Aktuelles Archiv

News filtern
SuchErgebnis:
Titelseite der IPP-Schriften 19Titelseite der IPP-Schriften 19
Prof. Dr. Gabriele Bolte und Dr. Jacqueline Hamilton veröffentlichen in der IPP-Schrift Forschungsergebnisse zur Bewertung und zur Erhöhung der Resilienz von Stadtquartieren und eine Arbeitshilfe für die kommunale Praxis

In der neuen Ausgabe der IPP-Schriften werden die Ergebnisse des Projektes „Stresstest resilientes Quartier – Betroffenheit von Quartieren durch Epidemien und Strategien zur Erhöhung der Resilienz am Beispiel der SARS-CoV-2-Pandemie“ vorgestellt.

Prof. Dr. Gabriele Bolte und Dr. Jacqueline Hamilton (Institut für Public Health und Pflegeforschung, Universität Bremen) haben das Projekt gemeinsam mit Prof. Dr.-Ing. Sabine Baumgart und Angelique Hallmann (Bremer Büro BPW Stadtplanung) durchgeführt. Das Projekt wurde von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt in der Förderinitiative „Corona und Nachhaltigkeit: Lernen aus der Krise für eine nachhaltige Entwicklung“ gefördert.

Im Fokus des Projekts standen die Auswirkungen von Epidemien respiratorischer Infektionskrankheiten in Städten. Es wurden Methoden entwickelt, mit denen die Resilienz unterschiedlich strukturierter Quartiere bewertet werden kann, um die Notwendigkeit von Anpassungen und die Anpassungsfähigkeit zu identifizieren. Eine Anwendung erfolgte in Fallstudienquartieren aus fünf Großstädten in Deutschland.

Die vorliegende IPP-Schrift setzt sich aus den folgenden drei Bänden des Projektabschlussberichts zusammen:

  • Band 1 umfasst alle Arbeitspakete des Projektes und deren Ergebnisse,
  • Band 2 enthält die Quartiersprofile zu den fünf Fallstudien und
  • Band 3 beinhaltet die Arbeitshilfe „Stresstest Resilientes Quartier. Arbeitshilfe für die kommunale Praxis zur Förderung der Robustheit und Anpassungsfähigkeit bei Epidemien“ und deren Anhang.

Arbeitshilfe Stresstest Resilientes Quartier

Die Arbeitshilfe „Stresstest Resilientes Quartier. Arbeitshilfe für die kommunale Praxis zur Förderung der Robustheit und Anpassungsfähigkeit bei Epidemien“ soll Groß- und Mittelstädten helfen, die Resilienz – die Robustheit und Anpassungsfähigkeit – gegenüber Epidemien von infektiösen respiratorischen Krankheiten in Stadtquartieren zu erhöhen.

Ein methodisches Vorgehen zur Bewertung von Quartieren hinsichtlich ihrer Resilienz anhand abgeleiteter und kategorisierter Indikatoren wird in der Arbeitshilfe und deren Anhang erläutert. Die Bewertung identifiziert Quartiere mit niedrigerer Resilienz sowie bestimmte Handlungsfelder, in denen Maßnahmen zu Erhöhung der Resilienz nötig sind.

Die Arbeitshilfe präsentiert für fünf Handlungsfelder (Wohnumfeld und öffentlicher Raum, Mobilität, Versorgung und soziale Infrastruktur, Wohnen sowie vulnerable Gruppen) Instrumente und Maßnahmen der Stadtplanung und anderer Akteure, die zur Erhöhung der Resilienz von Quartieren beitragen können. Sie richtet sich an Planungs- und Bauverwaltungen, private Unternehmen der Stadt- und Infrastrukturplanung und den Öffentlichen Gesundheitsdienst sowie alle Fachämter im Sinne des Ansatzes Health in All Policies.

