Im toten Winkel“ vom 11.03.2018 hat Schwächen des deutschen Pflegesystems in zugespitzter Form und schonungslos aufgedeckt. Mehr als zehn Millionen Menschen waren Zuschauer*innen dieses Tatorts und noch während des Films wurden in den sozialen Netzwerken umfangreiche Diskussionen ausgelöst. Laut Radio Bremen lobten die Nutzer*innen dabei insbesondere die realistische Darstellung, die sich nicht selten mit eigenen Erfahrungen deckte.
Diese Zuschauerreaktionen wurden Prof. Dr. Stefan Görres (Universität Bremen, Institut für Public Health und Pflegeforschung & Universität Bremen Campus GmbH, UBC-Zentrum für Alterns- und Pflegeforschung) im Auftrag des Zentrums für Qualität in der Pflege in einer Studie ausgewertet, deren Ergebnisse nun vorliegen. In der Studie werden mittels einer inhaltsanalytischen Auswertung wesentliche Schwerpunkte der Zuschauermeinungen in geclusteter Form dargestellt, analysiert und bewertet. So ist ein relativ umfassendes Meinungsprofil von Bürger*innen zum Thema „Pflege in Deutschland“ entstanden, das vielfältige Anknüpfungspunkte bietet.

Einzelexemplare der Studie (Printausgabe) können bezogen werden über:
Frau Christiane Degering-Machirus
Sekretariat Prof. Dr. Stefan Görres
Christiane Degering-Machirus
Grazer Str. 4
degering@uni-bremen.de
Tel.: +49 421 218-68901

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Prof. Dr. Stefan Görres
Dekan FB 11
Universität Bremen
Mitglied des Direktoriums
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Sprecher Abt. 3: Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung Grazer Straße 4, 28359 Bremen
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Stefan Görres zu Gast im Tagesgespräch des BR vom 14.08.19

Bei der Pflege von Angehörigen plant Sozialminister Hubertus Heil weitreichende Entlastungen. Wenn das Geld des Betroffenen und die Mittel der Pflegeversicherung nicht reichen, können die Kinder zur Kasse gebeten werden - aber erst ab einem Jahreseinkommen von 100 000€. Der Städtetag schätzt deshalb, dass in neun von zehn Fällen Angehörige künftig nicht mehr an der Hilfe zur Pflege beteiligt werden und die Kommunen als Sozialhilfeträger dafür aufkommen müssen. Was hilft wirklich, um die Situation für die Betroffenen zu verbessern? Und wer soll die Kosten für die Altenpflege in Zukunft tragen?

Zu Gast bei Moderator Christoph Peerenboom im Tagesgespräch war Prof. Dr. Stefan Görres von der Uni Bremen. Er ist dort Professor am Institut für Public Health und Pflegeforschung IPP der Universität Bremen.

Zum Format der Sendung: Im Tagesgespräch können Zuschauer einem kompetenten Studiogast Fragen zu einem aktuellen Thema stellen und ihre Meinung äußern.

S. auch unter:  https://www.br.de/radio/bayern2/entlastungen-fuer-pflegende-angehoerige-was-wuenschen-sie-sich-100.html

Zum Podcast: https://www.br.de/mediathek/podcast/tagesgespraech/entlastungen-fuer-pflegende-angehoerige-was-wuenschen-sie-sich/1692243

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Prof. Dr. Stefan Görres
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IPP Info 16© IPP
16. Ausgabe des IPP-Info zu aktuellem Schwerpunktthema neu erschienen

