Aktuelle Mitteilungen

Mitteilungen aus den Medien, Hinweise für Veranstaltungen, neue Publikationen und sonstige Mitteilungen des IPP.

Wissenswertes zur aktuellen Gesundheits- und Pflegeforschung am IPP

Die neueste Publikationsliste mit Beiträgen aus dem Zeitraum Januar bis Juni steht nun zum Download bereit. Sie bietet weiterführende Links zu den einzelnen Beiträgen, Interessierte haben die Möglichkeit direkt zu den jeweiligen Autorinnen und Autoren über die Mitgliederliste des IPP Kontakt aufzunehmen.

Zur Mitgliederliste

Publikationsliste Januar – Juni 2018

Kontakt:
Heike Mertesacker MPH
Wissenschaftliche Geschäftsführung & Koordination IPP-Geschäftsstelle
Institut für Public Health und Pflegeforschung IPP),
Wissenschaftsschwerpunkt Healthsciences der Universität Bremen
Fachbereich 11 Human- und Gesundheitswissenschaften, Universität Bremen
Grazer Str. 4
D - 28359 Bremen
Phone: +49 421 218-68980 /-68880
E-Mail: hmertesa@uni-bremen.de
http://www.ipp.uni-bremen.de

www.healthsciences.uni-bremen.de

Sarah Nanninga und Prof. Dr. Gabriele Bolte, Abteilung Sozialepidemiologie des IPP, veröffentlichen ein systematisches Review mit Metaanalyse internationaler Studien

Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation sterben weltweit ungefähr 600.000 Nichtrauchenden pro Jahr durch Passivrauchen. Eine besonders betroffene Gruppe sind dabei Kinder, da sie sich selbst nicht vor Tabakrauch schützen können. Schätzungsweise 40-50% der Kinder mit rauchenden Eltern atmen regelmäßig Tabakrauch ein.
In der Diskussion bei der Einführung von Nichtraucherschutzgesetzen und damit einhergehenden Raucheinschränkungen oder Rauchverboten in der Gastronomie wurde oftmals als ein Gegenargument angeführt, dass Rauchverbote in öffentlichen Räumen zu einer Verlagerung des Rauchens in Privaträume führen würden.
In einem systematischen Review wurde diese These nun erstmals von den Forscherinnen Sarah Nanninga und Prof. Dr. Gabriele Bolte von der Abteilung Sozialepidemiologie des Instituts für Public Health und Pflegeforschung der Universität Bremen speziell für die Tabakrauchbelastung von Kindern zuhause vor und nach Einführung von Rauchverboten in öffentlichen Räumen überprüft.

Insgesamt 15 Studien weltweit konnten ausgewertet werden. Mithilfe des statistischen Verfahrens einer Metaanalyse von relativen Risiken konnte gezeigt werden, dass Rauchverbote in öffentlichen Räumen das Rauchen nicht nach Hause verlagern. Im Gegenteil: Insgesamt zeigten fast alle eingeschlossenen Studien eine Verringerung des Passivrauchens von Kindern zuhause nach Einführung der Rauchverbote.
Den in der Fachzeitschrift BMC Public Health im Juni 2018 veröffentlichten Artikel finden Sie hier.
Die Forschungsarbeit fand international große Aufmerksamkeit. Die Diskussion des Artikels können Sie unter folgenden Links verfolgen:
http://0-blogs.biomedcentral.com.brum.beds.ac.uk/bmcseriesblog/2018/06/26/smoking-bans-lead-less-smoking-home/
https://biomedcentral.altmetric.com/details/43954124

Nanninga S, Lhachimi K S, Bolte G: Impact of public smoking bans on children’s SHS exposure at home: a systematic review and meta-analysis. BMC Public Health 2018, 18:74

Kontakt:
Sarah Nanninga
Universität Bremen
Institut für Public Health und Pflegeforschung
Abteilung Sozialepidemiologie
E-Mail: snanninga@uni-bremen.de

