Forschungsschwerpunkte

In unserer Forschung verbinden wir sozial- und umweltepidemiologische Methoden und Fragestellungen aus einer Public-Health-Perspektive. Das übergreifende Ziel ist, zu einer Verringerung sozial- und umweltbedingter gesundheitlicher Ungleichheiten beizutragen.

Hierfür ist es essentiell, das Ausmaß der sozial- und umweltbedingten gesundheitlichen Ungleichheiten in der Bevölkerung zu kennen, die Ursachen und Mechanismen zu identifizieren und Interventionen zur Verringerung dieser Ungleichheiten zu entwickeln, zu erproben und zu evaluieren.

Chancengleichheit bei Umwelt und Gesundheit zu erhöhen kann nur gelingen, wenn sektorenübergreifend die Wirkungen von Interventionsmaßnahmen und Programmen auf Gesundheit und gesundheitliche Chancengleichheit berücksichtigt werden.

Daher ist die Etablierung von Health Equity in All Policies die übergreifende, langfristige Mission unserer Forschung.

Hier finden Sie kurze Erläuterungen unserer Forschungsschwerpunkte.

Urban Health – Gesundheit im urbanen Raum
Umweltgerechtigkeit – Chancengleichheit bei Umwelt und Gesundheit
Geschlechtersensible gesundheitswissenschaftliche Forschung – Sex/Gender in der Epidemiologie
Equity Impact von Public-Health-Interventionen

Umweltgerechtigkeit – Chancengleichheit bei Umwelt und Gesundheit

Soziale Ungleichheiten bei Gesundheit, die vermeidbar sind und als ungerecht eingeschätzt werden, stellen eine wesentliche Herausforderung für Public Health dar. Soziale Unterschiede bei Umweltbelastungen und -ressourcen tragen wesentlich zu gesundheitlichen Ungleichheiten bei.

Umweltgerechtigkeit / Environmental Justice nimmt auf soziale und räumliche Ungleichverteilungen von Umweltbelastungen und -ressourcen (Verteilungsgerechtigkeit) sowie auf soziale Ungleichheit bei den Möglichkeiten zur Beteiligung bei Entscheidungsprozessen (Verfahrensgerechtigkeit) Bezug.

Im Forschungsgebiet soziale Lage, Umwelt und Gesundheit analysieren wir auf der Schnittstelle von Sozial- und Umweltepidemiologie soziale Unterschiede in Umweltbelastungen und -ressourcen und in der Vulnerabilität gegenüber Umweltfaktoren. Des Weiteren untersuchen wir, ob bestimmte Bevölkerungsgruppen geringere Teilhabechancen bei politischen Entscheidungsprozessen haben, die für umweltbezogene Gesundheit relevant sind.

Das Ziel der Forschung ist, auf Basis der Erkenntnisse Strategien und Maßnahmen zur Verwirklichung von Chancengleichheit bei Umwelt und Gesundheit zu entwickeln. Mit unserer Forschung tragen wir zur internationalen Environmental-Justice-Diskussion und in Deutschland zur theoretischen Fundierung, praktischen Umsetzung und Weiterentwicklung des Umweltgerechtigkeitsansatzes bei.

Als WHO Collaborating Centre for Environmental Health Inequalities (https://www.uni-bremen.de/who-collaborating-centre-for-environmental-health-inequalities/) führen wir ein Monitoring von sozialen Ungleichheiten in Umweltbelastungen und -ressourcen in Europa durch und entwickeln hierfür Indikatoren weiter. Darüber hinaus beschäftigen wir uns mit Methoden zur Abschätzung und Quantifizierung der Gesundheitsfolgen dieser Ungleichheiten.

Unsere Forschungsprojekte in diesem Schwerpunkt sind:

Aktuell

 

Abgeschlossen