Aktuelle Mitteilungen

Mitteilungen aus den Medien, Hinweise für Veranstaltungen, neue Publikationen und sonstige Mitteilungen des IPP.

IPP Info 17© Katharina Mahlert/ Universität Bremen
17. Ausgabe des IPP-Info neu erschienen

Das IPP-Info 17 beleuchtet in seinem Schwerpunktthema Soziologische Perspektiven für Public Health. Als Multidisziplin beschäftigt sich Public Health in vielfältiger Weise mit den Wechselverhältnissen von Gesundheit und Gesellschaft. Ein soziologischer Blick kann dabei unterschiedliche Perspektiven einnehmen. Im vorliegenden Heft wird die Perspektive einer eher reflektierenden ‚Soziologie der Public Health‘ fokussiert.  Diese nimmt soziale und politische Dynamiken in den Blick und untersucht, wie diese mit Public Health Interventionen, ihren Begriffen oder ihren Forschungsfeldern interagieren.
Sie beschäftigt sich z.B. mit Fragen wie: Welche sozialen und gesundheitlichen Dynamiken werden von Public Health aufgegriffen? Welchen Einfluss hat Public Health auf soziale Phänomene? Auf welche Weise prägen soziale und gesellschaftliche Gegebenheiten unsere Vorstellungen, aber auch unser Erleben von Gesundheit und Krankheit? Solche und ähnliche Fragestellungen werden im Schwerpunktteil an konkreten gesundheitswissenschaftlichen Themen diskutiert.
In den anschließenden Rubriken erfahren Sie wie immer Neues aus Forschung, Lehre und Transfer des IPP.  Die Herausgebenden und das Redaktionsteam wünschen eine anregende Lektüre!

Online-Ausgabe des IPP-Infos 17 mit Literaturangaben unter:

http://www.ipp.uni-bremen.de/veroeffentlichungen/ipp-info/

IPP-Info 17. Schwerpunktthema: Soziologische Perspektiven für Public Health.

Ausgabe 17, 15. Jahrgang. Herausgebende: Prof. Dr. Gabriele Bolte, Prof. Dr. Ansgar Gerhardus, Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann (Direktorium des Instituts für Public Health und Pflegeforschung, Universität Bremen). Redaktion: Prof. Dr. Henning Schmidt-Semisch, Dr. Monika Urban, Dr. Martina Wachtlin, Dr. Friedrich Schorb, Sophie Rubscheit M.A., Heike Mertesacker MPH.
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP), Universität Bremen: Herbst 2020
ISSN: 1864-4074 (Printausgabe)
ISSN: 1864-452X (Internetausgabe)

Kontakt & Information:
Heike Mertesacker MPH, Universität Bremen, Institut für Public Health und Pflegeforschung IPP, Wissenschaftliche Koordination IPP-Geschäftsstelle
Mail: hmertesa@uni-bremen.de

Bestelladresse Printausgabe:
Neli Perchemlieva (Sekretariat/ Verwaltung), Geschäftsstelle Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP), Fachbereich 11, Universität Bremen.
Mail: neli.perchemlieva@uni-bremen.de
www.ipp.uni-bremen.de

Dr. Franz Wagner, Präsident des Deutschen Pflegerats und Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck mit dem Deutschen Pflegepreis, der in Form eines Ringes und einer Urkunde überreicht wird © DPSG Pauls
Würdigung der Bremer Professorin durch Deutschen Pflegerat