Gabriele Bolte, Jon Fairburn  © IPPGabriele Bolte, Jon Fairburn © IPP
Prof. Gabriele Bolte berät als Expertin das WHO European Centre for Environment and Health

Im Jahr 2012 gab die WHO (World Health Organization, Regional Office for Europe) erstmals einen umfassender Bericht zu sozialen Ungleichheiten in Umweltbelastungen und –ressourcen heraus. Derzeit arbeitet das European Centre for Environment and Health der WHO mit Expertinnen und Experten aus Europa zusammen um auf Basis neuer Daten diesen Bericht zu aktualisieren sowie neue Ungleichheitsindikatoren für umweltbezogene Gesundheit zu entwickeln.
Prof. Gabriele Bolte nahm als eingeladene Expertin am 20. & 21.06.2018 an einem internationalen Workshop des European Centre for Environment and Health teil und präsentierte erste Ergebnisse der systematischen Reviews zu sozialen Ungleichheiten in Umweltbelastungen und -ressourcen in Europa.

Das Team der Abteilung Sozialepidemiologie des IPP arbeitet derzeit in Kooperation mit Prof. Jon Fairburn, Staffordshire University, UK, an systematischen Reviews zum Ausmaß sozialer Ungleichheiten in Expositionen gegenüber Luftschadstoffen, Lärm und Chemikalien sowie zu sozialen Ungleichheiten bei den Zugängen zu Umweltressourcen wie Grün- und Blauflächen in der Wohnumgebung.
Seit 2009 berät Prof. Gabriele Bolte die WHO zu Fragen sozialer Ungleichheiten bei Umwelt und Gesundheit. In dem Bericht „Environmental Health Inequalities in Europe“ verfasste sie das Kapitel zu „Environment-related Inequalities“. Aktuell liegt der Beratungsschwerpunkt auf der Integration neuer wissenschaftlicher Evidenz und auf der Weiterentwicklung von Indikatoren für soziale Ungleichheiten in umweltbezogener Gesundheit für Europa.

Kontakt:
Prof. Dr. Gabriele Bolte
Geschäftsführende Direktorin des IPP und Leiterin der Abteilung Sozialepidemiologie
Universität Bremen
E-Mail: gbolte@uni-bremen.de

Pflegewissenschaftliche Studien im Überblick – Juni 2018

Die Digitalisierung hat inzwischen auch in der pflegerischen Versorgung Einzug erhalten. Prof. Görres verdeutlicht die damit verbundenen Potenziale für die Betreuung von Personen mit einer Demenz anhand drei wissenschaftlicher Studien.
Eine cluster-randomisierte Studie in Australien kam zu dem Ergebnis, dass die Interaktion mit einem seehundähnlichen Roboter zu positiven Auswirkungen auf den Gemütszustand und der Agitierheit führte. Der Einsatz des Roboters ohne die Interaktionsfunktion zeigte zwar geringere, aber ebenfalls positive Ergebnisse im Vergleich zu der regulären Betreuung.
In einer italienische Studie konnte eine Verbesserung der kognitiven Leistung durch die zusätzliche Anwendung eines speziellen webbasierten Trainingsprogramms von dementiell erkrankten Personen nachgewiesen werden. Aber auch das Wohlbefinden der Teilnehmer*innen verbesserte sich durch die digitalisierte Anwendung.
Eine in Amerika durchgeführte Studie untersuchte die Effekte einer Tabletnutzung auf die Agitierheit bei den älteren, an Demenz erkrankten Personen. Als Resultat konnte festgehalten werden, dass diese Intervention eine praktikable, nicht-medikamentöse Alternative mit potenziellen Nutzen auf die Agitierheit darstellt. Allerdings wurden negative Assoziationen identifiziert, die unter anderem zwischen dem Schweregrad der Demenz und der Komplexität der App bestanden.

Den aktuellen Beitrag finden Sie hier.

