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Pflegewissenschaftliche Studien im Überblick – April 2019

Pflegebedürftige Menschen leiden oft unter mangelnder Mundhygiene. In Pflegeheimen können mangelnde Kenntnisse der Pflegenden in der Beobachtung und in der Anwendung von mund- und zahntherapeutischen Mitteln, sowie der Pflegenotstand und Zeitmangel die Mundhygiene der Bewohner verschlechtern. Wie man mangelnder Mundhygiene in Pflegeheimen entgegenwirken kann, verdeutlicht Prof. Görres anhand drei pflegewissenschaftlicher Studien:
Japanische Forscher*innen veröffentlichten eine Studie, in der sie die Wirksamkeit von Lactoferrin und Lactoperoxidashaltigen Tabletten untersuchten. Es zeigten sich im Vergleich zum Studienbeginn ein signifikant geringerer Wert der Bakterien im Zahn- und Zungenbelag.
Eine Studie, die in Hongkong durchgeführt wurde, untersuchte den Effekt von zwei Mundsprays, angereichert mit Chlordioxid  oder Chlorhexidin, auf die Mundgesundheit von älteren Menschen in Pflegeheimen. Die Forschungsergebnisse zeigten, dass die Teilnehmer*innen der Interventionsgruppen im Vergleich zur Placebogruppe eine signifikante Reduktion des Zahnbelages und Zahnfleischbluten aufwiesen.
Forscher*innen der Benecomo-Forschungsgruppe, untersuchten die Auswirkungen eines Mundgesundheitsprogramms im Hinblick auf die Kenntnisse und die Einstellung von Pflegekräften bezüglich der Mundgesundheit in Pflegeheimen. Es zeigten sich durch das Programm bei den Pflegenden eine signifikante Wissenssteigerung und Verbesserung der Einstellung zum Thema Mundgesundheit im Vergleich zum Studienbeginn.

Görres, S. & Gräf, C. (2019). Gesund im Mund: Was hilft?, Altenpflege, 04/2019, S. 32-33. Hannover: Vincentz Network.
Website: http://www.altenpflege-online.net/

Kontakt und Information:
Prof. Dr. Stefan Görres
Dekan FB 11
Universität Bremen
Mitglied des Direktoriums
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Sprecher Abt. 3: Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung Grazer Straße 4, 28359 Bremen
E-Mail: sgoerres@uni-bremen.de

Nachhaltige Chancen durch die teilweise Bebauung der Rennbahn skizziert

Baumgart, S. (2019). Ein qualitätsvoller neuer Stadtbaustein für alle. Gastkommentar, Weser Kurier vom 16.05.2019.

Lesen Sie den Gastkommentar unter:
https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadt_artikel,-ein-qualitaetvoller-neuer-stadtbaustein-fuer-alle-_arid,1830143.html

Kontakt:
Prof. Dr. Gabriele Bolte,
Geschäftsführende Direktorin Institut für Public Health und Pflegeforschung IPP, Universität Bremen
Abteilung Sozialepidemiologie
E-Mail:gabriele.bolte@uni-bremen.de

Das Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen ist eines der größten Forschungsinstitute in diesem Bereich in Deutschland. Zentrales Ziel der Forschung und der Lehre ist die Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden der Bevölkerung. 2005 wurde das IPP als wissenschaftliche Einrichtung des Fachbereichs Human- und Gesundheitswissenschaften gegründet. Inzwischen forschen und lehren in neun Abteilungen und Arbeitsgruppen mehr als 60 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Die Stärken des IPP sind die interdisziplinäre Gesundheits- und Pflegeforschung, forschungsorientierte Lehre in den gesundheits- und pflegewissenschaftlichen Studiengängen und Wissenschaftstransfer in Praxis, Politik und Gesellschaft.
http://www.ipp.uni-bremen.de

Wissenswertes zur aktuellen Pflege- und Gesundheitsforschung am IPP

Die neusten Publikationslisten mit Beiträgen aus dem Zeitraum Oktober 2018 bis März 2019 stehen nun zum Download bereit. Sie bieten weiterführende Links zu den einzelnen Beiträgen, Interessierte haben die Möglichkeit direkt zu den jeweiligen Autorinnen und Autoren über die Mitgliederliste des IPP Kontakt aufzunehmen.