Im Rahmen des diesjährigen Deutschen Pflegetags in Berlin wurde der Deutsche Pflegepreis 2020 an Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck vom Institut für Public Health und Pflegeforschung der Universität Bremen verliehen. Gleichzeitig würdigte der Deutsche Pflegerat mit der Verleihung die beiden Professorinnen Gertrud Hundenborn und Dr. Barbara Knigge-Demal. Für alle drei gelte gleichermaßen, dass sie sich nicht mit der Gewinnung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse begnügt, sondern darüber hinaus auch die Weiterentwicklung zentraler Strukturen erfolgreich vorangetrieben hätten, so die Jury in ihrer Begründung. Dazu gehören der Aufbau von Studiengängen und Forschungsverbünden sowie ihr entscheidendes Mitwirken im Rahmen ihrer ausdauernden Netzwerkarbeit mit Institutionen aus Wissenschaft, Politik und Pflegepraxis. Dabei haben sie bereits frühzeitig die generalistische Perspektive vertreten. Die wissenschaftliche Arbeit haben alle drei auch mit berufspolitischen Aktivitäten verknüpft, um diese in die Öffentlichkeit zu tragen. Auch im neuen Pflegeberufegesetz und der Pflegeausbildungs- und Prüfungsverordnung, an deren Entwicklung und Implementierung sie mitgewirkt haben, sind die Verdienste der drei Professorinnen eindrücklich sichtbar.
Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck ist seit März 2003 an der Universität Bremen tätig und forscht und lehrt mit den Schwerpunkten der Curriculum- und Qualifikationsforschung in der Pflegebildung auf hochschulischem und schulischem Niveau. In der Abteilung werden u.a. situations- und kompetenzorientierte Curricula und mediengestützte Lehr-/Lernangebote entwickelt, implementiert und evaluiert, wie das Nationale Mustercurriculum Kommunikative Kompetenz oder die digital gestützte CAre Reflection Online (CARO) - Lernumgebung. Vor dem Hintergrund des zugrundeliegenden pflegedidaktischen Modells der Interaktionistischen Pflegedidaktik stellt die kritisch-reflexiver Identitätsbildung ein zentrales Ziel der entwickelten Bildungsangebote dar.
Der Deutsche Pflegepreis wird jährlich vom Deutschen Pflegerat, Dachverband von 16 Pflegeverbänden und -organisationen in Deutschland, verliehen. Er vertritt die Interessen von rund 100.000 Mitgliedern sowie von rund 1 Mio. professionell Pflegenden in Deutschland auf der Bundesebene. Die Auszeichnung hat Darmann-Finck bereits im März 2020 erhalten. Die Preisverleihung konnte aber erst jetzt auf dem nachgeholten Deutschen Pflegetag in kleinerem Rahmen stattfinden.

Kontakt:
Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck
darmann@uni-bremen.de
+49 421 218 68940

Jun.-Prof. Dr. Birte Berger-Höger© dsfotos.de
Birte Berger-Höger übernimmt Leitung der Abteilung Pflegewissenschaftliche Evaluations- und Implementierungsforschung am IPP

Prof. Dr. Birte Berger-Höger ist seit dem 01.11.2020 Sprecherin der neu gegründeten Abteilung „Pflegewissenschaftliche Evaluations- und Implementierungsforschung“ am Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen. Die Abteilung beschäftigt sich mit der Förderung einer evidenzbasierten Pflegepraxis zur Vermeidung von Über-, Unter-, oder Fehlversorgung von zu Pflegenden und ihren Angehörigen.
Zum einen werden komplexe pflegerische Interventionen hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Effektivität untersucht. Anderseits geht es darum evidenzbasierte Interventionen durch geeignete Implementierungskonzepte, die theoriegeleitet entwickelt und empirisch überprüft wurden, in die Praxis zu transferieren. Zentrale Fragestellungen sind dabei, welche Strategien, Prozesse und Faktoren die erfolgreiche Integration von evidenzbasierten Interventionen innerhalb bestimmter Versorgungssettings (bspw. in der ambulanten Versorgung, Langzeitpflegeeinrichtungen, Gemeinde oder akutstationären Settings) befördern und welche ggf. hemmend wirken.
Mit der Forschung soll darüber hinaus ein Beitrag zur Weiterentwicklung der Theorien, Konzepte und Methoden der Evaluations- und Implementierungsforschung geleistet werden.