Die IPP-Schriften 19 finden Sie unter

https://www.ipp.uni-bremen.de/uploads/IPP_Schriften_19.pdf

Informationen zum Projekt

https://www.ipp.uni-bremen.de/abteilungen/sozialepidemiologie/projekte/?proj=826

Kontakt:

Prof. Dr. Gabriele Bolte

Dr. Jacqueline Hamilton

Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)

Abteilung Sozialepidemiologie

gabriele.bolte@uni-bremen.de

hamilton@uni-bremen.de

https://www.ipp.uni-bremen.de/abteilungen/sozialepidemiologie/

Prof. Dr. Gabriele Bolte und Dr. Jacqueline Hamilton in der Förderlinie „Planetary Health“ der Deutschen Bundesstiftung Umwelt erfolgreich

Im April 2022 startete das interdisziplinäre Projekt Integriertes Indikatorenset Urbane Gesundheit in der Abteilung Sozialepidemiologie des Instituts für Public Health und Pflegeforschung. Das Ziel des Projektes ist, ein urbanes Monitoringsystem zu entwickeln, das kleinräumige Daten zu Umweltsituation, Gesundheit und sozialer Lage der Bevölkerung integriert und gesundheitsrelevante Veränderungen erfasst. Um dieses Ziel zu erreichen, kooperieren Prof. Dr. Gabriele Bolte und Dr. Jacqueline Hamilton (Public Health-Expertise) mit BPW Stadtplanung (Expertise in nachhaltiger Stadtentwicklung). Das Projekt wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt in der Förderlinie „Planetary Health“ gefördert.

Ein standardisierter Satz von evidenzbasierten Indikatoren für urbane Gesundheit fehlt bislang für die Anwendung in Deutschland. In dem neuen Projekt soll diese Lücke geschlossen werden. Hierzu werden in einem ersten Schritt bestehende Indikatorensets und Tools aus anderen Ländern hinsichtlich der Anwendbarkeit auf städtische Teilräume in Deutschland analysiert, die Datenverfügbarkeit in verschiedenen Städten in Deutschland untersucht und Indikatoren ausgewählt bzw. weiterentwickelt. Anschließend sollen ein Prototyp für ein interaktives Tool zur Darstellung der Indikatoren entwickelt und eine Anleitung für die Anwendung des Indikatorensets in der Praxis auf der kommunalen Ebene erstellt werden.

In mehreren Phasen des Projektes wird es eine Rückkopplung mit Expert*innen aus Planungs- und Gutachter-Büros sowie aus verschiedenen Ressorts der Verwaltung von ausgewählten kreisangehörigen und kreisfreien Städten geben.

Das Projekt baut auf Ergebnissen des Projektes „Stresstest resilientes Quartier: Betroffenheit von Quartieren durch Epidemien und Strategien zur Erhöhung der Resilienz – am Beispiel der SARS-CoV-2-Pandemie“ auf.

Weitere Informationen zu diesem abgeschlossenen Projekt: https://www.ipp.uni-bremen.de/abteilungen/sozialepidemiologie/projekte/?proj=826

Weitere Informationen zu dem Forschungsschwerpunkt Urban Health der Abteilung Sozialepidemiologie: https://www.ipp.uni-bremen.de/abteilungen/sozialepidemiologie/forschungsschwerpunkte/

Kontakt:

Prof. Dr. Gabriele Bolte

Abteilung Sozialepidemiologie

Institut für Public Health und Pflegeforschung

gabriele.bolte@uni-bremen.de

Interdisziplinäre Perspektiven und Nutzung raumbezogener Regelwerke für eine gesunde Stadt

Prof. Dr.-Ing. Sabine Baumgart, assoziiertes Mitglied der Abteilung Sozialepidemiologie des Instituts für Public Health und Pflegeforschung, und Dr.-Ing. Andrea Rüdiger veröffentlichen Lehrbuch zum Thema räumliche Planung und Public Health.

Städte waren von jeher Orte, die vor Gefahren aus dem Umland schützten. Sie brachten aber auch neue Gefährdungen durch Krankheiten und Unfälle hervor. Gesundheitsschutz und Gesundheitsvorsorge sind daher traditionell eng mit räumlicher Planung verknüpft, die zwischen unterschiedlichen Raumansprüchen und möglichen Nutzungskonflikten abwägt. Um gesundheitsrelevante Aspekte, Themen und Handlungsfelder zu erkennen, müssen relevante Perspektiven miteinander verknüpft werden. Zur Erweiterung von Handlungsoptionen für eine gesunde Stadt ist es sinnvoll, raumbezogene Regelwerke in den Gestaltungsauftrag der Akteure räumlicher Planung und politischer Entscheider*innen einzubeziehen.