Zur Mitgliederliste

Publikationsliste 4./2018

Publikationsliste 1./2019

Kontakt:
Heike Mertesacker MPH
Wissenschaftliche Geschäftsführung & Koordination IPP-Geschäftsstelle
Institut für Public Health und Pflegeforschung IPP),
Wissenschaftsschwerpunkt Healthsciences der Universität Bremen
Fachbereich 11 Human- und Gesundheitswissenschaften, Universität Bremen
Grazer Str. 4
D - 28359 Bremen
Phone: +49 421 218-68980 /-68880
E-Mail: hmertesa@uni-bremen.de
http://www.ipp.uni-bremen.de

www.healthsciences.uni-bremen.de

Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann und Team entwickeln Konzept für die Qualitätssicherung in alternativen Wohnformen für Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf

Die intensive Diskussion der Umsetzungsprobleme alternativer Wohnkonzepte für Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf wie beispielsweise betreutes Wohnen oder Pflegewohngemeinschaften hat in den vergangenen Jahren zum Teil den Blick darauf verstellt, zu prüfen, ob diese Wohnmodelle auch wirklich bedarfsgerecht sind und notwendige qualitative Anforderungen erfüllen. Die zunehmende Verbreitung dieser neuen Wohnformen erforderte eine Systematisierung der Qualitätsdiskussion, die den besonderen Anforderungen verschiedener Wohnformtypen gerecht wird.
Der Gesetzgeber schrieb vor, dass mit dem Anfang 2017 in Kraft getretenen Dritten Pflegestärkungsgesetz (PSG III) die Vertragsparteien nach § 113 SGB XI fachlich unabhängige wissenschaftliche Einrichtungen oder Sachverständige damit beauftragen, ein Konzept für eine Qualitätssicherung in neuen Wohnformen zu entwickeln und zu erproben. Insbesondere waren Instrumente zur internen und externen Qualitätssicherung sowie für eine angemessene Qualitätsberichterstattung zu entwickeln und deren Eignung zu erproben.
Das Forschungsteam Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann, Kathrin Seibert und Susanne Stiefler der Abteilung 7 Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung des IPP in Kooperation mit dem Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) und der Prognos AG kamen diesem gesetzlichen Auftrag nach und entwickelten und erprobten ein Konzept für die Qualitätssicherung in neuen Wohnformen. Dabei wurden für fünf zentrale Qualitätsmerkmale Versorgungskontinuität, Nutzer*innenorientierung, Selbstbestimmung/ Selbstverantwortung, Koordination und Transparenz Qualitätskriterien entwickelt, die Gegenstand der Beratung sowie der internen Qualitätssicherung als auch einer externen Prüfung und Qualitätsberichterstattung sein können. Der Abschlussbericht wurde kürzlich auf der Homepage der Geschäftsstelle Qualitätsausschuss Pflege e.V. veröffentlicht.

Wolf-Ostermann, K., Kremer-Preiß, U., Hackmann, T. (2019): Entwicklung und Erprobung eines Konzeptes und von Instrumenten zur internen und externen Qualitätssicherung und Qualitätsberichterstattung in neuen Wohnformen nach § 113b Abs. 4 SGB XI. Abschlussbericht. Verfügbar unter: https://www.gs-qsa-pflege.de/wp-content/uploads/2019/04/20190117-Abschlussbericht-neue-Wohnformen.pdf [25.04.2019]

Kontakt
Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Universität Bremen
Tel.: +49 421 218- 68960
E-Mail: wolf-ostermann@uni-bremen.de

Bilanz einer gesundheitsökonomischen Ideologie. Ein narrativer Review

In der vorliegenden Ausgabe der IPP-Schriften 15 setzt sich Prof. Dr. Norbert Schmacke, Mitglied der Abt. Versorgungsforschung des Instituts für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen, kritisch mit dem Ansatz „Pay for Perfomance“ (P4P) auseinander.
Die systematische Erhebung von Qualität(smängeln) im ambulanten und stationären Versorgungsbereich ist seit gut 20 Jahren Teil der internationalen gesundheitspolitischen Debatte. Große Erwartungen wurden und werden von Gesundheitsökonom*innen und Politiker*innen in die Einführung ökonomischer Anreize zur Erbringung dokumentierter, transparenter Qualität gesetzt. Die publizierte Literatur spricht dafür, dass dieser hoch plausible Ansatz der Verbindung von Vergütung und Qualitätsverbesserung im Alltag der Versorgung die erwünschten Effekte nicht stabil erzeugen kann. Es ist die Frage, ob die darauf fußenden, methodisch nicht ausreichend begründeten Vergütungsmodelle durch weitere Forschung optimiert werden sollen oder ob andere Wege zur Verbesserung patientenrelevanter Outcomes nicht deutlich Erfolg versprechender sind. In jedem Fall stellt sich die Frage nach der Beziehung zwischen Wissenschaft und Politik: werden die skeptischen Einwände der Wissenschaft gehört oder setzen Gesundheitssysteme weiter auf plausible Vorannahmen, die vermeintlich nicht noch einmal hinterfragt werden müssen? Die Gesundheitspolitik hat mit P4P eine Lösung gefunden, welche die nachhaltige Kritik an Versorgungsmängeln und die stets unbeliebten Bemühungen um Preisregulierung in der Forderung nach qualitätsorientierter Vergütung populär zusammenführt.

