Aktuelle Mitteilungen

Hinweise auf neue Forschungsprojekte und Forschungsergebnisse, zu Veranstaltungen, neuen Publikationen und  Aktivitäten des IPP.

Experteneinschätzung von Prof. Dr. Stefan Görres

Aktuell wird in der Öffentlichkeit die Pflegekammer in Niedersachsen kontrovers diskutiert, wozu sich der Pflegewissenschaftler Herr Prof. Görres geäußert hat.

Der dazugehörige Beitrag ist abrufbar unter:

NDR 1-Niedersachsen. (09.01.2018). Pflegekammer will Höchstbeitrag abschaffen. Aktuell. Verfügbar unter: https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/Pflegekammer-will-Hoechstbeitrag-abschaffen,pflegekammer144.html (letzter Zugriff: 09.01.2018)

Kontakt und Information:
Prof. Dr. Stefan Görres
Dekan FB 11
Universität Bremen
Mitglied des Direktoriums
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Sprecher Abt. 3: Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung Grazer Straße 4, 28359 Bremen
E-Mail: sgoerres@uni-bremen.de

Pflegewissenschaftliche Studien im Überblick – Dezember 2018

Die sogenannte Reminiszenztherapie soll das Erinnerungsvermögen an frühere Erlebnisse fördern und die Lebensqualität steigern. Dieser Ansatz eignet sich somit insbesondere für Personen mit Demenz oder Gedächtnisstörungen. Prof. Görres verdeutlicht die positiven Effekte anhand drei pflegewissenschaftlicher Studien:

Die in Tschechien durchgeführte Studie konnte positive Auswirkungen einer Reminiszenz-Gruppentherapie auf die Lebensqualität nachweisen, insbesondere für die psychische Gesundheit, für die soziale Teilhabe und für die Einstellung zum Altern. Während sich ebenfalls eine Besserung der depressiven Symptome abzeichnete, konnte kein Einfluss auf die kognitive Funktion belegt werden.
Eine portugiesische Studie analysierte die Auswirkungen individueller Reminiszenz-Sitzungen und zeigte positive Effekte auf die Kognition, die Angst und Depression sowie im Abruf autobiographischer Erlebnisse.
Eine Studie, die in den Niederlanden durchgeführt wurde, untersuchte den Einfluss einer autobiographischen Gedächtnisintervention auf depressive Symptome sowie weitere Faktoren wie Angst Einsamkeit, Wohlbefinden und Selbstbeherrschung von Pflegeheimbewohnern und -bewohnerinnen. Insgesamt zeigte sich in der Interventionsgruppe kurz- bis mittelfristig eine bessere Fähigkeit im Abruf positiver Erinnerungen. Außerdem wurde der Nutzen für die psychische Gesundheit und dem Wohlbefinden von Gruppentreffen, unabhängig von der Intervention, belegt.

Görres, S. & Böbel, S. (2018). Reminiszenz: Erinnerungen pflegen, 43 (12), 26-27. Hannover: Vincentz Network.
Website: http://www.altenpflege-online.net/

Kontakt und Information:
Prof. Dr. Stefan Görres
Dekan FB 11
Universität Bremen
Mitglied des Direktoriums
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Sprecher Abt. 3: Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung Grazer Straße 4, 28359 Bremen
E-Mail: sgoerres@uni-bremen.de

Ingrid Darmann-Finck© Ingrid Darmann-Finck
‌‌

Die aus elf Mitgliedern bestehende Fachkommission ist ein neu geschaffenes Gremium auf Bundesebene. Sie hat die Aufgabe, Empfehlungen für die Erarbeitung von Rahmenlehr- und Rahmenausbildungsplänen auf Grundlage der in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflegeberufe (PflAPrV 2018) beschriebenen Kompetenzen zu entwickeln. „Nachdem wir bereits an der Erstellung der PflAPrV mitgearbeitet haben, sehen wir in der Fachkommission die Gelegenheit, stärker curriculare Grundsätze und die Umsetzung an den Pflegeschulen und Praxiseinrichtungen mitgestalten zu können. Hier können wir unsere Erfahrungen aus 15 Jahren curricularer Arbeit mit Pflegeschulen einbringen“ kommentiert Darmann-Finck.  