Das Buch ist in der „Edition Nachhaltige Gesundheit in Stadt und Region“ erschienen.

Weitere Informationen: https://www.oekom.de/buch/gesundheit-in-der-stadtplanung-9783962383015

Weitere Informationen zum Forschungsschwerpunkt Urban Health - Gesundheit im urbanen Raum der Abteilung Sozialepidemiologie des IPP:

https://www.ipp.uni-bremen.de/abteilungen/sozialepidemiologie/forschungsschwerpunkte/

Kontakt:

Prof. Dr. Gabriele Bolte

Abteilung Sozialepidemiologie

Institut für Public Health und Pflegeforschung

gabriele.bolte@uni-bremen.de

Prof. Dr. K. Wolf-Ostermann & Prof. Dr. S. GörresProf. Dr. K. Wolf-Ostermann & Prof. Dr. S. Görres
Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann gab ein informatives Interview für die dritte Podcastfolge des IGB zu den Themen Akademisierung der Pflegeberufe, Community Health Nurse und zu der Frage, wie die Gesellschaft von akademisierten Pflegefachpersonen profitie

Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann (@IPP_UniBremen) war zu Gast im Integrierten Gesundheitscampus Bremen (IGB) und sprach als kompetente Interviewpartnerin des Instituts für Public Health und Pflegeforschung (IPP) für die dritte Podcastfolge zu den Themen Akademisierung der Pflegeberufe, Community Health Care und die Frage, wie die Gesellschaft von akademisierten Pflegefachpersonen profitieren kann.

Das Institut für Public Health und Pflegeforschung ist Netzwerkpartner des Integrierten Gesundheitscampus Bremen (IGB). Der IGB versteht sich als strategische und kreative Verbindung für ein Netzwerk von Akteur:innen aus den Bereichen Gesundheitsforschung, Ausbildung von Gesundheits- und Pflegeberufen, Gesundheitswirtschaft und Gesundheitswesen mit dem Ziel, das bremische Potential sichtbar zu machen, als Innovationszentrum für eine agile Gesundheitsregion Impulse zu setzen, Synergien zu erzeugen und das Thema Gesundheit im Lande Bremen nach vorne auf die politische Agenda zu bringen. Den Podcast finden Sie unter folgendem Link:

https://gesundheitscampusbremen.de/podcast/

Kontakt:

Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann

Universität Bremen

Fachbereich 11 Human- und Gesundheitswissenschaften

Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)

Abt. Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung

Mail: wolf-ostermann@uni-bremen.de

www.ipp.uni-bremen.de

Karin Wolf-OstermannKarin Wolf-Ostermann
Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann erneut in den Vorstand der Ethikkommission der Deutschen Gesellschaft für Pflege (DGP) gewählt

Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann ist Mitglied des Instituts für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen. Sie wurde mit einer klaren Mehrheit erneut in den Vorstand der Ethikkommission der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft e.V. (DGP) gewählt.

Die “Ethikkommission DG-Pflegewissenschaft e.V.” wurde von der Sektion Ethik und dem Vorstand der DG-Pflegewissenschaft als eine pflegeeigene, bundesweit agierende Ethikkommission gegründet. Sie versteht sich als ein pflegespezifischer Beitrag zum Spektrum bestehender Ethikkommissionen in Medizin, Psychologie, Soziologie, Erziehungswissenschaft sowie anderen wissenschaftlichen Disziplinen. Die Kommission ist zur ethischen Begutachtung von pflege- und gesundheitswissenschaftlichen Projekten gedacht, die zu den bereits vorhandenen Ethikkommissionen keinen Zugang haben oder deren Fragestellungen nicht in das übliche Verfahrensraster passen.