Diese im Rahmen der IPP-Schriften 15 vorliegende Fassung ist eine erweiterte Version eines Reviews von Norbert Schmacke für den Gemeinsamen Bundesausschuss vom Oktober 2018:“ Pay for Performance (P4P). Aufarbeitung von internationalen Ansätzen, Möglichkeiten und Grenzen im Rahmen von Pay for Performance und Ergebnisqualitätsmessung im Rahmen der gesundheitlichen Versorgung.“
N. Schmacke (2019). Pay for Performance (P4P). Bilanz einer gesundheitsökonomischen Ideologie. Ein narrativer Review. IPP-Schriften 15. Schriftenreihe des Instituts für Public Health und Pflegeforschung (IPP), Universität Bremen. Herausgebende: Direktorium des IPP (Prof. Dr. Gabriele Bolte, Prof. Dr. Ansgar Gerhardus, Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann).

ISSN 1867-1942 (Internetausg.)
Hier geht es zu der Online-Ausgabe der IPP-Schriften 15.

Zur IPP-Schriften-Reihe: Das Direktorium des IPP gibt in unregelmäßigen Abständen Ausgaben der Reihe „IPP-Schriften“ als Online-Ausgabe heraus. Hier werden Forschungsberichte, Gutachten, Tagungsbeiträge und Arbeitspapiere veröffentlicht und zum Download zur Verfügung gestellt. Ziel der Schriftenreihe ist es, zum Wissenschaftstransfer in den Bereichen Public Health und Pflegeforschung beizutragen. Verantwortlich im Sinne des Presserechtes für die publizierte Fassung der der IPP-Schriften sind die Autorinnen und Autoren der jeweiligen Ausgabe.
Download der Online-Ausgaben unter: https://www.ipp.uni-bremen.de/veroeffentlichungen/ipp-schriften/
ISSN: 1864-4546 (Printausgabe)
ISSN: 1867-1942 (Internetausg.)

Kontakt und Information:
Heike Mertesacker MPH
Wissenschaftliche Koordination IPP-Geschäftsstelle
Universität Bremen, Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
E-Mail: hmertesa@uni-bremen.de

Aktive Mobilität bedeutet auch für die Wissenschaftlerinnen, dass sie die Fragebögen mit Fahrrädern zur Post bringen. Professorin Gabriele Bolte (vorne rechts), Mitarbeiterin Tanja Brüchert (links) und Kolleginnen aus der Abteilung Sozialepidemiologie.Aktive Mobilität bedeutet auch für die Wissenschaftlerinnen, dass sie die Fragebögen mit Fahrrädern zur Post bringen. Professorin Gabriele Bolte (vorne rechts), Mitarbeiterin Tanja Brüchert (links) und Kolleginnen aus der Abteilung Sozialepidemiologie.
Gesundheitsforscherinnen der Universität Bremen verschicken Mitte Mai 11.000 Fragebögen in 117 Gemeinden von 11 Landkreisen der Metropolregion Nordwest.

Pressemeldung der Universität Bremen Nr. 55
Autorin: Karla Götz

Die Befragung soll zeigen, wie mobil Menschen ab 65 Jahren sind. Lässt ihre Wohnumgebung zu, dass sie noch Rad fahren oder zu Fuß gehen?
„Eine Befragung in dieser Größenordnung ist auch für uns etwas Besonderes“, sagt Professorin Gabriele Bolte. Sie leitet das Projekt der Abteilung Sozialepidemiologie im Institut für Public Health und Pflegeforschung. Die Erhebung ist Teil einer groß angelegten wissenschaftlichen Initiative, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit rund 430.000 Euro gefördert wird. „Alternd zu Fuß oder mit dem Fahrrad, urban mobil ohne Stress“, abgekürzt AFOOT lautet der Titel.

