Aktuelle Mitteilungen

Hinweise auf neue Forschungsprojekte und Forschungsergebnisse, zu Veranstaltungen, neuen Publikationen und  Aktivitäten des IPP.

Wissenswertes zur aktuellen Pflege- und Gesundheitsforschung am IPP

Die neuste Publikationsliste von Mitgliedern des Instituts für Public Health und Pflegeforschung (IPP) mit Beiträgen aus dem Zeitraum Januar-Dezember 2021 steht nun zum Download bereit. Sie bietet weiterführende Links zu den einzelnen Beiträgen, Interessierte haben die Möglichkeit direkt zu den jeweiligen Autorinnen und Autoren über die Mitgliederliste des IPP Kontakt aufzunehmen.

Zur Mitgliederliste

Publikationsliste 2021

Kontakt:
Heike Mertesacker MPH
Wissenschaftliche Geschäftsführung & Koordination IPP-Geschäftsstelle
Institut für Public Health und Pflegeforschung IPP),
Wissenschaftsschwerpunkt Healthsciences der Universität Bremen
Fachbereich 11 Human- und Gesundheitswissenschaften, Universität Bremen
Grazer Str. 4
D - 28359 Bremen
Phone: +49 421 218-68980 /-68880
E-Mail: hmertesa@uni-bremen.de
http://www.ipp.uni-bremen.de

PD Dr. Guido Schmiemann© IPP
PD Dr. Guido Schmiemann (IPP) erstellt Leitlinie zur Klimabewussten Verordnung von Inhalativa

Inhalatoren, die üblicherweise bei Lungenkrankheiten eingesetzt werden, wie zum Beispiel Asthmasprays, belasten durch ihre Treibmittel das Klima und haben einen großen CO2-Fußabdruck. Darauf weist der Gesundheitswissenschaftler und Arzt Guido Schmiemann vom Institut für Public Health und Pflegeforschung der Universität Bremen hin. Er möchte Ärzt:innen und Pflegekräfte dafür sensibilisieren, Alternativen zu verwenden, die deutlich klimafreundlicher und in den meisten Fällen ebenso wirksam sind.

Der Gesundheitswissenschaftler und Facharzt für Allgemeinmedizin Dr. Guido Schmiemann hat für die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin- und Familienmedizin (DEGAM) eine Leitlinie zur Klimabewussten Verordnung von Inhalativa erstellt. Die Leitlinie soll dazu dienen, Entscheidungsträger und Anwender im Gesundheitswesen, zum Beispiel in Praxen, Apotheken und Kliniken dafür zu sensibilisieren, dass sie mit ihren Verordnungen den Fußabdruck des Gesundheitswesens entscheidend beeinflussen.

Bei den inhalativen Arzneimitteln wird im Wesentlichen zwischen Dosieraerosolen, die Treibmittel enthalten und Pulverinhalatoren unterschieden.

„Treibmittel in den Sprays, die üblicherweise für die Behandlung von Lungenerkrankungen wie zum Beispiel Asthma oder COPD eingesetzt werden, haben einen großen Einfluss“, so Schmiemann. „Dabei haben wir mit sogenannten Pulverinhalatoren klimafreundliche Alternativen zur Verfügung. Die Umstellung auf eine klimafreundliche Verordnung ist in vielen Fällen möglich und stellt einen einfachen Weg dar, den C02 Abdruck des Gesundheitswesens zu reduzieren. Dazu soll unsere Leitlinie beitragen.“

Gesundheitswesen hat großen Anteil an CO2-Emissionen

Das Gesundheitswesen ist in Deutschland für circa 5 Prozent der CO2 Emissionen verantwortlich. In anderen Ländern tragen die Gesundheitssysteme zwischen 4 Prozent (England) und 10 Prozent (USA) zu den Emissionen bei. In den Hausarztpraxen verursacht die Verordnung von Medikamenten den größten CO2 Fußabdruck, gefolgt von Emissionen durch die Mobilität (Patient:innen und Personal) und Heizung. Das Einsparpotential allein bei Medikamenten sei somit sehr hoch, betont Schmiemann. „Zum Vergleich: Wenn ein Jahr lang Pulverinhalatoren statt Inhalatoren mit Treibmittel verordnet würden, entspräche das der Einsparung eines Kurzstreckenflugs.“