Das IPP-Info 16 widmet sich mit der interdisziplinären Katastrophenforschung einem hochaktuellen Thema: Die Zahl der Katastrophen nimmt weltweit zu. Nach Daten der UNDP (United Nations Development Programme) haben mindestens 75% der Menschen in der Welt bereits ein Katastrophenereignis durchleben müssen. Untersuchungen zeigen, dass zwi­schen 2001 und 2011 im Durchschnitt 107.000 Menschen pro Jahr starben und insgesamt 268 Millionen Menschen betroffen waren. Hinzu kommt Schätzungen zufolge, dass ca. 300 Millionen Menschen weltweit in unsicheren oder von Gewalt geprägten Gebieten leben. Auch Deutschland ist von Katastrophen betroffen: Überflutungen, Hitzeperioden, Schneestürme, Epidemien oder auch Massenunfälle und Terrorismusbedrohungen.
Seit einigen Jahren befasst sich die Abteilung 3 des Instituts für Public Health und Pflegeforschung (IPP), Universität Bremen unter der Leitung von Prof. Dr. Görres mit diesem Gegenstand. Mit dem vorliegenden IPP-Info soll die Zielsetzung verfolgt werden, den internationalen Diskurs anzuregen, das Thema für die Gesundheits- und Pflegewissenschaften in Deutschland zu erschließen, die Forschungsintensitäten zu verstärken und den wissenschaftlichen Nachwuchs für diesen forschungsstrategisch wichtigen und wachsenden Schwerpunkt zu interessieren. Die acht Beiträge zum Schwerpunktthema sind z.T. aus dem vom Team des IPP organisierten internationalen Kongress Future Challenges for Global Disaster Risk Management im Rahmen der 5. Konferenz der World Society of Disaster Nursing (WSDN) vom 17.-19. Oktober 2018 in Bremen heraus entstanden. Sie zeigen einen kleinen Ausschnitt der Bandbreite dieses zukunftsträchtigen Forschungsgebietes. Sie thematisieren u.a. relevante Forschungsthemen und –methoden, innovative Technologien, die Einbeziehung freiwilliger Helfer*innen sowie digitale Voraussetzungen zur Unterstützung der Katastrophenhilfe.
In den anschließenden Rubriken erfahren Sie wie immer Aktuelles aus dem Institut für Public Health und Pflegeforschung zu den Bereichen Forschung, Lehre und Transfer.
Die Herausgebenden und die IPP-Info-Redaktion wünschen eine anregende Lektüre!

Online-Ausgabe des IPP-Infos 16 mit Literaturangaben unter:
http://www.ipp.uni-bremen.de/veroeffentlichungen/ipp-info/

IPP-Info 16: Schwerpunktthema: Katastrophenforschung interdisziplinär.
13. Jahrgang
Bremen: Universität Bremen

ISSN 1864-4074 (Printausgabe)

ISSN 1864-452X (Internetausgabe)

Kontakt & Information

Redaktion:

Prof. Dr. Stefan Görres, Dekan des Fachbereichs 11, Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP), Universität Bremen
Mail: sgoerres@uni-bremen.de

Paulina Meinecke M.A., Heike Mertesacker MPH, (Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP), Fachbereich 11, Universität Bremen

Herausgebende:
Direktorium des Instituts für Public Health und Pflegeforschung, Universität Bremen: Prof. Dr. Gabriele Bolte (Geschäftsführende Direktorin), Prof. Karin Wolf-Ostermann, Prof. Dr. Ansgar Gerhardus.

Bestelladresse Printausgabe:
Neli Perchemlieva (Sekretariat/ Verwaltung), Geschäftsstelle Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP), Fachbereich 11, Universität Bremen.
Tel.: +49 421 218 68880
Mail: neli.perchemlieva@uni-bremen.de
www.ipp.uni-bremen.de

Kontakt:
Heike Mertesacker MPH
Wissenschaftliche Geschäftsführung & Koordination
Institut für Public Health und Pflegeforschung IPP (Geschäftsstelle)
Fachbereich 11 Human- und Gesundheitswissenschaften, Universität Bremen
E-Mail: hmertesa@uni-bremen.de
http://www.ipp.uni-bremen.de
www.healthsciences.uni-bremen.de