Ein besonderer Schwerpunkt in diesem Bereich ist dabei die Förderung der informierten gemeinsamen Entscheidungsfindung (Informed Shared Decision Making und Decision Coaching). Informed Shared Decision Making zielt darauf ab, Bürger*innen, Patient*innen und pflegebedürftigen Menschen ihr ethisch verbrieftes Recht auf informierte Entscheidungen zu ermöglichen, die ihr Leben und ihre Gesundheit betreffen. Entscheidungen gelten als informiert, wenn sie auf angemessenem Wissen der betroffenen Menschen basieren und im Einklang mit ihren persönlichen Wertvorstellungen und Wünschen getroffen werden. Untersucht werden Interventionen, die die informierte Entscheidungsfindung fördern. Dabei können professionell Pflegende gemeinsam mit zu pflegenden Menschen und ihren Angehörigen Entscheidungen hinsichtlich pflegerelevanter Probleme treffen oder als Decision Coaches Menschen bei ihrer Entscheidungsfindung mit Blick auf diagnostische oder therapeutische Entscheidungen unterstützen. Die Informationen zu den verschiedenen Handlungsoptionen werden laienverständlich in Form von evidenzbasierten Gesundheitsinformationen z.B. als so genannte Entscheidungshilfen in unterschiedlichen Formaten aufbereitet und im Vorfeld mit den Zielgruppen auf Verständlichkeit und Akzeptanz getestet.

Prof. Dr. Birte Berger-Höger ist seit dem 01. November 2020 Juniorprofessorin für Pflegewissenschaft mit dem Schwerpunkt Evaluation und Implementierung am Fachbereich 11 der Universität Bremen. Nach ihrer Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin studierte sie an der Universität Hamburg das Lehramt berufliche Schulen mit der Fächerkombination Gesundheitswissenschaften und Sozialwissenschaften und promovierte dort zum Thema Decision Coaching durch spezialisierte Pflegefachkräfte in der Onkologie. Danach arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg, wo sie an mehreren Forschungsprojekten beteiligt war. Hierzu zählten u.a. die Implementierung einer Leitlinie für Ersteller*innen von Gesundheitsinformationen und Decision Coaching durch spezialisierte Pflegefachkräfte für gesunde Frauen mit einer pathogenen BRCA1/2 Mutation, sowie die formative Evaluation einer cluster-randomisiert kontrollierten Studie zur Implementierung einer komplexen Intervention zur Reduktion freiheitseinschränkender Maßnahmen in der stationären Altenpflege.
Seit 2020 ist sie Sprecherin im Fachbereich Aus-, Weiter-, und Fortbildung im Netzwerk evidenzbasierte Medizin e.V..

Kontakt
Prof. Dr. Birte Berger-Höger
Sprecherin der Abteilung Pflegewissenschaftliche Evaluations- und Implementierungsforschung
Institut für Public Health und Pflegeforschung
Fachbereich 11 Human- und Gesundheitswissenschaften
Universität Bremen
E-Mail: birte.berger-hoeger@uni-bremen.de

Assistenz: Christiane Degering-Machirus
E-Mail: degering@uni-bremen.de

Karin Wolf-Ostermann und Heinz Rothgang zu COVID-19-Schnelltests in Pflegeheimen

Die Zahl der Infektionen mit COVID-19 nimmt in Deutschland rasant zu, vermehrt sind inzwischen auch Ältere betroffen. Pflegeheime müssen deshalb ihre Schutzmaßnahmen intensivieren. Hilfreich sind dabei die COVID-19-Schnelltests, die inzwischen zur Verfügung stehen. Wie die Heime das Dilemma zwischen Infektionsschutz für Bewohner*innen sowie Pflegende und Aufrechterhaltung von Sozialkontakten für die Bewohner*innen lösen können, erläutern Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann vom Institut für Public Health und Pflegeforschung IPP sowie Prof. Dr. Heinz Rothgang, vom SOCIUM, beide Universität Bremen, in ihrem Gastbeitrag.  im epd sozial. Lesen Sie den Beitrag in epd sozial Nr. 44 vom 30. Oktober 2020 unter: https://www.epd.de/fachdienst/epd-sozial/schwerpunkt/branche/jedes-heim-braucht-abgestuftes-verfahren-im-kampf-gegen

