HBS-Promotionskolleg "NutzerInnenorientierte Gesundheitssicherung"

In der ersten Förderphase des Hans-Böckler-Promotionskollegs wurden 2006-2009 bereits 8 Promotionsstipendien gefördert. Zum 1.1.2010 wurde die zweite Förderphase des Promotionskollegs "NutzerInnenorientierte Gesundheitssicherung" mit 8 Stipendien von der Hans-Böckler-Stiftung für drei Jahre bewilligt.

Das Kolleg ist am Institut für Public Health und Pflegeforschung angesiedelt, von dort erfolgen die Koordination und administrative Betreuung. Sprecherin des Kollegs ist Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck. Das Kolleg wird in Kooperation mit KollegInnen des IPP und des Zentrums für Sozialpolitik der Universität Bremen durchgeführt. Mit dem Begriff der NutzerInnenorientierung ist die Erwartung verbunden, dass die Position der Leistungsempfänger im Gesundheitssystem gestärkt, ihre Partizipationsmöglichkeiten erweitert und Fremdbestimmung abgebaut werden. Paradoxerweise bleibt das Handeln der NutzerInnen aber gerade durch diese Verlagerung der Verantwortung aufgrund der damit verbundenen ökonomischen Zwänge in hohem Maße fremdbestimmt. Auch im Zuge von Standardisierungs-, Entdifferenzierungs- und Automatisierungstendenzen lässt sich das Konzept der NutzerInnenorientierung geradezu als höhere Form der Normierung deuten. Ziel der zweiten Phase des Promotionskollegs "NutzerInnenorientierte Gesundheitssicherung" ist es daher, das Konzept der NutzerInnenorientierung theoretisch zu schärfen und anhand von empirischen Analysen zielgruppenspezifische Kompetenz- und Bedürfnismuster zu ermitteln sowie Ansätze zielgruppenorientierter Gesundheitsversorgung zu entwickeln und zu evaluieren. Der Schwerpunkt des Kollegs liegt dabei auf vulnerablen Zielgruppen. Informationen zum Kolleg sind erhältlich bei Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck (darmann@uni-bremen.de).