Im Fokus: Der ländliche Raum

„Uns geht es speziell um den ländlichen Raum“, betont Tanja Brüchert, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt. Deshalb sind die Großstädte ausgeklammert. Im Zentrum stehen alle Gemeinden bis zur Mittelstadtgröße (bis maximal 99.000 Einwohner). „Wir wollen wissen, wie mobil die Befragten tatsächlich sind, was sie in ihrem Wohnumfeld hindert oder motiviert zu Fuß zu gehen oder das Fahrrad zu nehmen“, sagt Professorin Bolte. Auf 28 Seiten können die Adressaten nun ihre Häkchen setzen. Wie ist der Zustand der Fahrradwege und der Bürgersteige? Gibt es Mülleimer, Bänke, Parkplätze für Fahrräder, öffentliche Trinkwasserspender? Sind Geschäfte oder Dienstleister fußläufig erreichbar? Das sind einige der Fragen. „Für uns ist wichtig, das gesamte Spektrum zu erfassen“, unterstreicht Tanja Brüchert. Und sie bittet darum, dass auch ältere Menschen, die mit dem Auto fahren oder den öffentlichen Nahverkehr nutzen, den Fragebogen ausfüllen.

Was soll herauskommen?

„Die Ergebnisse der Befragung geben uns Hinweise darauf, welche Barrieren im öffentlichen Raum abgebaut werden müssen, an welchen Stellschrauben die Kommunen drehen können, um aktive Mobilität im Alter zu fördern“, sagt Professorin Gabriele Bolte. Es gehe für eine bestimmte Bevölkerungsgruppe um Selbständigkeit, soziale Kontakte und aktive Teilhabe am öffentlichen Leben.  Sie freut sich, dass die beteiligten Gemeinden der Befragung sehr aufgeschlossen gegenüberstehen und an den Ergebnissen sehr interessiert sind.

Zustimmung des Landes Niedersachsen

Die Fragebögen werden ab 13. Mai an die Haushalte verschickt. Adressen haben die Einwohnermeldeämter zur Verfügung gestellt. Vorausgegangen ist eine Begutachtung des Projektes durch die Ethikkommission der Universität Bremen. „Insbesondere ging es um den Datenschutz, und das wurde positiv eingeschätzt“, sagt Gabriele Bolte.  Auch das Ministerium für Inneres und Sport des Landes Niedersachsen hat der Befragung zugestimmt, weil sie dem öffentlichen Interesse dient.
Die beteiligten Wissenschaftlerinnen betonen, dass die Auswertung der erfassten Daten anonymisiert erfolgt. Im Frühjahr 2020 sollen die Ergebnisse dann vorliegen.
Weitere Informationen: http://www.aequipa.de/teilprojekte/afoot.html

Fragen beantwortet:
Tanja Brüchert
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Universität Bremen
Tel.: +49 421 218 68824
E-Mail: t.bruechert@uni-bremen.de

Das Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen ist eines der größten Forschungsinstitute in diesem Bereich in Deutschland. Zentrales Ziel der Forschung und der Lehre ist die Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden der Bevölkerung. 2005 wurde das IPP als wissenschaftliche Einrichtung des Fachbereichs Human- und Gesundheitswissenschaften gegründet. Inzwischen forschen und lehren in neun Abteilungen und Arbeitsgruppen mehr als 60 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Die Stärken des IPP sind die interdisziplinäre Gesundheits- und Pflegeforschung, forschungsorientierte Lehre in den gesundheits- und pflegewissenschaftlichen Studiengängen und Wissenschaftstransfer in Praxis, Politik und Gesellschaft.
http://www.ipp.uni-bremen.de

Kontakt:
Prof. Dr. Gabriele Bolte
Geschäftsführende Direktorin des IPP und Leiterin der Abteilung Sozialepidemiologie
Universität Bremen
E-Mail: gbolte@uni-bremen.de

Veranstaltung bietet Einblicke in aktuelle Entwicklungen und Forschung zur Pflegeausbildung

Einer von 100 Lernsalons, die anlässlich des 100-jährigen Geburtstags der Bremer Volkshochschule angeboten wurden, fand auch im Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Uni Bremen statt! Am 19. März um 18 Uhr kamen ca. 10 Interessierte in den Räumlichkeiten der Universität zusammen und ließen sich von Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck über die generalistische Pflegeausbildung informieren. Mit eigenen mobilen Endgeräten konnten sie außerdem hautnah erleben, wie Lernprozesse in der Pflegeausbildung digital unterstützt werden können.