Mehr: Die Auswahl der Mitglieder der Fachkommission erfolgte auf der Basis von Vorschlägen aus den Ländern und aus Fachverbänden. Die Amtsdauer der Mitglieder beträgt fünf Jahre. Weitere Informationen können der Homepage des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) entnommen werden (https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/begriffe-von-a-z/p/pflegeberufegesetz/fachkommission-nach-dem-pflegeberufegesetz.html ). 

Pflegewissenschaftliche Studien im Überblick – November 2018

Die Palliativpflege gewinnt zunehmend an Bedeutung, um eine qualitativ hochwertige Versorgung für Personen am Lebensende zu gewährleisten. Prof. Görres verdeutlicht anhand drei ausgewählter Studien, wie Menschen in der palliativen Pflege gut versorgt werden können:
Eine australische Studie untersuchte die Auswirkungen von moderierten Fallbesprechungen auf die Lebensqualität von sterbenden Personen mit einer fortgeschrittenen Demenz in Pflegeheimen. Dabei wurde ersichtlich, dass Schmerzen und Ruhelosigkeit häufiger dokumentiert und die Arzneimittel öfter symptom- sowie diagnoseorientiert verabreicht worden sind. Dieses Ergebnis wird durch ein verbessertes Problembewusstsein infolge der Fallbesprechungen begründet.
Eine in Schweden durchgeführte Studie analysierte die Wirksamkeit des Liverpool Care Pathways im Vergleich zu der standardmäßigen Sterbeversorgung. Während die Standardversorgung zu einer unveränderten oder gar stärkeren Symptombelastung führte, konnte in der Versorgung mit den Liverpool Care Pathways sogar eine Linderung der Symptombelastung, vor allem von Übelkeit und Kurzatmigkeit, erzielt werden.
In einer amerikanischen Studie wurde die Wirksamkeit einer Multikomponenten-Intervention erforscht. Diese bestand aus der Implementierung eines Palliativpflegeteams und der Durchführung von Mitarbeiterschulungen. Im Anschluss daran erfolgte die Unterstützung eines speziell ausgebildeten Pflegers als Ansprechperson während der Einführungsphase. Ergänzend dazu sind Auswertungen von Berichten und Dokumenten sowie Mitarbeiterbefragungen und Telefoninterviews vorgenommen worden. Auch wenn kein statistisch signifikanter Effekt nachgewiesen werden konnte, zeigen Sensitivitätsanalysen, dass stationäre Pflegeeinrichtungen mit funktionierenden Palliativpflegeteams zum einen zur früheren Integration von Palliativpflege positiv eingestellt sind. Zum anderen wurde aber auch eine geringere Anzahl an Todesfällen sowie eine Reduzierung depressiver Symptome nachgewiesen.


Görres, S. & Böbel, S. (2018). Palliativpflege: Hilfe am Lebensende, 43 (11), 28-29. Hannover: Vincentz Network.
Website: http://www.altenpflege-online.net/

Kontakt und Information:
Prof. Dr. Stefan Görres
Dekan FB 11
Universität Bremen
Mitglied des Direktoriums
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Sprecher Abt. 3: Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung Grazer Straße 4, 28359 Bremen
E-Mail: sgoerres@uni-bremen.de

ein Angebot der Akademie für Weiterbildung in Kooperation mit dem Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)

Pressemitteilung der Universität Bremen

26. Oktober 2018 ML

Im Februar 2019 starten an der Universität Bremen zwei Weiterbildungen im Bereich Palliative Care. Auf einer Informationsveranstaltung für den Masterstudiengang am 22. November 2018 können Interessierte die Angebote kennen lernen.

Die Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, an der unterschiedliche Berufsgruppen und Ehrenamtliche beteiligt sind. Seit vielen Jahren gibt es an der Universität Bremen Weiterbildungsangebote im Bereich Palliative Care, um für diese Tätigkeiten zu qualifizieren. Im Februar 2019 starten ein zweijähriger Zertifikatsstudiengang sowie ein dreijähriger Masterstudiengang. Beide Angebote werden berufsbegleitend durchgeführt.