Klimawandel verstärkt Atemwegserkrankungen

Hinzu kommt, dass der Klimawandel sowie die damit verbundene hohe Feinstaubbelastung die Entstehung chronischer Atemwegserkrankungen begünstigt. Bereits heute gehören Asthma und COPD zu den häufigsten Erkrankungen - mit steigender Tendenz. Zu ihrer Therapie werden unterschiedliche Arten von inhalativen Arzneimitteln eingesetzt, die in unterschiedlicher Ausprägung zum Klimawandel beitragen.

Weitere Informationen:

https://www.degam.de/files/Inhalte/Leitlinien-Inhalte/Dokumente/DEGAM-S1-Handlungsempfehlung/053-059_%20Klimabewusste%20Verordnung%20von%20Inhalativa/053-059l_S1%20Klimabewusstes%20VO%20Inhalativa_16-05-2022.pdf

und

https://www.awmf.org/leitlinien/detail/anmeldung/1/ll/053-059.html

http://www.public-health.uni-bremen.de/pages/abteilung1/index.php

Kontakt:

PD Dr. Guido Schmiemann, MPH

Lektor/Lecturer

Institut für Public Health und Pflegeforschung

Abteilung 1: Versorgungsforschung/ Department for Health Services Research

Universität Bremen

E-Mail: schmiemann@uni-bremen.de

Telefon: +49 421-218 -68815

www.ipp.uni-bremen.de

Dr. Rehana Shrestha© Rehana Shrestha
Förderung einer inter- und transdisziplinären und kollaborativen globalen Gesundheitsforschung

Dr. Rehana Shrestha wurde aufgrund ihrer Expertise in Global Health in den GLORHA Lenkungsausschuss 2022-2024 gewählt. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin (Post-Doc) im Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP), Abteilung Sozialepidemiologie, der Universität Bremen im Projekt LeibnizScienceCampus Digital Public Health (LSC DiPH).

19 Expert:innen, die Biomedizin, Public Health, Sozial- und Geisteswissenschaften, Ingenieur- und andere Wissenschaften vertreten, wurden für einen Zeitraum von zwei Jahren gewählt.

GLORHA – German Alliance for Global Health Research – beschäftigt sich mit der Stärkung der globalen Gesundheitsforschung durch inter- und transdisziplinäre und kollaborative globale Gesundheitsforschung.

GLORHA zielt darauf ab, die sektorenübergreifende Zusammenarbeit zu verbessern und die Zusammenarbeit zwischen Institutionen, Disziplinen, Sektoren und Ländern zu fördern, indem Forschende miteinander vernetzt, die nächste Generation von Forschenden unterstützt und Forschungsprojekte und wissenschaftliche Veranstaltungen finanziert werden.

Weitere Informationen:

https://globalhealth.de/

Forschung der Abteilung Sozialepidemiologie: https://www.ipp.uni-bremen.de/abteilungen/sozialepidemiologie/forschungsschwerpunkte/

Kontakt:

Dr. Rehana Shrestha

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Institut für Public Health und Pflegeforschung
Abteilung Sozialepidemiologie

rehana@uni-bremen.de

https://www.ipp.uni-bremen.de/abteilungen/sozialepidemiologie/

Prof. Dr. Gerd Glaeske© Raphael Huenerfauth, Photothek.net
Trauer um Bremer Gesundheitswissenschaftler

Die Mitglieder des Fachbereichs 11 und des Instituts für Public Health und Pflegeforschung IPP der Universität Bremen trauern um den Bremer Gesundheitswissenschaftler Gerd Glaeske, der nach langer Krankheit im Alter von 77 Jahren verstorben ist.