Weitere Informationen zu den VHS-Lernsalons:
www.vhs-bremen.de/themen/besondere-events/lernsalons/

Kontakt:
Universität Bremen, Fachbereich 11 Human- und Gesundheitswissenschaften
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP), Abt. Qualifikations- und Curriculumforschung
Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck
Hochschullehrerin
darmann@uni-bremen.de
www.ipp.uni-bremen.de/forschung/abteilung-4-qualifikations-und-curriculumforschung/

Dr. Friedrich Schorb, Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) wurde im Deutschlandfunk zu den Folgen von Gewichtsdiskriminierung interviewt

Hören Sie den Beitrag unter https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/fat-shaming-warum-uns-dicksein-so-triggert

Kontakt und Information:
Dr. Friedrich Schorb
Universität Bremen
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Abt. 6: Gesundheit und Gesellschaft
Grazer Straße 2, 28359 Bremen
E-Mail: schorb@uni-bremen.de

https://www.ipp.uni-bremen.de/mitglieder/friedrich-schorb/

Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen ist Partner im neuen Leibniz-Campus Digital Public Health

Die rasante Entwicklung neuer digitaler Technologien hat nicht nur die medizinische Praxis verändert, sondern bietet auch große Chancen und Herausforderungen für Public Health, insbesondere Gesundheitsförderung und Prävention. Der Leibniz-WissenschaftsCampus „Digital Public Health“ in Bremen wird sich unter anderem der Frage widmen, wie sich digitale Technologien effektiv, fair und mit den Prinzipien der Menschenwürde vereinbar in Gesundheitsförderung, Prävention und weitere Public Health Aufgaben integrieren lassen. Dazu kooperieren in dem neuen Netzwerk das Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie (BIPS), das Fraunhofer-Institut für Digitale Medizin MEVIS und das Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen sowie weitere Fächer und Institute der Universität. So bringt der Leibniz-WissenschaftsCampus Wissenschaftler*innen aus dem Wissenschaftsschwerpunkt Gesundheitswissenschaften der Universität Bremen, der Informatik, der Statistik, den Rechtswissenschaften, den Kommunikationswissenschaften, der Ethnologie und der Philosophie zusammen. Das Modell des Leibniz-WissenschaftsCampus ermöglicht Leibniz-Einrichtungen und Hochschulen eine thematisch fokussierte Partnerschaft, die den jeweiligen Forschungsbereich weiter entwickeln und das wissenschaftliche Umfeld für diese Thematik stärken soll.

Das Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP), einer der beteiligten Partner aus dem Wissenschaftsschwerpunkt Gesundheitswissenschaften, ist in dem Leibniz-WissenschaftsCampus breit vertreten. Prof. Dr. Benjamin Schüz wurde in das Direktorium des Leibniz-WissenschaftsCampus gewählt. Insgesamt sieben Abteilungen des IPP sind an einem oder mehreren der neun Research-Cluster des Leibniz-Campus Digital Public Health beteiligt: PD Dr. Karin Bammann, Prof. Dr. Gabriele Bolte, Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck, Prof. Dr. Ansgar Gerhardus, Prof. Dr. Wolf Rogowski, Prof. Dr. Benjamin Schüz und Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann.

Zur Pressemitteilung auf der Homepage des BIPS unter:
https://www.bips-institut.de/no_cache/aktuelles/presse/einzelansicht/artikel/bremen-erhaelt-seinen-ersten-leibniz-wissenschaftscampus.html

Das Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen ist eines der größten Forschungsinstitute in diesem Bereich in Deutschland. Zentrales Ziel der Forschung und der Lehre ist die Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden der Bevölkerung. 2005 wurde das IPP als wissenschaftliche Einrichtung des Fachbereichs 11 Human- und Gesundheitswissenschaften gegründet. Inzwischen forschen und lehren in neun Abteilungen und Arbeitsgruppen mehr als 60 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Die Stärken des IPP sind die interdisziplinäre Gesundheits- und Pflegeforschung, forschungsorientierte Lehre in den gesundheits- und pflegewissenschaftlichen Studiengängen und Wissenschaftstransfer in Praxis, Politik und Gesellschaft.
http://www.ipp.uni-bremen.de
www.healthsciences.uni-bremen.de

Kontakt:
Prof. Dr. Benjamin Schüz
Sprecher der Abt. 2 Prävention und Gesundheitsförderung
Institut für Public Health und Pflegeforschung
Fachbereich 11 Human- und Gesundheitswissenschaften
Universität Bremen
E-Mail: benjamin.schuez@uni-bremen.de
https://www.ipp.uni-bremen.de/forschung/abteilung-2-praevention-und-gesundheitsfoerderung/