Palliative Kompetenzen zunehmend wichtiger
Die Pflegekraft beim Ambulanten Pflegedienst, die Ärztin im Krankenhaus, der Psychologe, der Schwerstkranke und ihre Angehörigen therapeutisch begleitet, die Krankenkassenmitarbeiterin, die in der Pflegeberatung tätig ist – sie alle sind Gesichter von Palliative Care. „Palliative Kompetenzen werden zukünftig zentral zur Qualifikation vieler Berufsgruppen im Sozial- und Gesundheitswesen gehören“, betont Studiengangskoordinatorin Dr. Susanne Fleckinger vom Institut für Public Health und Pflegeforschung am FB 11 der Universität Bremen. Zentrales Ziel beider Weiterbildungsangebote ist es, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern fachlich fundiert praxisorientiertes und theoretisches Wissen zu vermitteln und sie in der Reflektion ihres beruflichen Tuns zu unterstützen.
 
Zertifikatstudium ohne Hochschulzugangsberechtigung möglich
Besonderes Merkmal des Zertifikatsstudiengangs ist es, dass auch Interessierte ohne Hochschulzugangsberechtigung an dem Angebot teilnehmen können. Anknüpfend an die eigene berufliche Erfahrung wird fächerübergreifendes Praxiswissen vermittelt. Zu den Inhalten gehören beispielsweise ein Einblick in Methoden der Schmerztherapie, Behandlungsstandards, die Kommunikation mit Betroffenen und Angehörigen sowie ethische Fragestellungen. Das Weiterbildende Studium umfasst zwei Bildungsurlaubswochen sowie zwölf Wochenenden im Verlauf von zwei Jahren und wird mit einem Universitätszertifikat abgeschlossen.

Fachliche Vertiefung im Masterstudiengang
Für die Teilnahme am interdisziplinären Masterstudiengang müssen Interessierte über einen ersten Hochschulabschluss verfügen. Der berufsbegleitende Studiengang dauert in der Regel sechs Semester und bietet die Möglichkeit, Palliative Care aus einer gesundheits-, pflege- und sozialwissenschaftlichen Perspektive zu betrachten. Er wendet sich an Interessierte, die praktisches, theoretisches und forschungsorientiertes Wissen in der palliativen Versorgung erwerben wollen. Mit dem Abschluss des Masterstudiengangs erwerben die Absolventinnen und Absolventen zudem die Möglichkeit zur Promotion.

Bewerbungsfrist: 6. Dezember 2018
Über den Masterstudiengang können sich Interessierte am Donnerstag, 22. November 2018 von 18 bis 19 Uhr im Fachbereich Human- und Gesundheitswissenschaften (Grazer Straße 2, Raum 0180) informieren. Die Veranstaltung kostenlos und unverbindlich. Bewerbungen für die kostenpflichtigen Studiengänge sind bis zum 6. Dezember 2018 möglich.

Weitere Informationen:
www.uni-bremen.de/palliative-care-master
www.uni-bremen.de
https://www.uni-bremen.de/de/universitaet/presse/pressemitteilungen/detailansicht/news/detail/News/berufsbegleitende-weiterbildungen-palliative-care/


Fragen beantworten:


Marlis Glomba
Akademie für Weiterbildung
Universität Bremen
Tel.: +49 421 218-61622
E-Mail: mglomba@uni-bremen.de

Dr. Susanne Fleckinger
Institut für Public Health und Pflegeforschung
Fachbereich Human- und Gesundheitswissenschaften
Universität Bremen
Tel.: +49 421 218-68982
E-Mail: fleckinger@uni-bremen.de

Workshopteilnehmende EQUAL-Workshop© IPP
Internationaler Workshop des Projekts EQUAL der Abteilung Sozialepidemiologie: „Equity-specific analyses of intervention effects“

Gesa Lehne und Prof. Dr. Gabriele Bolte, Abteilung Sozialepidemiologie des IPP, veranstalteten im Rahmen des Projekts EQUAL (Ungleichheitseffekte von Interventionen zur Förderung körperlicher Aktivität) am 08.11.2018 den internationalen Workshop: „Equity-specific analyses of intervention effects“.
Ziel des Workshops war, Konzepte und Methoden für eine (Re-)Analyse von Daten von Interventionsstudien zur Förderung körperlicher Aktivität bei älteren Menschen zu erarbeiten, um Ungleichheitseffekte der Interventionen abzuschätzen. An dem Workshop nahmen Expertinnen und Experten aus Belgien, Großbritannien, den Niederlanden und Deutschland teil, die insgesamt sieben Interventionsstudien vertraten.