Kontakt:
Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann
Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung am Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Universität Bremen
Tel.: +49 421 218-68960
E-Mail: wolf-ostermann@uni-bremen.de

(v.l.n.r.:) Prof. Dr. Gabriele Bolte, Prof. Dr. Ansgar Gerhardus, Prof. Dr. Karin Wolf Ostermann© Gabriele Bolte, Harald Rehling, Karin Wolf-Ostermann
Gabriele Bolte, Ansgar Gerhardus und Karin Wolf-Ostermann als Direktorium wiedergewählt – Gabriele Bolte weiterhin Geschäftsführende Direktorin

Einstimmig wurden Prof. Dr. Gabriele Bolte, Prof. Dr. Ansgar Gerhardus und Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann als Direktorium des Instituts für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen am 28.10.2020 vom Institutsrat des IPP wiedergewählt. Als Geschäftsführende Direktorin des IPP wurde Gabriele Bolte im Amt bestätigt. Alle Kandidat*innen nahmen die Wahl an. Die Mitglieder des Institutsrates beglückwünschten das wieder gewählte Direktorium, dankten den Direktoriumsmitgliedern für die in der vergangenen Amtszeit geleistete engagierte Arbeit und wünschten ihnen für die Zukunft viel Erfolg.

Gabriele Bolte ist seit 2013 Hochschullehrerin am Fachbereich 11 Human- und Gesundheitswissenschaften und hat die Professur für Sozialepidemiologie inne. Die Humanbiologin und Epidemiologin leitet am IPP die Abteilung Sozialepidemiologie, die seit 2019 zudem das WHO Collaborating Centre for Environmental Health Inequalities ist. Gabriele Bolte ist u.a. Sprecherin des Fachbereichs Frauen- und geschlechtsspezifische Gesundheitsforschung der Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP) und im Kompetenznetz Public Health COVID-19 aktiv. Seit 2013 ist sie Mitglied des IPP-Direktoriums, seit 2014 in der Position der Geschäftsführenden Direktorin.

Ansgar Gerhardus ist seit 2011 Hochschullehrer am Fachbereich 11 Human- und Gesundheitswissenschaften und hat die Professur für Versorgungsforschung inne. Ansgar Gerhardus ist Humanmediziner, Master of Public Health sowie Politikwissenschaftler/Ethnologe. Er ist Leiter der Abteilung Versorgungsforschung am IPP. Er ist u.a. 1. Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Public Health (DGPH). Zudem ist er Mitinitiator und -koordinator des Kompetenznetzes Public Health COVID-19. Ansgar Gerhardus gehört dem Direktorium des IPP seit 2011 an.

Karin Wolf-Ostermann leitet seit 2014 die Abteilung für Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung am IPP und hat die Professur Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung am FB 11 der Universität Bremen inne. Seit 2019 ist sie zudem Prodekanin des Fachbereichs 11 Human- und Gesundheitswissenschaften. Karin Wolf-Ostermann studierte Statistik und Theoretische Medizin und war bundesweit an verschiedenen Universitäten und Forschungseinrichtungen im Bereich sozialer und gesundheits-/pflegewissenschaftlicher Forschung und Lehre tätig. Zudem ist sie stellvertretende Vorsitzende der Ethik-Kommission der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft e. V. und wurde 2020 als Mitglied der Plattform Lernende Systeme der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften berufen. Karin Wolf-Ostermann gehört dem Direktorium des IPP seit 2018 an.