Umweltbezogene gesundheitliche Ungleichheiten bedeutsames Public-Health-Problem in EuropaUmweltbezogene gesundheitliche Ungleichheiten bedeutsames Public-Health-Problem in Europa
Team der Abteilung Sozialepidemiologie publiziert systematische Reviews und berät das WHO European Centre for Environment and Health bei der Aktualisierung des Berichts "Environmental health inequalities in Europe"

Prof. Dr. Gabriele Bolte, Leiterin der Abteilung Sozialepidemiologie des IPP, nahm als eingeladene Expertin am 4./5. April 2019 an einem internationalen Workshop der WHO teil, um die Evidenz zu sozialen Ungleichheiten bei Umweltexpositionen und umweltbezogener Gesundheit kritisch zu beurteilen und die WHO bei der Aktualisierung des Berichts "Environmental health inequalities in Europe" zu beraten.

Das Forschungsteam der Abteilung Sozialepidemiologie, Dr. Stefanie Dreger, Dr. Steffen Schüle, Lisa Karla Hilz und Prof. Dr. Gabriele Bolte, führt als Teil eines internationalen Expert*innenteams vier systematische Reviews zu sozialen Ungleichheiten in Bezug auf die Belastung durch Umgebungslärm, Luftverschmutzung (in Zusammenarbeit mit der Staffordshire University, UK) und Umweltchemikalien sowie zu sozialen Ungleichheiten in der Verfügbarkeit von Umweltressourcen (Grün- und Blauflächen) durch. Diese Reviews konzentrieren sich auf die europäische Region der WHO und bilden eine wesentliche Grundlage für den WHO-Bericht über umweltbezogene gesundheitliche Ungleichheiten in Europa.

Aktuell sind zwei dieser Reviews erschienen und in der Topical Collection "Achieving Environmental Health Equity: Great Expectations" online verfügbar:

Social Inequalities in Environmental Noise Exposure: A Review of Evidence in the WHO European Region

Stefanie Dreger, Steffen Andreas Schüle, Lisa Karla Hilz and Gabriele Bolte

International Journal of Environmental Research and Public Health 2019, 16(6), 1011; https://doi.org/10.3390/ijerph16061011

Social Inequalities in Environmental Resources of Green and Blue Spaces: A Review of Evidence in the WHO European Region

Steffen Andreas Schüle, Lisa Karla Hilz, Stefanie Dreger and Gabriele Bolte

International Journal of Environmental Research and Public Health 2019, 16(7), 1216; https://doi.org/10.3390/ijerph16071216

Mit Bezug auf die Deklaration der Fünften Ministerkonferenz zu Umwelt und Gesundheit, die 2010 in Parma, Italien, stattfand, veröffentlichte das WHO-Regionalbüro für Europa 2012 den Bericht "Environmental health inequalities in Europe". Dieser Bericht zeigte zum ersten Mal, dass umweltbezogene gesundheitliche Ungleichheiten in allen Teilregionen und in allen Ländern der europäischen Region vorkommen.

Angesichts der weiterhin bestehenden sozialen Ungleichheiten in Umweltbelastungen und deren gesundheitlichen Folgen verpflichteten sich die für Gesundheit und Umwelt verantwortlichen Minister*innen der Mitgliedstaaten der WHO in der Europäischen Region in der Erklärung der Sechsten Ministerkonferenz Umwelt und Gesundheit 2017, Chancengleichheit bei Handlungskonzepten im Bereich Umwelt und Gesundheit umfassend zu berücksichtigen.

Vor dem Hintergrund der globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals (SDGs)) mit dem Ansatz "leaving no one behind" und der Schwerpunktsetzung auf Chancengleichheit und auf Gerechtigkeitsaspekte bei gesundheitlichen Ungleichheiten in dem Rahmenkonzept "Gesundheit 2020" für eine Gesundheitspolitik in der Europäischen Region besteht ein zunehmender Bedarf, umweltbezogene gesundheitliche Ungleichheiten systematisch zu erfassen und zu quantifizieren.

Der aktualisierte und erweiterte Bericht "Environmental health inequalities in Europe" wird hierfür eine wichtige Grundlage bilden.

Kontakt:
Prof. Dr. Gabriele Bolte
Geschäftsführende Direktorin des IPP und Leiterin der Abteilung Sozialepidemiologie
Universität Bremen
E-Mail: gbolte@uni-bremen.de