Die Anwendung der gemeinsam entwickelten Konzepte und Methoden soll im Laufe des kommenden Jahres erfolgen. Damit werden erstmals Interventionsstudien zur Förderung körperlicher Aktivität bei älteren Menschen auf Grundlage gemeinsam entwickelter Analysemethoden hinsichtlich potentieller Ungleichheitseffekte systematisch (re-)analysiert. Die systematische Analyse potentieller Ungleichheitseffekte ist eine wesentliche Voraussetzung für die zukünftige Entwicklung von Interventionen, die zur Verringerung sozialer Ungleichheiten beitragen sollen.

Nähere Informationen zu dem Projekt EQUAL der Abteilung Sozialepidemiologie des IPP finden Sie hier:
http://www.ipp.uni-bremen.de/forschung/abteilung-5-sozialepidemiologie/projekte/?proj=739

Kontakt:
Prof. Dr. Gabriele Bolte
Universität Bremen
Institut für Public Health und Pflegeforschung
Abteilung Sozialepidemiologie
E-Mail: gbolte@uni-bremen.de

Die Studierenden Chiara von Perger, Tobias Bleckwehl, Kirsten Büsselmann© Andreas Baumeister
Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen des IPP organisieren studentischen Fachtag an Bremer Pflegeschulen

Die Studierenden des Studiengangs ‚Pflegewissenschaft – dual‘ präsentierten im November die Ergebnisse ihrer ersten Hausarbeit an den mit der Universität Bremen kooperierenden Pflegeschulen im Land Bremen. Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen des Instituts für Public Health und Pflegeforschung, IPP Bremen haben die Studierenden bei ihren Projekten begleitet und betreut. Seit einigen Jahren gibt es im Studiengang ‚Pflegewissenschaft – dual‘ für das Seminar ‚Einführung in die Technik des wissenschaftlichen Arbeitens‘ das Konzept, welches zum Abschluss des Uni-Seminars die Präsentation der studentischen Ergebnisse in Form eines öffentlichen Vortrages vorsieht. Entwickelt wurde dieses Lehr- und Lernformat im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten  ForstA-Projekts (Forschend studieren von Anfang an). Im SoSe 2018 wurde dieses Seminar von Claudia Einig und Lisa Schumski, Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen am Institut für Public Health und Pflegeforschung IPP, durchgeführt.

Der studentische Fachtag ist für die Studierenden eine sehr gute Gelegenheit, die eigenen Erfahrungen aus der Pflegepraxis mit den ersten erlernten wissenschaftlichen Grundkenntnisse in Einklang zu bringen. Für die Lernenden und die Lehrenden an den kooperierenden Pflegeschulen ist der Fachtag eine willkommene Möglichkeit, Einblick in den Studiengang ‚Pflegewissenschaft – dual‘ zu erhalten.

Gleich fünf Bremer Einrichtungen, die Altenpflegeschule des Instituts für Berufs- und Sozialpädagogik e.V. (ibs), das Integrative Bildungszentrum für Gesundheits- und Pflegeberufe des Klinikums Bremen-Nord und des Klinikums Bremen-Ost, das Bildungszentrum für Gesundheitsfachberufe (BZfG) Klinikum Bremen-Mitte, die Bremer Krankenpflegeschule der freigemeinnützigen Krankenhäuser e. V.  sowie die Schule für Altenpflege der Bremer Heimstiftung nahmen in diesem Jahr mit hohem Interesse und viel Engagement am Fachtag teil.