Weitere Informationen unter:
https://www.ipp.uni-bremen.de/das-ipp/direktorium/

Kontakt:
Prof. Dr. Gabriele Bolte, MPH
Geschäftsführende Direktorin
Leiterin Abteilung Sozialepidemiologie
Institut für Public Health und Pflegeforschung
FB 11 Human- und Gesundheitswissenschaften
Universität Bremen
Grazer Straße 4
28359 Bremen
Tel.: 0421/218-68820 (Sekretariat -68821)
E-Mail: gabriele.bolte@uni-bremen.de
www.ipp.uni-bremen.de

Interviews mit Dr. Friedrich Schorb (IPP)

Interviews in Deutschlandfunk Nova mit Dr. Friedrich Schorb zu Fat Shaming am 11.09.
https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/fatshaming-warum-dicksein-immer-noch-polarisiert

und zu Skinny Shaming in Deutschlandfunk Nova am 20.10.
https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/bodyshaming-wer-duenn-ist-muss-nicht-gleich-an-einer-essstoerung-leiden

Kontakt:
Dr. Friedrich Schorb
Universität Bremen
Fachbereich 11
Institut für Public Health und Pflegeforschung
schorb@uni-bremen.de
www.ipp.uni-bremen.de

Gabriele Bolte präsentiert den Sachstandsbericht zu sozialen Ungleichheiten in Umweltbelastungen und -ressourcen in Europa.

Die Weltgesundheitsorganisation führt eine internationale Veranstaltung online durch zu sozialen Ungleichheiten in Umweltbelastungen und -ressourcen und zu möglichen Ansatzpunkten und Maßnahmen, diese zu verringern.

Ein Schwerpunkt wird die besondere Bedeutung der sozialen Ungleichheiten in Umwelt und Gesundheit in Zeiten der SARS-CoV-2-Pandemie sein.

Prof. Dr. Gabriele Bolte, Leiterin des WHO Collaborating Centre for Environmental Health Inequalities am Institut für Public Health und Pflegeforschung, stellt den Sachstandsbericht der WHO zu sozialen Ungleichheiten in Umweltbelastungen und -ressourcen in Europa vor.

Nähere Informationen zu der Veranstaltung mit Link zur Anmeldung finden Sie hier.

Weitere Informationen zum WHO Collaborating Centre for Environmental Health Inequalities finden Sie hier:

https://www.uni-bremen.de/who-collaborating-centre-for-environmental-health-inequalities/

Kontakt:

Prof. Dr. Gabriele Bolte

WHO Collaborating Centre for Environmental Health Inequalities

Abteilung Sozialepidemiologie

Institut für Public Health und Pflegeforschung

gabriele.bolte@uni-bremen.de

Pflegewissenschaftliche Studien im Überblick – September 2020

Bei der personenzentrierten Pflege nach Kitwood, steht vor allem die Individualität der Pflegeheimbewohner*innen im Vordergrund. Wie Pflegekräfte und Pflegeheimbewohner*innen von diesem Konzept profitieren können, verdeutlicht Prof. Görres anhand drei pflegewissenschaftlicher Studien:
Schwedische Forscher*innen haben den Einfluss einer gezielt eingesetzten Palliativversorgung untersucht. Hierfür haben Pflegeheimmitarbeiter*innen an Seminaren teilgenommen, welche auf Leitlinien zu den Grundsätzen der Palliativversorgung basierten. Es ergaben sich Hinweise auf ein mögliches Verbesserungspotenzial bei der Unterstützung des Personals durch die Führungskräfte und Organisation insgesamt sowie auf die Weiterbildung von Multiplikator*innen der personenzentrierten Pflege.
Ein britisches Forscherteam untersuchte in einer Studie die Wirksamkeit einer pharmazeutisch-gesundheitspsychologischen Intervention zur Stärkung einer personenzentrierten Pflege, um die Verschreibung von Psychopharmaka zur Behandlung von verhaltensbedingten und psychologischen Symptomen der Demenz zu reduzieren. Die Ergebnisse zeigten, dass die Medikamente einiger Pflegeheimbewohner*innen angepasst wurden und die Fähigkeit sowie das Selbstvertrauen des Pflegepersonals herausfordernde Verhaltensweisen der Bewohner*innen, ohne die Verwendung von Medikamenten zu bewältigen, gestärkt wurde.
Forscher*innen aus Norwegen und Großbritannien untersuchten in einer Studie den Zusammenhang zwischen der personenzentrierten Pflege und organisatorischen, personellen und abteilungsbezogenen Charakteristika in Pflegeheimen. Aus der Auswertung ging hervor, dass ein höherer Grad an personenzentrierter Pflege mit mehreren Faktoren in positiver Weise assoziiert wurde, wie z. B. eine höhere Jobzufriedenheit, ein innovatives Arbeitsklima und eine unterstützende Führungskraft.
Görres, S. & Brunswieck, R. (2020). Gut für alle: Personenzentrierte Pflege. 09/20, S. 26-27. Hannover: Vincentz Network.
Website: http://www.altenpflege-online.net/