In der “Ethikkommission DG-Pflegewissenschaft e.V.” haben sich Experten und Expertinnen aus den Bereichen der Ethik und der Forschung unterschiedlicher Standorte und Fachrichtungen innerhalb der Pflege zusammengefunden. In Abstimmung und Zusammenarbeit mit der Sektion Ethik betreibt die Ethikkommission Öffentlichkeits- und Beratungsarbeit zur Sensibilisierung für ethische Aspekte in der Pflegeforschung. Außerdem entwickelt sie Informationsmaterialien und Broschüren und schult Multiplikator:innen.

Kontakt:

Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann

Universität Bremen

Fachbereich 11 Human- und Gesundheitswissenschaften

Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)

Abt.7

Mail: wolf-ostermann@uni-bremen.de

www.ipp.uni-bremen.de

AdNEBAdNEB
Auftaktveranstaltung des Umweltbundesamtes am 22.03.2022

Prof. Dr. Gabriele Bolte wurde als Public Health-Expertin für gesundheitsfördernde Stadtentwicklung und Umweltgerechtigkeit vom Umweltbundesamt in den Wissenschaftlichen Beirat des Projekts AdNEB „Neues Europäisches Bauhaus weiterdenken: Nachhaltige Mobilität und resiliente Räume für mehr Lebensqualität“ berufen. Das Projekt knüpft an die Initiative der Europäischen Kommission zum „Neuen Europäischen Bauhaus“ an, die eine ökologisch nachhaltige, sozial inklusive, gesundheitsverträgliche und attraktive Entwicklung urbaner Räume verfolgt.

In dem Projekt AdNEB sollen wissenschaftliche Konzepte für umwelt- und klimaverträgliche Siedlungsstrukturen mit hoher Lebensqualität für alle Bevölkerungsgruppen entwickelt werden. Damit soll ein Beitrag zur sozialökologischen Transformation der Städte geleistet werden.

In AdNEB sollen Antworten auf die aktuellen Herausforderungen der Anpassung urbaner Räume an den ⁠Klimawandel⁠, der Gestaltung einer attraktiven urbanen blau-grünen Infrastruktur, der Umsetzung der urbanen Verkehrswende und damit der Verbesserung der Lebensqualität in Städten gefunden werden. In dem Projekt wird der Schwerpunkt Bauen und Wohnen zusammen mit Frei- und Grünräumen, Gesundheit und Wohlbefinden, Klimawandelanpassung, Umweltgerechtigkeit sowie aktiver und nachhaltiger Mobilität gedacht. Übergreifendes Ziel ist, Empfehlungen für urbane Räume zu entwickeln, in denen es sich für alle gut, gesund sowie klima- und umweltfreundlich leben lässt.

Weitere Informationen:

Forschungsprojekt AdNEB des Umweltbundesamtes: https://www.umweltbundesamt.de/forschungsprojekt-adneb-neues-europaeisches-bauhaus

New European Bauhaus der Europäischen Kommission: https://europa.eu/new-european-bauhaus/index_de

Forschungsschwerpunkte „Urban Health - Gesundheit im urbanen Raum“ und „Umweltgerechtigkeit - Chancengleichheit bei Umwelt und Gesundheit“ der Abteilung Sozialepidemiologie des IPP: https://www.ipp.uni-bremen.de/abteilungen/sozialepidemiologie/forschungsschwerpunkte/

Kontakt:

Prof. Dr. Gabriele Bolte

Abteilung Sozialepidemiologie

Institut für Public Health und Pflegeforschung

gabriele.bolte@uni-bremen.de

Ergebnisse eines Modellprojektes in Schleswig-Holstein

Der Beitrag stellt Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt „Stabilität und Variation des Care-Mix in Pflegeheimen unter Berücksichtigung von Case-Mix, Outcome und Organisationscharakteristika – Organisationsentwicklung in Schleswig-Holstein (StaVaCare 2.0 OE SH)“ vor, das unter der Leitung von Prof. Stefan Görres und Prof. Karin Wolf-Ostermann am UBC-Zentrum Altern und Pflege durchgeführt wird. Das Projekt wird unter dem Dach der Uni Bremen Campus GmbH durchgeführt, die Autor:innen sind Mitglieder der Abteilung Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung am Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen. Sie gehen u.a. folgenden Fragen nach: Wie kann ein neuer Professionen- und Aufgaben-Mix, verbunden mit einer angepassten Führungskultur, das Wohlbefinden und die Resilienz Pflegender stärken? Die Antworten sollen Pflegeeinrichtungen in 2022 in einer Tool-Box zur Verfügung gestellt werden.

