Forschungsschwerpunkte

In unserer Forschung verbinden wir sozial- und umweltepidemiologische Methoden und Fragestellungen aus einer Public-Health-Perspektive. Das übergreifende Ziel ist, zu einer Verringerung sozial- und umweltbedingter gesundheitlicher Ungleichheiten beizutragen.

Hierfür ist es essentiell, das Ausmaß der sozial- und umweltbedingten gesundheitlichen Ungleichheiten in der Bevölkerung zu kennen, die Ursachen und Mechanismen zu identifizieren und Interventionen zur Verringerung dieser Ungleichheiten zu entwickeln, zu erproben und zu evaluieren.

Chancengleichheit bei Umwelt und Gesundheit zu erhöhen kann nur gelingen, wenn sektorenübergreifend die Wirkungen von Interventionsmaßnahmen und Programmen auf Gesundheit und gesundheitliche Chancengleichheit berücksichtigt werden.

Daher ist die Etablierung von Health Equity in All Policies die übergreifende, langfristige Mission unserer Forschung.

Hier finden Sie kurze Erläuterungen unserer Forschungsschwerpunkte.

Urban Health – Gesundheit im urbanen Raum
Umweltgerechtigkeit – Chancengleichheit bei Umwelt und Gesundheit
Geschlechtersensible gesundheitswissenschaftliche Forschung – Sex/Gender in der Epidemiologie
Equity Impact von Public-Health-Interventionen

Geschlechtersensible gesundheitswissenschaftliche Forschung – Sex/Gender in der Epidemiologie

"Quite simply, if research is not gender sensitive then it is not good research and if policies do not take gender differences into account then they will most probably perpetuate inequalities rather than address them successfully." (Ilona Kickbusch, International Journal of Public Health 2007, 52: S3)

Die Integration der Kategorie Geschlecht in die gesundheitswissenschaftliche Forschung ist grundlegend für Relevanz und Validität der Forschungsergebnisse. Geschlecht (Dimension Gender) ist eine komplexe soziale Determinante für Gesundheit. Ausgehend von Ansätzen aus der biomedizinischen Forschung und der Geschlechterforschung beschäftigen wir uns mit der Frage, wie die Kategorie Geschlecht adäquat in der epidemiologischen Forschung berücksichtigt werden kann. Die Epidemiologie als eine Kerndisziplin der Gesundheitswissenschaften beschäftigt sich mit der Häufigkeit und den Determinanten von gesundheitsbezogenen Zuständen und Ereignissen in Bevölkerungen einschließlich der Untersuchung von Gesundheitspotenzialen und Versorgungsaspekten. Im Mittelpunkt unserer Forschung stehen die Konzeptualisierung und Operationalisierung der biologischen und sozialen Dimensionen von Geschlecht in epidemiologischen Studien sowie die Konsequenzen für multivariate statistische Analysen.

Wir untersuchen, welche Potenziale der Intersektionalitätsansatz für die Sozialepidemiologie mit ihrem Schwerpunkt auf der quantitativen Forschung zur Erfassung und Erklärung von geschlechtsbezogenen gesundheitlichen Ungleichheiten bietet. Insbesondere geht es um die Analyse von Interaktionen von gesundheitsrelevanten Ungleichheitslagen sowie von Gesundheitseffekten der dynamischen Beziehungen zwischen gesellschaftlichen Strukturen und der individuellen Handlungsebene.Wir entwickeln geschlechtersensible Datenanalysestrategien, die die Konzepte der Intersektionalität und Verwobenheit der verschiedenen Geschlechterdimensionen (sex/gender) integrieren. Das Teilprojekt AdvanceDataAnalysis in dem Forschungsverbund AdvanceGender hat zum Ziel, intersektionalitätsbasierte und geschlechtersensible Datenanalysestrategien in bevölkerungsbasierten Studien zu identifizieren und bedarfsgerecht für die Gesundheitsberichterstattung anzupassen.

Ein weiterer Forschungsschwerpunkt ist die Bedeutung der Kategorie Geschlecht für umweltbezogene Gesundheit und für Chancengleichheit bei Umwelt und Gesundheit. Dieses Forschungsfeld haben wir mit dem Forschungsnetzwerk Geschlecht – Umwelt – Gesundheit (GeUmGe-NET) erschlossen und entwickeln es aktuell im Rahmen des Verbundprojekts INGER weiter. Zur Verbesserung der Datenerhebung in bevölkerungsbasierten Studien zu umweltbezogener Gesundheit werden in dem Forschungsverbund INGER neue Fragen bzw. umweltepidemiologische Studien getestet.

Unsere Forschungsprojekte in diesem Schwerpunkt sind:

Aktuell

 

Abgeschlossen