Kontakt und Information:
Prof. Dr. Stefan Görres
Universität Bremen
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Sprecher Abt. 3: Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung Grazer Straße 4, 28359 Bremen
E-Mail: sgoerres@uni-bremen.de

Ansgar Gerhardus© Harald Rehling
Jahresmitgliederversammlung der DGPH am 25.09.2020

Prof. Dr. Ansgar Gerhardus wurde auf der Jahresmitgliederversammlung der DGPH am 25.09.2020 als 1. Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Public Health (DGPH) wiedergewählt. Ansgar Gerhardus ist Mitglied des Direktoriums des Instituts für Public Health und Pflegeforschung (IPP) am Fachbereich 11 der Universität Bremen und Sprecher der Abteilung Versorgungsforschung am IPP.
Auf der Mitgliederversammlung der DGPH wurden die zahlreichen Aktivitäten im vergangenen Jahr vorgestellt sowie die Gründung zweier neuer Fachbereichsgruppen (Public Mental Health und Öffentliche Gesundheit) angebahnt. Die Zahl der institutionellen wie auch der individuellen Mitglieder hat sich sehr erfreulich entwickelt. Aktuell stehen insbesondere die Aktivitäten im Kompetenznetz Covid-19 und gesundheitspolitische Stellungnahmen rund um die Entwicklung der Pandemie im Vordergrund der Arbeit.

Die 1997 gegründete Deutsche Gesellschaft für Public Health e.V. (DGPH) ist ein interdisziplinärer und multiprofessionaler Zusammenschluss von Institutionen, Organisationen und Fachgesellschaften mit Zuständigkeit und Verantwortung für Lehre, Forschung und Praxis im Bereich von Public Health / Gesundheitswissenschaften.
http://www.deutsche-gesellschaft-public-health.de/
https://www.public-health-covid19.de/

Kontakt:
Prof. Dr. med. Ansgar Gerhardus, M.A., MPH, Mitglied des Direktoriums des IPP, Leiter der Abt. 1 Versorgungsforschung – Department for Health Services Research, Institut für Public Health und Pflegeforschung, Fachbereich 11
Universität Bremen, E-Mail: ansgar.gerhardus@uni-bremen.de
https://www.ipp.uni-bremen.de/forschung/abteilung-1--versorgungsforschung/

Der Bremer Pflegewissenschaftler Prof. Stefan Görres im Interview mit Impu!se

Zum Tatort „Im toten Winkel“, welcher das häusliche Pflegesetting thematisiert, wurden die Reaktionen der Zuschauer*innen analysiert. Zu der Datenauswertung und den Ergebnissen äußert sich Prof. Dr. Stefan Görres vom Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen im Interview mit Impu!se. Lesen Sie den Beitrag unter:
www.gesundheit-nds.de/images/pdfs/impulse/LVG-Zeitschrift-Nr108-Web.pdf (ab S. 16)

Kontakt:
Prof. Dr. Stefan Görres
Universität Bremen, Fachbereich 11 Human- und Gesundheitswissenschaften
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Sprecher Abt. Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung
E-Mail: sgoerres@uni-bremen.de
https://www.ipp.uni-bremen.de/abteilungen/interdisziplinaere-alterns-und-pflegeforschung/