Gerd Glaeske war Pharmakologe und seit 1999 Professor für Arzneimittelversorgungsforschung am Fachbereich 11 Human- und Gesundheitswissenschaften der Universität Bremen. Dort leitete er am SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik das Institut „Länger besser leben“ und war seit 2007 gemeinsam mit Prof. Heinz Rothgang Leiter der Abteilung Gesundheit, Pflege und Alterssicherung.  Zwischen 2003 und 2010 war Gerd Glaeske Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen.

Gerd Glaeske war dem IPP in besonderer Weise verbunden. So war er von 1998 – 2006 Mitglied im Direktorium des Zentrums für Public Health an der Universität Bremen, dem Vorläuferinstitut des IPP. 2005 gehörte Gerd Glaeske zu den Initiator:innen und Gründer:innen des Instituts für Public Health und Pflegeforschung IPP am Fachbereich 11, dem er ebenfalls als Mitglied des Direktoriums bis 2006 angehörte. Auch in den nächsten Jahren blieb Gerd Glaeske dem Fachbereich 11 und dem IPP in Forschung, Lehre sowie durch gemeinsame Veranstaltungen und Transferaktivitäten eng verbunden, so z.B. in dem gemeinsamen Forschungsprojekt zur Bedarfsgerechtigkeit der medizinischen Versorgung Pflegebedürftiger in Stationären Einrichtungen (MVP-STAT) (2017-2020).

Gerd Glaeske war ein herausragender Gesundheitswissenschaftler, der sich besonders den Themen Arzneimittelversorgung, Gesundheitspolitik, Qualität und Anwendungsbezug der Forschungsergebnisse widmete. Ein bedarfsgerechtes Versorgungssystem, die Bekämpfung von Über-, Unter- und Fehlversorgung, Evidenzbasierung der Versorgung und eine konsequente Orientierung an dem Nutzen für die Patient:innen waren ihm wichtige Anliegen in Forschung und Lehre. Zudem verstand er es hervorragend, Forschungsergebnisse verständlich zu kommunizieren, wodurch er viele relevante Themen in den Fokus der Öffentlichkeit rückte und an vielen Stellen zur nachhaltigen Verbesserung der Versorgungsstrukturen in Deutschland beigetragen hat.

Gerd Glaeske war ein überaus beliebter und hervorragender Hochschullehrer, dem es gelang, Generationen von Studierenden für die Gesundheitswissenschaft sowie für die Themen Gesundheitspolitik und evidenzbasierte Versorgungsgerechtigkeit zu begeistern und zur Grundlage ihrer beruflichen Entwicklung zu machen. 

Bremen verliert mit Gerd Glaeske einen überaus profilierten Gesundheitswissenschaftler, der wesentlich dazu beigetragen hat, Public Health an der Universität, im Bundesland Bremen und darüber hinaus breit zu etablieren und zukunftsorientiert zu entwickeln und der immer konsequent für bessere Versorgungsstrukturen gestritten hat.

Wir alle verlieren mit Gerd Glaeske einen überaus geschätzten Kollegen und Wegbegleiter, dessen fachliche Expertise, Inspiration und klare Haltung, nicht zuletzt seinen Humor und seine Mitmenschlichkeit wir sehr vermissen werden.  

Unser ausdrückliches Mitgefühl gilt seiner Familie und seinen Angehörigen.

Bremen, den 01.06.2022

Für das IPP: Prof. Dr. Gabriele Bolte, Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann, Prof. Dr. Ansgar Gerhardus (Direktorium des Instituts für Public Health und Pflegeforschung IPP) 

https://www.socium.uni-bremen.de/ueber-das-socium/aktuelles/?news=534#news534

Kontakt:

Prof. Dr. Gabriele Bolte

Geschäftsführende Direktorin des IPP

Universität Bremen

Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)