Görres, S., Wolf-Ostermann, K., Friedrich, A.-C., Hartig, C. & Stiefler, S. (2022). Erste Erfahrungen mit Personalbemessung in der Pflege. Altenheim 4, Vincentz Network GmbH & Co. KG, 76 -77

www.altenheim.net

Informationen zum Projekt StaVaCare 2.0 OE SH:

https://www.ipp.uni-bremen.de/abteilungen/pflegewissenschaftliche-versorgungsforschung/projekte/laufende-projekte/?proj=847&page=1

Kontakt und Information:

Prof. Dr. Stefan Görres

Universität Bremen

Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)

Abt. Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung,

E-Mail: sgoerres@uni-bremen.de

https://www.ipp.uni-bremen.de/abteilungen/pflegewissenschaftliche-versorgungsforschung/

© AFOOT-Projekt (T. Brüchert)© AFOOT-Projekt (T. Brüchert)
Alle acht Abteilungen des Instituts für Public Health und Pflegeforschung im Forschungscluster „Gesunde Stadt Bremen“ aktiv

Wie wird Bremen fit für die gesundheitlichen Herausforderungen der Zukunft? Das ist eine der Fragen, die das gemeinsame Forschungscluster der Universität Bremen, der Hochschule Bremen und der APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft im Kontext des Integrierten Gesundheitscampus Bremen untersucht.

Bremen steht wie viele Städte, in denen es große Unterschiede in den sozialen Lebensverhältnissen gibt, vor Herausforderungen in der Gesundheitsversorgung und einer gesundheitsfördernden Stadtentwicklung.
Soziale Ungleichheiten führen dazu, dass Angebote der Prävention und Gesundheitsversorgung sehr unterschiedlich von den Menschen wahrgenommen werden können. Große Unterschiede sind dort zu verzeichnen, wo es um ihre Lebenswelten geht: So sind beispielsweise Wohngebiete, in denen überwiegend günstige Wohnungen liegen, stärker von Verkehrslärm betroffen. Bei Krisen, wie der aktuellen Pandemie, sind sie außerdem von höheren Infektionsraten betroffen als andere Wohnlagen.

Forschungscluster im Rahmen des neuen Integrierten Gesundheitscampus Bremen

Unter dem Titel „Gesunde Stadt Bremen: Interprofessionell, digital, nachhaltig“ startet die Universität Bremen jetzt zusammen mit der Hochschule Bremen und der APOLLON-Hochschule der Gesundheitswirtschaft ein Forschungscluster im Rahmen des Integrierten Gesundheitscampus Bremen. Der integrierte Gesundheitscampus Bremen wurde von der Senatorin für Wissenschaft und Häfen in Kooperation mit der Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz als Teil der Koalitionsvereinbarungen und des Wissenschaftsplans initiiert und gefördert und konzentriert sich auf die Vernetzung im Wissenschafts- und Gesundheitssektor.

Das Forschungscluster „Gesunde Stadt Bremen“ wird ebenfalls von der Senatorin für Wissenschaft und Häfen gefördert. Von der Universität Bremen werden Wissenschaftler:innen aus dem Wissenschaftsschwerpunkt Gesundheitswissenschaften, insbesondere aus dem Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) sowie dem SOCIUM - Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik beteiligt sein. Aus der Hochschule Bremen werden Wissenschaftler:innen aus der Fakultät Gesellschaftswissenschaften, der Fakultät Architektur, Bau und Umwelt sowie dem Institut für Energie und Kreislaufwirtschaft vertreten sein und die APOLLON-Hochschule der Gesundheitswirtschaft beteiligt sich mit zwei Professor:innen. Die Laufzeit des Forschungsclusters beträgt vier Jahre.