Görres, S. & Böbel, S. (2018). Demenz 4.0. Digitale Technik einsetzen. Altenpflege, 43 (6), 28-29. Hannover: Vincentz Network.
Website: http://www.altenpflege-online.net/

Kontakt und Information:
Prof. Dr. Stefan Görres
Dekan FB 11
Universität Bremen
Mitglied des Direktoriums
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Sprecher Abt. 3: Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung Grazer Straße 4, 28359 Bremen
E-Mail: sgoerres@uni-bremen.de

Experteneinschätzung von Prof. Görres zu der Versorgungsqualität in Pflegeheimen

Das wissenschaftliche Institut der AOK (WidO) hat anhand von Abrechnungsdaten der AOK-Versicherten aus 5.622 Pflegeheimen große Unterschiede in der Pflege-Qualität nachgewiesen.
Prof. Görres bezieht zu diesem Pflegebericht Stellung und betont, dass neben der pflegerischen und medizinischen Versorgung viele weitere Ursachen Einfluss auf die Versorgungsqualität nehmen. Zu diesen zählen u.a. die Trägerschaft, die geographische Lage, die Einrichtungsgröße sowie die Finanzierung, aber auch die Anzahl der Arzt-Bewohner-Kontakte. Der Pflegewissenschaftler weist in diesem Kontext ebenfalls auf die umstrittene Fachkraftquote hin, die weder evidenzbasiert und begründet festgelegt ist noch die besagten weiteren Einflussfaktoren berücksichtigt.
Verbesserungen können laut des Experten durch regelmäßige Besprechungen und ein Pflegemanagement-System erzielt werden. Insgesamt bedarf es aber eine Messung und Optimierung vieler Faktoren, um letztendlich eine gute Versorgungsqualität gewährleisten zu können.

Der Beitrag von Christian Benecker ist unter folgendem Link auf der Website Medscape abrufbar:  
https://deutsch.medscape.com/artikelansicht/4907076

Kontakt und Information:
Prof. Dr. Stefan Görres
Dekan FB 11
Universität Bremen
Mitglied des Direktoriums
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Sprecher Abt. 3: Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung Grazer Straße 4, 28359 Bremen
E-Mail: sgoerres@uni-bremen.de

Stellungnahme der Expertinnen an den Bundesgesundheitsminister geschickt

Seit über zweieinhalb Jahren sind Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck und Sabine Muths beratend für das Bundesministerium für Gesundheit tätig. U.a. haben sie an der Erstellung der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflege (PflAPrV) und an der Erarbeitung der Anlagen 1-5 mitgewirkt. Jetzt sind bei den Kompetenzen für die staatliche Prüfung für die Altenpflege massive Änderungen vorgenommen worden, - ohne die Expertinnen zu beteiligen. „Diese Reduktion führt zu einer Absenkung des Kompetenzniveaus der Altenpflegeausbildung gegenüber den anderen beiden Ausbildungen. Auf dieser Kompetenzgrundlage kann eine hochwertige pflegerische Versorgung von alten Menschen mit Berücksichtigung auch aktueller pflegewissenschaftlicher Erkenntnisse,  nicht mehr ausreichend gewährleistet werden.“, betont Darmann-Finck.

Heute findet im Gesundheitsausschuss des Bundestages eine Anhörung zur PflAPrV statt.  Die vollständige Stellungnahme, die dem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zunächst per Email und postalisch zugegangen ist, können Sie hier downloaden.

© IPPSebastian Partsch
“Nursing Science: Connecting the Dots”