Abteilung Sozialepidemiologie

gabriele.bolte@uni-bremen.de

https://www.ipp.uni-bremen.de/abteilungen/sozialepidemiologie/

Heike Mertesacker MPH

Wissenschaftliche Geschäftsführung

Universität Bremen

Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)

hmertesa@uni-bremen.de

www.ipp.uni-bremen.de

Prof. K. Wolf-Ostermann, Dr. S. Stiefler© Prof. K. Wolf-Ostermann, Dr. S. Stiefler
Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann und Dr. Susanne Stiefler, Abteilung Pflegewissenschaftliche Versorgungforschung am IPP, sind Projektpart-nerinnen

Der Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses unterstützt in einer weiteren Förderperiode insgesamt 52 neue Projekte auf dem Gebiet der Versorgungsforschung. Prof. Karin Wolf-Ostermann ist mit der Abteilung Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung des IPP in einem Verbundprojekt mit der Charité als Partnerinstitution eingebunden. Ziel von LTCSurv ist es, die Qualität der gesundheitlichen Versorgung von Bewohner:innen von Pflegeheimen durch Überprüfen der Umsetzung eines Surveillance-Systems zu verbessern.

Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann und Dr. Susanne Stiefler, Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP), und der Konsortialführer Prof. Dr. Paul Gellert, Institut für Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaft der Charité in Berlin sowie die Mitglieder des Konsortiums freuen sich auf die Zusammenarbeit in dem vom G-BA geförderten neuen Forschungsvorhaben. LTCSurv wird in einem Konsortium durchgeführt, in dem Expert:innen von deutschlandweit führenden Forschungsinstitutionen wie dem IPP, der Charité, dem RKI (Robert Koch-Institut), der Universität zu Köln sowie dem Zi (Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung) zusammenarbeiten.

In Deutschland ist die fortlaufende systematische Sammlung und Bewertung von Gesundheits- und Versorgungsdaten der älteren Bevölkerung unzureichend. Dies trifft im Besonderen auf Menschen in stationären Altenpflegeeinrichtungen zu. Ziel des Projektes ist es, die Qualität der gesundheitlichen Versorgung von Bewohner:innen stationärer Pflegeeinrichtungen durch Überprüfen der Umsetzung eines Surveillance-Systems auf Basis von Routinedaten der gesetzlichen Krankenversicherung zu verbessern und auch in Krisenzeiten des Gesundheitssystems abzusichern. Die Institute für Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaft sowie Allgemeinmedizin der Charité arbeiten hierfür eng mit dem Robert Koch-Institut, der Universität Bremen und Universität Köln, sowie dem Zentralinstitut für die Kassenärztliche Versorgung in Deutschland zusammen. Anhand ambulanter Abrechnungsdaten soll ein Surveillance-System der Gesundheit und Versorgung von Menschen in stationären Langzeitpflegeeinrichtungen beispielhaft erprobt und zentrale Versorgungs- und Gesundheitsindikatoren im Zeitverlauf sowie im Kontext der COVID-19-Pandemie untersucht werden. Bei Erfolg kann die Einführung eines zuverlässigen und dauerhaften Surveillance-Systems in vollstationären Pflegeeinrichtungen untermauert werden, um begründete richtungsweisende Maßnahmen zur besseren Versorgung vulnerabler Risikogruppen zu steuern.

Kontakt:

Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann

Universität Bremen

Fachbereich 11

Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)

Abt. Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung

E-Mail: wolf-ostermann@uni-bremen.de

www.ipp.uni-bremen.de

Titelseite der IPP-Schriften 19© IPP
Prof. Dr. Gabriele Bolte und Dr. Jacqueline Hamilton veröffentlichen in der IPP-Schrift Forschungsergebnisse zur Bewertung und zur Erhöhung der Resilienz von Stadtquartieren und eine Arbeitshilfe für die kommunale Praxis

In der neuen Ausgabe der IPP-Schriften werden die Ergebnisse des Projektes „Stresstest resilientes Quartier – Betroffenheit von Quartieren durch Epidemien und Strategien zur Erhöhung der Resilienz am Beispiel der SARS-CoV-2-Pandemie“ vorgestellt.