Die jeweiligen Fachvorträge an den Pflegeschulen wurden von den IPP-Mitarbeiter*innen Andreas Baumeister, Claudia Einig, Dr. Dirk Peschke, Dr. Claudia Stolle und Lisa Schumski moderiert.

Themen der studentischen Fachvorträge waren beispielsweise:

  • Pflege von Menschen mit Demenz im Allgemeinkrankenhaus (Umgang mit herausforderndem Verhalten) - Vorstellung eines Konzepts und Betrachtung auf Anwendbarkeit

  • Die Auswirkung des Konzepts der Bezugspflege im Vergleich zum Konzept der Funktionspflege auf die Arbeitszufriedenheit von Pflegefachpersonen in Akutkrankenhäusern

  • Angehörige in der Sterbebegleitung: Wie können professionell Pflegende im hospizlichen Bereich Angehörige in der Sterbebegleitung unterstützen?

  • Die Auswirkung des Bewegungskonzeptes nach Bobath auf den Muskeltonus und die Motorik bei an Schlaganfall erkrankten Menschen mit Hemiparese, Hemiplegie oder Spastik


Das Publikum war an den Vorträgen sehr interessiert und die Zuhörer*innen baten zu ausgewählten Themen um weiterführende Materialien. Die Vertreter*innen des IPP begrüßen den  gelungenen Austausch und die konstruktive Zusammenarbeit zwischen den Pflegeschulen und der Universität. Zudem geben die interessanten, fachlich und methodisch sehr gut aufgearbeiteten Themen der Studierenden einen guten Einblick in die Arbeit der angehenden Pflegeakademiker. Die Beteiligten hoffen auf eine sich etablierende Tradition des erfolgreich durchgeführten Fachtages.

Kontakt:
Andreas Baumeister
M.A. Public Health / Pflegewissenschaft

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Abteilung Qualifikations- und Curriculumforschung
Universität Bremen

Prof. Dr. Benjamin Schüz© Benjamin Schüz
Prof. Dr. Benjamin Schüz hält Einführungsvortrag auf der Bremer Regionalkonferenz „Alt bedeutet nicht gleich alt – gesund wohnen und leben im Quartier“ am 25.10.18

Welche Akzente können Politik, Institutionen, Vereine und andere Einrichtungen setzen, damit die Bedürfnisse älterer Menschen im eigenen Wohnumfeld berücksichtigt und erfüllt werden? Fragen wie diese standen auf der jüngsten Bremer Regionalkonferenz zum Thema „Alt bedeutet nicht gleich alt – gesund wohnen und leben im Quartier“ im Fokus. Sie fand im Rahmen der bundesweiten Reihe „Gesund und aktiv älter werden“ bereits zum sechsten Mal statt. Veranstaltet wurde sie von der Landesvereinigung für Gesundheit Bremen, zusammen mit mehreren Partnern. Angesprochen waren Haupt-, Neben- und Ehrenamtliche aus verschiedenen Bereichen und Branchen wie etwa Umwelt, Gesundheit, Pflege, Stadtplanung, Kultur, Soziales, Sport, Selbsthilfe, Migration, Krankenkassen und Seniorenarbeit.

Prof. Dr. Benjamin Schüz, Leiter der Abteilung Gesundheitsförderung und Prävention des Instituts für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen kam als Gastreferent zu Wort und informierte in seinem Einführungsvortrag über die „Möglichkeiten und Herausforderungen für gesundheitsförderndes Verhalten von Älteren im Quartier“.

Lesen Sie den Beitrag im Weser Kurier von B. Kluth zum Vortrag von Prof. Benjamin Schüz und zur Bremer Regionalkonferenz am 25.10.18 hier

https://www.weser-kurier.de/bremen/stadtteile/stadtteile-bremen-suedost_artikel,-die-richtigen-angebote-machen-_arid,1780267.html

Kontakt:
Prof. Dr. Benjamin Schüz
Sprecher der Abt. 2 Prävention und Gesundheitsförderung
Institut für Public Health und Pflegeforschung
Fachbereich 11 Human- und Gesundheitswissenschaften
Universität Bremen
E-Mail: benjamin.schuez@uni-bremen.de

https://www.ipp.uni-bremen.de/forschung/abteilung-2-praevention-und-gesundheitsfoerderung/

