Events

Place:


Berlin

Weitere Informationen zur Absage des Kongresses Armut und Gesundheit 2020 s. unter:  https://www.armut-und-gesundheit.de/

Zwei Fachforen zu geschlechtersensibler Public Health-Forschung der Verbundprojekte INGER und AdvanceGender

Gender-Schwerpunkt des Kongresses Armut und Gesundheit

Der diesjährige Public Health-Kongress „Armut und Gesundheit“, der vom 08. bis 10.03.2020 in Berlin stattfindet, hat das Motto „POLITIK MACHT GESUNDHEIT. GENDER IM FOKUS“.
Passend zu diesem Kongress-Motto ist die Abteilung Sozialepidemiologie des IPP mit ihrem Forschungsschwerpunkt geschlechtersensible Public Health-Forschung gleich mit zwei Fachforen vertreten:
(1) Innovative Ansätze für die Integration von Geschlecht in die quantitative Gesundheitsforschung: Das Verbundprojekt INGER
(2) Wie können intersektionale Ansätze zu einer geschlechtersensiblen Gesundheitsforschung und Gesundheitsberichterstattung beitragen? Ergebnisse des Verbundprojektes AdvanceGender

Zu Fachforum (1) / Verbundprojekt INGER:
Hintergrund: Die Kategorie Geschlecht spielt eine zentrale Rolle bei sozial bedingten Ungleichheiten von Gesundheitschancen. Jedoch fehlt bisher in der quantitativen Gesundheitsforschung eine umfassende, gendertheoretisch fundierte Berücksichtigung der vielfältigen biologischen und sozialen Geschlechterdimensionen. Methode: Das BMBF-geförderte Verbundprojekt INGER hat zum Ziel, innovative Methoden für eine geschlechtersensible quantitative Gesundheitsforschung mit Bezug auf gendertheoretische Ansätze (Embodiment, Intersektionalität) interdisziplinär zu entwickeln und im Themenfeld Umwelt & Gesundheit zu erproben. Ergebnisse: Quantitative Forschung zu umweltbezogener Gesundheit berücksichtigt Geschlecht bisher lediglich als binäres individuelles Merkmal. Im INGER-Verbund wurde ein multidimensionales Geschlechterkonzept aus Intersektionalitätsperspektive entwickelt. Dessen Operationalisierung wurde mit spezifischen Fragebogenmodulen für die Kohortenstudie KORA und für die Querschnittstudie der Umweltprobenbank in 2019 erprobt. Multivariable statistische Analyseverfahren werden eingesetzt um den Erkenntnisgewinn zur Bedeutung von Geschlecht für Gesundheit abzuschätzen. Diskussion: Das in INGER entwickelte Geschlechterkonzept wird zu einer Verankerung der Intersektionalitäts- und Embodimentperspektive in der quantitativen Gesundheitsforschung beitragen. Die Erkenntnisse aus INGER sollen zu einer Verbesserung von Gesundheitsberichterstattung, Gesundheitsförderung und Gesundheitsschutz im Bereich Umwelt & Gesundheit führen. Sie können im Sinne des Health in All Policies-Ansatzes für verschiedene Ressorts wie Umwelt, Verkehr, Stadtplanung und Verbraucherschutz relevant sein.

Die Abteilung Sozialepidemiologie des IPP koordiniert INGER.
Nähere Informationen zu dem Projekt finden Sie hier: https://www.uni-bremen.de/inger/

Zu Fachforum (2) / Verbundprojekt AdvanceGender:
Hintergrund: Die Gesundheitsberichterstattung (GBE) des Bundes stellt kontinuierlich Informationen zur gesundheitlichen Lage der Bevölkerung für eine breite Leserschaft bereit. Geschlecht wird in diesem Zusammenhang in erster Linie als dichotomes Merkmal dargestellt. Intersektionale Ansätze brechen diese Vorstellung von Zweigeschlechtlichkeit auf und verdeutlichen die Verwobenheit sozialer Differenzkategorien wie Geschlecht mit Ethnizität oder Sexualität. Dabei wird oftmals die gleichwertige Bedeutung aller Kategorien betont. Das Verbundprojekt AdvanceGender zeigt verschiedene Möglichkeiten auf, intersektionale Ansätze in die gesundheitswissenschaftliche Forschung zu integrieren. Das Fachforum bietet somit eine Plattform, die Position von Geschlecht in intersektionalen Ansätzen anhand von Ergebnissen des Verbundes gemeinsam zu diskutieren. Projektbeschreibung: Ziel von AdvanceGender ist es, Ansätze der Intersektionalität zu nutzen, um Methoden für eine geschlechtersensible Gesundheitsforschung und GBE zu entwickeln. In drei Teilprojekten wird die Teilnahme in populationsbasierten Studien (AdvanceRecruitment), Methoden der quantitativen Datenanalyse (AdvanceDataAnalysis), sowie die Kommunikation von Befunden in der GBE (AdvanceHealthReport) untersucht. Ergebnisse: Es werden die Forschungsergebnisse der Nutzung verschiedener Konzepte von Intersektionalität im jeweiligen Themengebiet der Teilprojekte dargestellt. Diskussionsbeitrag: Konzepte der Intersektionalität eröffnen wichtige Perspektiven für eine geschlechtersensible Gesundheitsforschung und GBE. Ob und inwiefern Geschlecht dabei als Ausgangspunkt gesetzt werden kann, wird zur Diskussion gestellt.

Die Abteilung Sozialepidemiologie des IPP führt das Teilprojekt AdvanceDataAnalysis durch.
Nähere Informationen zu dem Projekt finden Sie hier: https://www.ipp.uni-bremen.de/forschung/abteilung-5-sozialepidemiologie/projekte/laufende-projekte/?proj=725&page=1

Kontakt:
Prof. Dr. Gabriele Bolte
Abteilung Sozialepidemiologie
Institut für Public Health und Pflegeforschung
gabriele.bolte@uni-bremen.de

Place:


Bremen
Contact Person:

Due to the continuing spread of the worldwide corona viruses epidemie the EquiP Summer School 2020 has to be cancelled.

We hope that we can offer a Summer School in 2021.


PD Dr. Guido Schmieman, Member of the Institute of Public Health and Nursing Research is one of the organizer.
A 4-day residential seminar combining lectures, small group work and feedback on quality and safety in Primary Care.
For junior doctors going to qualify as GPs as well as researchers in Family Practice/Health Services Research. You will be trained and coached by experienced European family doctors and researchers.

The Summer School aims to:

  • give an overview into different aspects of quality in primary care
  • learn about the situation in other European countries
  • join inspiring workshops by (international) researchers on what quality might be
  • provide the opportunity to develop/discuss an individual project on quality in your practice
  • have a few days in a great atmosphere



Contact
PD Dr. Guido Schmiemann
University of Bremen
Faculty 11 Human and Health Sciences
Institute of Public Health und Nursing Research
Department 1
E-Mail: schmiemann@uni-bremen.de