Prof. Dr. Gabriele Bolte und Dr. Jacqueline Hamilton (Institut für Public Health und Pflegeforschung, Universität Bremen) haben das Projekt gemeinsam mit Prof. Dr.-Ing. Sabine Baumgart und Angelique Hallmann (Bremer Büro BPW Stadtplanung) durchgeführt. Das Projekt wurde von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt in der Förderinitiative „Corona und Nachhaltigkeit: Lernen aus der Krise für eine nachhaltige Entwicklung“ gefördert.

Im Fokus des Projekts standen die Auswirkungen von Epidemien respiratorischer Infektionskrankheiten in Städten. Es wurden Methoden entwickelt, mit denen die Resilienz unterschiedlich strukturierter Quartiere bewertet werden kann, um die Notwendigkeit von Anpassungen und die Anpassungsfähigkeit zu identifizieren. Eine Anwendung erfolgte in Fallstudienquartieren aus fünf Großstädten in Deutschland.

Die vorliegende IPP-Schrift setzt sich aus den folgenden drei Bänden des Projektabschlussberichts zusammen:

  • Band 1 umfasst alle Arbeitspakete des Projektes und deren Ergebnisse,
  • Band 2 enthält die Quartiersprofile zu den fünf Fallstudien und
  • Band 3 beinhaltet die Arbeitshilfe „Stresstest Resilientes Quartier. Arbeitshilfe für die kommunale Praxis zur Förderung der Robustheit und Anpassungsfähigkeit bei Epidemien“ und deren Anhang.

Arbeitshilfe Stresstest Resilientes Quartier

Die Arbeitshilfe „Stresstest Resilientes Quartier. Arbeitshilfe für die kommunale Praxis zur Förderung der Robustheit und Anpassungsfähigkeit bei Epidemien“ soll Groß- und Mittelstädten helfen, die Resilienz – die Robustheit und Anpassungsfähigkeit – gegenüber Epidemien von infektiösen respiratorischen Krankheiten in Stadtquartieren zu erhöhen.

Ein methodisches Vorgehen zur Bewertung von Quartieren hinsichtlich ihrer Resilienz anhand abgeleiteter und kategorisierter Indikatoren wird in der Arbeitshilfe und deren Anhang erläutert. Die Bewertung identifiziert Quartiere mit niedrigerer Resilienz sowie bestimmte Handlungsfelder, in denen Maßnahmen zu Erhöhung der Resilienz nötig sind.

Die Arbeitshilfe präsentiert für fünf Handlungsfelder (Wohnumfeld und öffentlicher Raum, Mobilität, Versorgung und soziale Infrastruktur, Wohnen sowie vulnerable Gruppen) Instrumente und Maßnahmen der Stadtplanung und anderer Akteure, die zur Erhöhung der Resilienz von Quartieren beitragen können. Sie richtet sich an Planungs- und Bauverwaltungen, private Unternehmen der Stadt- und Infrastrukturplanung und den Öffentlichen Gesundheitsdienst sowie alle Fachämter im Sinne des Ansatzes Health in All Policies.

Die IPP-Schriften 19 finden Sie unter

https://www.ipp.uni-bremen.de/uploads/IPP_Schriften_19.pdf

Informationen zum Projekt

https://www.ipp.uni-bremen.de/abteilungen/sozialepidemiologie/projekte/?proj=826

Kontakt:

Prof. Dr. Gabriele Bolte

Dr. Jacqueline Hamilton

Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)

Abteilung Sozialepidemiologie

gabriele.bolte@uni-bremen.de

hamilton@uni-bremen.de

https://www.ipp.uni-bremen.de/abteilungen/sozialepidemiologie/

Prof. Dr. Gabriele Bolte und Dr. Jacqueline Hamilton in der Förderlinie „Planetary Health“ der Deutschen Bundesstiftung Umwelt erfolgreich

Im April 2022 startete das interdisziplinäre Projekt Integriertes Indikatorenset Urbane Gesundheit in der Abteilung Sozialepidemiologie des Instituts für Public Health und Pflegeforschung. Das Ziel des Projektes ist, ein urbanes Monitoringsystem zu entwickeln, das kleinräumige Daten zu Umweltsituation, Gesundheit und sozialer Lage der Bevölkerung integriert und gesundheitsrelevante Veränderungen erfasst. Um dieses Ziel zu erreichen, kooperieren Prof. Dr. Gabriele Bolte und Dr. Jacqueline Hamilton (Public Health-Expertise) mit BPW Stadtplanung (Expertise in nachhaltiger Stadtentwicklung). Das Projekt wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt in der Förderlinie „Planetary Health“ gefördert.