Studien untersuchen Möglichkeiten für gesundheitliche Chancengleichheit

In inhaltlich eng verzahnten Projekten untersuchen interdisziplinäre Teams aus den beteiligten drei Hochschulen, wie beispielsweise auf der Verwaltungsebene die Zusammenarbeit verschiedener Bereiche durch ein integriertes kleinräumiges Monitoring gefördert werden kann oder wie digitale Technologien Teilhabe und soziale Integration von Menschen mit Pflegebedarf vor Ort unterstützen können. Weitere Fragen, die beleuchtet werden: Wie können in Quartieren niedrigschwellige Zugänge für die Versorgung werdender Mütter, die Vorbeugung von Erkrankungen bei älteren Menschen und Gesundheitsförderung mit Jugendlichen realisiert werden? Und wie kann die bremische Gesundheitsversorgung für künftige Krisen im Rahmen von Klimawandel und Extremereignissen fit gemacht werden?  

Wir möchten zu einer nachhaltigen, klimagerechten und gesundheitsfördernden Stadtentwicklung beitragen“, sagt Professorin Gabriele Bolte vom Institut für Public Health und Pflegeforschung der Universität Bremen, Sprecherin des Forschungsclusters für die Universität Bremen.

Deshalb ist es uns wichtig, dass wir unsere Erkenntnisse gemeinsam mit den Verwaltungen und Akteuren in den Stadtteilen gewinnen und wieder zur Verfügung stellen“, ergänzt Professor Matthias Zündel von der Hochschule Bremen. Dies sei durch die enge Zusammenarbeit der Forschenden mit den Akteur:innen vor Ort und durch den Einbezug der Personen, mit denen und für die Gesundheitsförderung und Gesundheitsversorgung in den Stadtteilen geschehen solle, gewährleistet. „Wir brauchen diese engere Zusammenarbeit von Sozial- und Gesundheitsfachkräften vor Ort, aber auch zwischen den Verwaltungen in Bremen und Bremerhaven“, betont Professorin Johanne Pundt der APOLLON-Hochschule. In diesem Forschungscluster vernetzen sich erstmalig Wissenschaftler:innen der drei bremischen Hochschulen.

Die Forschung erfolgt in sechs Teilprojekten, für die fünf Promotions- und eine PostDoc-Stelle bis zum 19.4.22 ausgeschrieben sind (Stellenausschreibungen Universität Bremen).

PM der Universität Bremen vom 14.03.22, Autorin: Christina Selzer

Prof. Dr. Gabriele Bolte
Geschäftsführende Direktorin des IPP
Sprecherin des Forschungsclusters für die Universität Bremen
Institut für Public Health und Pflegeforschung IPP)
Abteilung Sozialepidemiologie
gabriele.bolte@uni-bremen.de
https://www.ipp.uni-bremen.de/abteilungen/sozialepidemiologie/

Biochemisches Sicherheitslabor an der University of NamibiaBiochemisches Sicherheitslabor an der University of Namibia
Prof. Dr. Benjamin Schüz (IPP) an internationalem Gesundheitsprojekt beteiligt

Mit einem virtuellen Kick-off Workshop wurde am Freitag, 25. Februar 2022, der offizielle Startschuss für ein internationales Gesundheitsprojekt in Namibia gegeben. Gemeinsam mit Partnern aus Namibia, Deutschland und der Schweiz führt die GIZ – Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit – für die Senatskanzlei Bremen ein Projekt zur Bewältigung der Pandemie und Stärkung des Gesundheitssystems durch. Im Zentrum stehen dabei: Die Verbesserung der Fähigkeiten zur Diagnostik von Krankheitserregern wie SARS-CoV 2, aber beispielsweise auch Tuberkulose und HIV/Aids sowie die Verbesserung der Ausbildung von akademischem Nachwuchs und Pflegekräften im Gesundheitsbereich in Namibia.

Geplant sind gemeinsame (virtuelle) Vorlesungen für Studierende im Gesundheitsbereich an der Universität Bremen und der University of Namibia, die Weiterentwicklung der Lehrpläne, aber auch die Fortbildung des medizinischen Lehrpersonals durch Fachaustausche. Um die Diagnose von Krankheiten, aber auch die Forschung und Ausbildung in diesem Bereich zu verbessern und um Infektionskrankheiten wie Corona in Zukunft gezielter abwehren zu können, wird zudem ein neues biochemisches Sicherheitslabor unterstützt.