Vom 22.-23.06.2018 fand in Maastricht, Niederlande, die 17th European Doctoral Conference in Nursing Science mit dem Schwerpunktthema “Nursing Science: Connecting the Dots ” statt. Doktorand*innen aus den verschiedensten europäischen und nicht-europäischen Ländern hatten die Möglichkeit ihre Promotionsvorhaben und wissenschaftlichen Projekte in den Räumen der Universität Maastricht vorzustellen. Sebastian Partsch, Abteilung 4 des IPP, präsentierte in einer Postersession das Projekt „Mustercurriculum Kommunikation in der Pflege“ und ging dabei vor allem auf die unterschiedlichen didaktischen Zieldimensionen und die Entwicklungslogik(en) des Mustercurriculums ein.
Das Mustercurriculum wird in einem vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten Projekt zur Förderung der kommunikativen Kompetenz in der Pflegeausbildung entwickelt. Das Curriculum ist durch berufliche Situationen und Aufgabenstellungen strukturiert, die im Ausbildungsverlauf einen steigenden Komplexitätsgrad aufweisen. So können sich Pflegelernende sukzessive kommunikative Kompetenzen auf einem zunehmend höheren Niveau aneignen. Ab 2019 wird das Curriculum den Pflegeschulen als Open-Source-Datenbank zur Verfügung stehen.
http://www.ipp.uni-bremen.de/forschung/abteilung-4-qualifikations-und-curriculumforschung/projekte/laufende-projekte/?proj=693&page=1


Kontakt:

Sebastian Partsch
Abteilung 4: Qualifikations- und Curriculumforschung
Universität Bremen
Institut für Public Health und Pflegeforschung
Abt. 4: Qualifikations- und Curriculumforschung
Raum: A2100
Grazer Straße 4
28359 Bremen
Telefon: +49 421 218-68912
E-Mail: partsch@uni-bremen.de

Experteneinschätzung von Prof. Görres

Im Rahmen des Hauptstadtkongresses in Berlin weist Prof. Görres auf fehlende evidenzbasierte Studien zum Einfluss der Fachkraftquote auf die pflegerische Versorgungsqualität hin. Der Pflegewissenschaftler leitet deshalb als zukünftige Forschungsaufgabe die Ermittlung dieses Einflusses ab. Darüber hinaus besteht laut Prof. Görres aber eine weitere Aufgabe darin, mögliche alternative Lösungen zur Fachkraftquote zu identifizieren. Dies ist vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels, durch den die Fachquote bereits heutzutage nicht realisiert werden kann, ebenfalls von besonderer Relevanz.

Der gesamte Beitrag von Dr. Christina Lauer ist auf der Website
„BibliomedPflege. Das Portal für die Pflege powered by Die Schwester Der Pfleger“ verfügbar unter: https://www.bibliomed-pflege.de/alle-news/detailansicht/35531-fachkraftquote-allein-kann-qualitaet-der-pflege-nicht-verbessern/

Kontakt und Information:
Prof. Dr. Stefan Görres
Dekan FB 11
Universität Bremen
Mitglied des Direktoriums
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Sprecher Abt. 3: Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung Grazer Straße 4, 28359 Bremen
E-Mail: sgoerres@uni-bremen.de

Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck © IPPProf. Dr. Ingrid Darmann-Finck © IPP
Ingrid Darmann-Finck forscht zu „Entwicklungsaufgaben in der Pflegeausbildung“

Drei Jahre lang können zwei Nachwuchswissenschaftlerinnen bzw. –wissenschaftler am Institut für Public Health und Pflegeforschung unter der Leitung von Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck die subjektiven Bildungsgänge Pflegeauszubildender untersuchen. Die Studie wird sich auf den sozialisationstheoretischen Ansatz der Entwicklungsaufgaben stützen. Ziel ist es zu ermitteln, welche Entwicklungsaufgaben zu welchen Zeitpunkten im Ausbildungsverlauf von den Pflegeauszubildenden wie bearbeitet werden.  

Mit dem Projekt soll eine empirische Grundlage für die Entwicklung von Curricula und die Weiterentwicklung pflegedidaktischer Modelle geschaffen werden. Die Strukturierung der Pflegecurricula und damit des theoretischen und praktischen Unterrichts an Pflegeschulen erfolgt bislang weitgehend auf der Basis pflegefachlicher und –didaktischer Plausibilitäten. Auf der Basis der Ergebnisse könnten zukünftig Curricula bzw. konkrete Lehr-/Lernangebote so gestaltet werden, dass sie die Bearbeitung von beruflichen Entwicklungsaufgaben in unterschiedlichen Ausbildungsphasen systematisch unterstützen.