Ein standardisierter Satz von evidenzbasierten Indikatoren für urbane Gesundheit fehlt bislang für die Anwendung in Deutschland. In dem neuen Projekt soll diese Lücke geschlossen werden. Hierzu werden in einem ersten Schritt bestehende Indikatorensets und Tools aus anderen Ländern hinsichtlich der Anwendbarkeit auf städtische Teilräume in Deutschland analysiert, die Datenverfügbarkeit in verschiedenen Städten in Deutschland untersucht und Indikatoren ausgewählt bzw. weiterentwickelt. Anschließend sollen ein Prototyp für ein interaktives Tool zur Darstellung der Indikatoren entwickelt und eine Anleitung für die Anwendung des Indikatorensets in der Praxis auf der kommunalen Ebene erstellt werden.

In mehreren Phasen des Projektes wird es eine Rückkopplung mit Expert*innen aus Planungs- und Gutachter-Büros sowie aus verschiedenen Ressorts der Verwaltung von ausgewählten kreisangehörigen und kreisfreien Städten geben.

Das Projekt baut auf Ergebnissen des Projektes „Stresstest resilientes Quartier: Betroffenheit von Quartieren durch Epidemien und Strategien zur Erhöhung der Resilienz – am Beispiel der SARS-CoV-2-Pandemie“ auf.

Weitere Informationen zu diesem abgeschlossenen Projekt: https://www.ipp.uni-bremen.de/abteilungen/sozialepidemiologie/projekte/?proj=826

Weitere Informationen zu dem Forschungsschwerpunkt Urban Health der Abteilung Sozialepidemiologie: https://www.ipp.uni-bremen.de/abteilungen/sozialepidemiologie/forschungsschwerpunkte/

Kontakt:

Prof. Dr. Gabriele Bolte

Abteilung Sozialepidemiologie

Institut für Public Health und Pflegeforschung

gabriele.bolte@uni-bremen.de

Interdisziplinäre Perspektiven und Nutzung raumbezogener Regelwerke für eine gesunde Stadt

Prof. Dr.-Ing. Sabine Baumgart, assoziiertes Mitglied der Abteilung Sozialepidemiologie des Instituts für Public Health und Pflegeforschung, und Dr.-Ing. Andrea Rüdiger veröffentlichen Lehrbuch zum Thema räumliche Planung und Public Health.

Städte waren von jeher Orte, die vor Gefahren aus dem Umland schützten. Sie brachten aber auch neue Gefährdungen durch Krankheiten und Unfälle hervor. Gesundheitsschutz und Gesundheitsvorsorge sind daher traditionell eng mit räumlicher Planung verknüpft, die zwischen unterschiedlichen Raumansprüchen und möglichen Nutzungskonflikten abwägt. Um gesundheitsrelevante Aspekte, Themen und Handlungsfelder zu erkennen, müssen relevante Perspektiven miteinander verknüpft werden. Zur Erweiterung von Handlungsoptionen für eine gesunde Stadt ist es sinnvoll, raumbezogene Regelwerke in den Gestaltungsauftrag der Akteure räumlicher Planung und politischer Entscheider*innen einzubeziehen.

Das Buch ist in der „Edition Nachhaltige Gesundheit in Stadt und Region“ erschienen.