Fachpartner sind die Universität Bremen mit dem Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP), das Bremer Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie - BIPS sowie das Forschungszentrum Borstel, Leibniz Lungenzentrum in Schleswig-Holstein und das Inselspital Bern (Schweiz). Insbesondere die beiden letztgenannten Akteure engagieren sich seit Jahren in der Bekämpfung von Tuberkulose und Verbesserung der Bedingungen zur Behandlung dieser Krankheit in Namibia und haben sich für die Errichtung des Labors eingesetzt.

Der Ausbruch der weltweiten Corona-Pandemie im Jahr 2020 hat deutlich gemacht, wie wichtig ein starker und widerstandsfähiger Gesundheitssektor ist, um die Pandemie zu überwinden und die Bevölkerung vor Krankheiten wie SARS-CoV 2 zu schützen - in Deutschland, wie in Ländern des globalen Südens.

Staatsrat Dr. Olaf Joachim, in Bremen für die Entwicklungszusammenarbeit zuständig, äußerte sich daher besonders erfreut: „Für mich ist es ein Glücksfall, wenn durch die Vernetzung und Kooperation von Aktivitäten deutscher und internationaler Akteure in den Partnerländern alle Seiten profitieren, insbesondere aber unsere Partner in Namibia. Uns ist es mit diesem Projekt gelungen, dass mit bremischen und Bundesmitteln vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ein Labor in Namibia unterstützt wird, das für die gesundheitliche Versorgung und die Erforschung von Krankheiten sehr wichtig ist. Die Studierenden in Bremen und Namibia können zudem nicht nur vom Fachwissen unserer bremischen Akteure am BIPS und IPP profitieren, sondern auch dem Fachwissen des FZ Borstel und Inselspital Bern. Und das neue Labor wird in Zukunft für verbesserte wissenschaftliche und diagnostische Kapazitäten sorgen.“

Zum Hintergrund:
Die Freie Hansestadt Bremen pflegt seit über 40 Jahren enge Beziehungen zum Partnerland Namibia. In Partnerschaft mit dem BMZ und der GIZ werden seit vielen Jahren gemeinsame Projekte, unter anderem zu den Themen berufliche Bildung, nachhaltige Mobilität und Logistik durchgeführt.

Im neuen Gesundheitsprojekt werden gemeinsam mit der GIZ und den Fachpartnern zwei Projektmodule bis Ende 2022 umgesetzt. Die Bremer Partner Uni Bremen (IPP) und BIPS engagieren sich für die Verbesserung der medizinischen und Pflege-Ausbildung an der University of Namibia (UNAM) mit der Fakultät für öffentliche Gesundheit, der medizinischen Fakultät und der Abteilung für Biochemie und Mikrobiologie. Beide Universitäten sind seit langer Zeit durch eine Kooperation verbunden und haben im Jahr 2017 eine neue Kooperationsvereinbarung unterschrieben. Das Labor, das von der Kreditanstalt für Wiederaufbau finanziert und vor kurzem an der University of Namibia aufgestellt wurde, soll sowohl mit medizinischer Ausstattung als auch mit Personal unterstützt werden.

Bremen und der GIZ ist es hier gelungen, bestehende Projekte und das langjährige Engagement des Inselspital Bern und des Forschungszentrum Borstel, Leibniz-Lungenzentrum (Schleswig-Holstein), für das bremische Projekt zu gewinnen.

Mit dem Bund-Länder-Programm unterstützt das BMZ die entwicklungspolitischen Aktivitäten der deutschen Bundesländer in den Partnerländern des globalen Südens. Dabei erfolgt eine gemeinsame Finanzierung. Angesichts der Corona-Pandemie hatte das BMZ im Herbst 2020 einen "Sonderaufruf Corona" gestartet, um gemeinsam die Folgen der Corona-Pandemie abzufedern und die Resilienz rund um das Infektionsgeschehen in Partnerregionen zu stärken. Die Senatskanzlei Bremen (Referat für internationale Kooperationen und Entwicklungszusammenarbeit) hatte hierfür in Zusammenarbeit mit der GIZ, der Universität Bremen sowie dem Forschungszentrum Borstel und Inselspital Bern einen Projektvorschlag eingereicht. Das Projekt wird seit September 2021 bis Ende 2022 umgesetzt.