Kontakt:
Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck
Universität Bremen
Fachbereich 11
Wissenschaftsschwerpunkt 6 Health Sciences
Adjunct Professor University of Ottawa
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Abt. 4 Qualifikations- und Curriculumforschung
Telefon (0421) 218-68940
darmann@uni-bremen.de

www.public-health.uni-bremen.de
www.healthsciences.uni-bremen.de

© Deutscher Bildungsrat 2018Christine Vogler, Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck, Gertrud Stöcker (DBR), Prof. Dr. Anja Walter © Deutscher Bildungsrat
Das neue Berufsprofil der generalistisch qualifizierten Pflegefachperson

Der Deutsche Bildungsrat, ein Zusammenschluss mehrerer Pflegeverbände, befasst sich seit 25 Jahren mit allen Aspekten der Aus-, Fort- und Weiterbildung der Pflegeberufe. Die Expert*innen erarbeiten zukunftsgerichtete Konzepte der Pflegebildung und bringen ihre Positionen über Stellungnahmen und ihre Mitgliedschaft in zahlreichen gesundheits- und pflegepolitischen Gremien in den politischen Diskurs ein. Am 4. Juni fand in Berlin eine Fachtagung anlässlich des 25-jährigen Jubiläums statt.  

Nach der Begrüßung durch Gertrud Stöcker, langjährige Vorsitzende des Deutschen Bildungsrats, kamen Grußworte von Andreas Westerfellhaus, Staatssekretär und Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung und Franz Wagner, Präsident des Deutschen Pflegerats (DPR). Frau Prof. Dr. Gesine Schwan  hielt einen Festvortrag zum Thema „Über die Kernkompetenz der Pflege“. In ihrem Vortrag „Ein neues Berufsprofil: Die generalistisch ausgebildete Pflegefachfrau / der generalistisch ausgebildete Pflegefachmann“  stellte Ingrid Darmann-Finck dar, dass durch die durch das neue Pflegeberufegesetz (PflBG 2017) etablierte generalistische Ausrichtung zukünftig der Kern der Pflege stärker im Mittelpunkt steht.
Pflegefachpersonen sind demnach dafür zuständig, Menschen (und ihre Bezugspersonen) in existentiell bedrohten Lebenslagen auf der Basis eines interpersonalen Beziehungs- und Problemlösungsprozesses bei ihren Lebensaktivitäten zu unterstützen. Pflegebedürftigkeit kann beispielsweise durch gesundheitliche Beeinträchtigungen, durch Einschränkungen in Entwicklung und Autonomie oder durch andere hohe Belastungen zustande kommen. Pflegefachpersonen sind in der Lage,  die pflegerische Unterstützung bei Menschen unterschiedlicher Lebensphasen und in unterschiedlichen Versorgungsbereichen unter Berücksichtigung der dort jeweils bestehenden Formen der intra- und interprofessionellen Zusammenarbeit sowie der jeweiligen rechtlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen zu leisten. Sie erlangen damit ein breites Überblickswissen und Handlungskompetenz in den unterschiedlichen Versorgungsbereichen, die Fähigkeit, Problemlösungen auf andere Versorgungssituationen zu transferieren sowie die Kompetenz, die Versorgung über die Schnittstellen hinweg zu gestalten. Damit entwickeln die Auszubildenden genau die Kompetenzen, die für die Gestaltung der zukünftigen Versorgungsanforderungen in der Pflege von Bedeutung sind. Die neue Schwerpunktsetzung wird durch die vorbehaltenen Tätigkeiten (§ 4 PflBG) unterstrichen und in der neuen Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflege (PflAPrV) konsequent realisiert. Ingrid Darmann-Finck hat die beiden zuständigen Ministerien bei der Erstellung der PflAPrV beraten.