Prof. Görres äußert sich im Deutschlandradio zur Unternehmenskultur in deutschen Krankenhäusern

Anlässlich des Prozesses von Niels Höger betont Prof. Görres, dass dies ein Einzelfall sei, der keine grundsätzliche Vertrauenserschütterung zur Folge haben darf. Der Pflegewissenschaftler schildert in diesem Kontext aber auch, dass in Krankenhäusern und anderen Versorgungseinrichtungen bislang keine offene Fehlerkultur umgesetzt wird. Dies ist aber besonders in Zeiten des Personalmangels, der mit zunehmenden Stress und Druck und daraus resultierenden möglichen Qualitätsbeeinträchtigungen und der Entstehung von Risiken einhergeht, von Bedeutung. Dies ist wichtig, um Lernprozesse zu gewährleisten und Vorkommnisse zu vermeiden. Auch wenn inzwischen in vielen Krankenhäusern Meldesysteme eingeführt wurden, bestehen u.a. noch große Ängste seitens der Mitarbeiter*innen diese in Anspruch zu nehmen. Aus diesem Grund fordert Prof. Görres eine positive Einstellung zu Fehlern und einen offenen Umgang mit diesen. Zwingend notwendig ist auch eine Verankerung in der Unternehmensphilosophie.

Der Radiobeitrag „Todesengel gesteht 100 Morde – Berufsethos und Patientenschutz im Krankenhaus“ ist abrufbar unter:

https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2018/10/30/todesengel_gesteht_100_morde_berufsethos_und_drk_20181030_1736_1ae1f381.mp3

Angaben zum Beitrag:

Deutschlandfunk Kultur – Studio 9. Todesengel gesteht 100 Morde – Berufsethos und Patientenschutz im Krankenhaus (30.10.2018, 17:36 Uhr).

Kontakt und Information:

Prof. Dr. Stefan Görres

Dekan FB 11

Universität Bremen

Mitglied des Direktoriums

Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)

Sprecher Abt. 3: Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung Grazer Straße 4, 28359 Bremen

E-Mail: sgoerres@uni-bremen.de

Pflegewissenschaftliche Studien im Überblick – Oktober 2018

Die Mehrzahl der Pflegeheimbewohner*innen bewegen sich sehr wenig, da der Alltag liegend oder sitzend verbracht wird. Dass Bewegung aber auch für diese Zielgruppe mit einem Nutzen für die Gesundheit und einem größeren Wohlbefinden einhergehen kann, verdeutlicht Prof. Görres anhand drei ausgewählter Studien:

Eine spanische Studie konnte nachweisen, dass ein Mehrkomponenten-Trainingsprogramm insbesondere bei Bewohner*innen, die zu Beginn eine niedrige Funktionalität aufweisen, eine Verbesserung der Beweglichkeit erreichen kann. Es besteht die Annahme, dass die Bewegungsanforderungen für die übrigen teilnehmenden Personen zu gering waren und daher keine stärkeren Veränderungen erzielt werden konnten.
In einer skandinavischen Studie ist festgestellt worden, dass eine körperliche Betätigung mit einem positiven Einfluss auf die kognitive und soziale Funktion einhergeht. Die Unterstützung und Anleitung kann vermutlich dazu beitragen, diese Effekte langfristig zu erhalten.
Die in Ungarn durchgeführte Studie untersuchte den Effekt der Kombination aus sportlicher Betätigung und einer Gruppenbesprechung zu gesundheitlichen Themen. Die Vereinigung dieser beiden Maßnahmen zeigt eine höhere Wirksamkeit als das alleinige Durchführen von körperlicher Aktivität.

Görres, S. & Böbel, S. (2018). Nicht schonen: Trainieren, 43 (10), 26-27. Hannover: Vincentz Network.
Website: http://www.altenpflege-online.net/

Kontakt und Information:
Prof. Dr. Stefan Görres
Dekan FB 11
Universität Bremen
Mitglied des Direktoriums
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Sprecher Abt. 3: Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung Grazer Straße 4, 28359 Bremen
E-Mail: sgoerres@uni-bremen.de