25.02.2022, Pressestelle des Senats der Freien Hansestadt Bremen

Ansprechpersonen:
Senatskanzlei: Silke Goethe, Ref. 32 – Internationale Kooperationen und Entwicklungszusammenarbeit, Tel.: (0421) 361-2987 E-Mail:
silke.goethe@sk.bremen.de

Universität Bremen: Prof. Benjamin Schüz, Institut für Public Health und Pflegeforschung, Tel.: (0421) 218-68833, E-Mail: benjamin.schuez@uni-bremen.de

Forschungszentrum Borstel, Leibniz Lungenzentrum: Prof. Stefan Niemann, Tel.: (04537) 188-7620, Email: sniemann@fz-borstel.de

Inselspital Bern: PD Dr. Gunar Günther, Universitätsklinik der Universität Bern, Klinik für Pneumologie und Allergologie, Tel.: 0041-31-6321-900; E-Mail gunar.guenther@insel.ch

Prof. Dr. Benjamin Schüz
Institut für Public Health und Pflegeforschung
Fachbereich Human- und Gesundheitswissenschaften

Universität Bremen
E-Mail: benjamin.schuez@uni-bremen.de
www.ipp.uni-bremen.de

Prof. Dr. Ansgar GerhardusProf. Dr. Ansgar Gerhardus
Jahrestagung und Jahresmitgliederversammlung der DGPH am 17.02.2022

Prof. Dr. Ansgar Gerhardus wurde auf der Jahresmitgliederversammlung der Deutschen Gesellschaft für Public Health (DGPH) am 17.02.2022 als 1. Vorsitzender wiedergewählt. Ansgar Gerhardus ist Mitglied des Direktoriums des Instituts für Public Health und Pflegeforschung (IPP) am Fachbereich 11 der Universität Bremen und Sprecher der Abteilung Versorgungsforschung am IPP.
Prof. Hajo Zeeb wurde als 2. Vorsitzender gewählt, Sebastian Hinck als geschäftsführendes Vorstandsmitglied sowie Prof. Thomas Altenhöner, PD Burkhard Gusy, Jacqueline Posselt und Prof. Dagmar Starke als Vorstandsmitglieder. Ausgeschieden sind Dr. Karin Geffert und Prof. Anja Dieterich. Neu hinzukommen sind dafür Prof. Starke und Prof. Zeeb.
Im Mittelpunkt der Jahrestagung der DGPH stand die Podiumsdiskussion mit Vertreter*innen der Regierungsfraktionen zu den Public-Health-Strukturen in Deutschland und dem geplanten Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit. Moderiert von Maike Voss stellten sich die MdBs Tina Rudolph (SPD) und Johannes Wagner (Bündnis 90/Die Grünen) den Fragen und Kommentaren der knapp 300 Teilnehmer*innen. Auf dem Kongress Armut und Gesundheit „Was jetzt zählt“, der vom 22. bis 24.03.22 digital stattfindet, wird sich die DGPH mit acht Fachforen bzw. Symposien beteiligen, die Fachbereich der DGPH werden sich am 23. März von 14:45 bis 16 Uhr auf dem Markt der Möglichkeiten vorstellen.

Kontakt:
Prof. Dr. med. Ansgar Gerhardus, M.A., MPH, Mitglied des Direktoriums des IPP, Leiter der Abt. 1 Versorgungsforschung – Department for Health Services Research, Institut für Public Health und Pflegeforschung, Fachbereich 11, Universität Bremen, E-Mail: ansgar.gerhardus@uni-bremen.de
http://www.ipp.uni-bremen.de/pages/abteilung1/index.php

http://www.healthsciences.uni-bremen.de/home.html


Aktuell: Kompetenznetz Public Health zu COVID-19: https://www.public-health-covid19.de/