Weitere Informationen: https://www.oekom.de/buch/gesundheit-in-der-stadtplanung-9783962383015

Weitere Informationen zum Forschungsschwerpunkt Urban Health - Gesundheit im urbanen Raum der Abteilung Sozialepidemiologie des IPP:

https://www.ipp.uni-bremen.de/abteilungen/sozialepidemiologie/forschungsschwerpunkte/

Kontakt:

Prof. Dr. Gabriele Bolte

Abteilung Sozialepidemiologie

Institut für Public Health und Pflegeforschung

gabriele.bolte@uni-bremen.de

Prof. Dr. K. Wolf-Ostermann & Prof. Dr. S. Görres© Integrierte Gesundheitscampus Bremen (IGB)
Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann gab ein informatives Interview für die dritte Podcastfolge des IGB zu den Themen Akademisierung der Pflegeberufe, Community Health Nurse und zu der Frage, wie die Gesellschaft von akademisierten Pflegefachpersonen profitie

Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann (@IPP_UniBremen) war zu Gast im Integrierten Gesundheitscampus Bremen (IGB) und sprach als kompetente Interviewpartnerin des Instituts für Public Health und Pflegeforschung (IPP) für die dritte Podcastfolge zu den Themen Akademisierung der Pflegeberufe, Community Health Care und die Frage, wie die Gesellschaft von akademisierten Pflegefachpersonen profitieren kann.

Das Institut für Public Health und Pflegeforschung ist Netzwerkpartner des Integrierten Gesundheitscampus Bremen (IGB). Der IGB versteht sich als strategische und kreative Verbindung für ein Netzwerk von Akteur:innen aus den Bereichen Gesundheitsforschung, Ausbildung von Gesundheits- und Pflegeberufen, Gesundheitswirtschaft und Gesundheitswesen mit dem Ziel, das bremische Potential sichtbar zu machen, als Innovationszentrum für eine agile Gesundheitsregion Impulse zu setzen, Synergien zu erzeugen und das Thema Gesundheit im Lande Bremen nach vorne auf die politische Agenda zu bringen. Den Podcast finden Sie unter folgendem Link:

https://gesundheitscampusbremen.de/podcast/

Kontakt:

Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann

Universität Bremen

Fachbereich 11 Human- und Gesundheitswissenschaften

Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)

Abt. Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung

Mail: wolf-ostermann@uni-bremen.de

www.ipp.uni-bremen.de

Karin Wolf-Ostermann© Karin Wolf-Ostermann
Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann erneut in den Vorstand der Ethikkommission der Deutschen Gesellschaft für Pflege (DGP) gewählt

Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann ist Mitglied des Instituts für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen. Sie wurde mit einer klaren Mehrheit erneut in den Vorstand der Ethikkommission der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft e.V. (DGP) gewählt.

Die “Ethikkommission DG-Pflegewissenschaft e.V.” wurde von der Sektion Ethik und dem Vorstand der DG-Pflegewissenschaft als eine pflegeeigene, bundesweit agierende Ethikkommission gegründet. Sie versteht sich als ein pflegespezifischer Beitrag zum Spektrum bestehender Ethikkommissionen in Medizin, Psychologie, Soziologie, Erziehungswissenschaft sowie anderen wissenschaftlichen Disziplinen. Die Kommission ist zur ethischen Begutachtung von pflege- und gesundheitswissenschaftlichen Projekten gedacht, die zu den bereits vorhandenen Ethikkommissionen keinen Zugang haben oder deren Fragestellungen nicht in das übliche Verfahrensraster passen.

In der “Ethikkommission DG-Pflegewissenschaft e.V.” haben sich Experten und Expertinnen aus den Bereichen der Ethik und der Forschung unterschiedlicher Standorte und Fachrichtungen innerhalb der Pflege zusammengefunden. In Abstimmung und Zusammenarbeit mit der Sektion Ethik betreibt die Ethikkommission Öffentlichkeits- und Beratungsarbeit zur Sensibilisierung für ethische Aspekte in der Pflegeforschung. Außerdem entwickelt sie Informationsmaterialien und Broschüren und schult Multiplikator:innen.

Kontakt:

Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann

Universität Bremen

Fachbereich 11 Human- und Gesundheitswissenschaften

Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)

Abt.7

Mail: wolf-ostermann@uni-bremen.de

www.ipp.uni-bremen.de