Prof. Zia Ul-Haq, Dr. Zohaib Kahn und weitere Mitglieder der Delegation der Khyber Medical University mit Prof. Hajo Zeeb (BIPS) und Prof. Karin Wolf-Ostermann (IPP)© IPP
Hochschulpartnerschaft geplant

Eine Delegation der Khyber Medical University aus Peshawar in Pakistan besucht derzeit im Rahmen eines DAAD-Programms das Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie BIPS, den Fachbereich 11 und das Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen. Diese Kooperation geht auf den ehemaligen Public Health Doktoranden Dr. Zohaib Khan zurück, der nach erfolgreichem Abschluss an der Uni Bremen wieder an seine Alma Mater zurückgekehrt ist. Aktuell arbeiten die pakistanischen Forscher, darunter der Dekan der Public Health Fakultät, Prof. Zia Ul-Haq, zusammen mit BIPS-Wissenschaftler*innen an einem Projekt zur Tabakkontrolle in Pakistan. Beim Gespräch mit dem Dekan des Fachbereiches 11, Prof. Dr. Stefan Görres (IPP) und Prof. Dr. Hajo Zeep (BIPS) am 20.06.19 wurde u.a. über Möglichkeiten der Zusammenarbeit bei der Betreuung von Dissertationen im Bereich Pflegewissenschaften diskutiert. Eine Hochschulpartnerschaft soll in der nächsten Zeit vereinbart werden. Die Mitglieder der Delegation besuchten im Fachbereich 11 auch das Institut für Public Health und Pflegeforschung und tauschten sich mit Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann (Mitglied des IPP-Direktoriums, Abt. Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung) über die Pflegewissenschaftlichen Studiengänge aus.

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Prof. Dr. Stefan Görres
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Pflegewissenschaftliche Studien im Überblick – Juni 2019

In der stationären Langzeitpflege ist die Förderung von Kommunikation besonders wichtig. Für Pflegende und Angehörige sind oft große Anstrengungen und Herausforderungen damit verbunden, „richtig“ zu kommunizieren. Wie man die Kommunikation in der Pflege unterstützen und fördern kann, verdeutlicht Prof. Görres anhand drei pflegewissenschaftlicher Studien:
US-amerikanische Forscher*innen veröffentlichten eine Studie, in welcher sie ein Tool zur Verbesserung der Kommunikationsqualität und Pflege für Pflegeheimbewohner testeten („Goals of Care“, GOC). Es zeigten sich im Vergleich zur Kontrollgruppe ein besseres Verständnis der Vormünder für pflegerische Ziele, eine verbesserte Kommunikationsqualität unter allen Beteiligten, mehr Maßnahmen der Palliativpflege in den Pflegeplänen und eine Reduzierung der Krankenhauseinweisungen.
Eine Studie, die in Norwegen durchgeführt wurde, evaluierte die Implementierung einer „Advanced Care Planning“ (ACP) Intervention in Pflegeheimen. Die Forschungsergebnisse zeigten, dass bei 62% der Heimbewohner*Innen aus der Interventionsgruppe ACP erfolgreich implementiert wurde. Die Pflegenden betonten die gewonnene Klarheit in ihren Routinen, Rollen und Verantwortlichkeiten sowie den verbesserten Kontakt zu den Angehörigen.
US-amerikanische Forscher*innen, untersuchten die Auswirkungen eines Kommunikationstrainings (Changing Talk - CHAT) auf Pflegende und Pflegeheimbewohner. Es zeigten sich durch das Training eine Reduzierung der Verwendung von „Elderspeak“ um 37,5% und eine Reduzierung von widerstandsfähigem-Verhalten von Menschen mit Demenz um 29,2% zum Studienbeginn.

Görres, S. & Gräf, C. (2019). Kommunikation: Basis für gute Pflege, Altenpflege 6/19, S. 28-29.
Hannover: Vincentz Network.
Website: http://www.altenpflege-online.net/

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