Aktuelle Mitteilungen

Mitteilungen aus den Medien, Hinweise für Veranstaltungen, neue Publikationen und sonstige Mitteilungen des IPP.

Internationale Tag der PflegePressestelle der Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz
„Pflegeberufegesetz stellt die richtigen Weichen“

Zum zweiten Mal hat die Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz, Bremen, Frau Prof. Dr. Eva Quante-Brandt am 9. Mai 2018 Pflegende aus der Gesundheits- und Kranken- sowie der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege anlässlich  des Internationalen Tags der Pflege zu einer Festveranstaltung eingeladen. Ca. 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten der Einladung in die obere Rathaushalle. Den Festvortrag hielt in diesem Jahr Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck vom IPP. In ihrem Vortrag mit dem Titel „Pflegebildung im 21. Jahrhundert“ betonte sie, dass im neuen Pflegeberufegesetz mit der teilweisen Einführung der generalistischen Pflegeausbildung, der Definition von Vorbehaltsaufgaben und der Etablierung einer hochschulischen Erstausbildung als zweiter Zugang zur Berufszulassung bereits die richtigen Entscheidungen für eine zukunftsweisende Pflegeausbildung getroffen wurden. Ingrid Darmann-Finck, die im Auftrag der zuständigen Ministerien an der neuen  Ausbildungs- und Prüfungsverordnung mitgewirkt hat, hob außerdem hervor, dass zukünftig auch weiterhin ein hohes Qualifikationsniveau erforderlich ist, um die steigenden Versorgungsanforderungen bewältigen zu können. „Studienergebnisse belegen, dass sich höhere Qualifikationen von Pflegenden maßgeblich auf die Patientenergebnisse auswirken“ so Darmann-Finck. Eine Absenkung der Qualifikationsanforderungen, wie derzeit von Interessensverbänden gefordert, gefährde den Erhalt einer qualitativ hochwertigen Pflege in Deutschland. In Europa stellt Deutschland gemeinsam mit Luxemburg eine Ausnahme dar, da in allen anderen Ländern die Studierbefähigung als Zugangsvoraussetzung zur Pflegeausbildung gilt. 

Kontakt:

Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck
darmann@uni-bremen.de
Tel.: +49 421 218-68940

IPP-Team unter der Leitung von Prof. Görres forscht zu Sicherheits- und Fehlerkultur in der ambulanten Pflege

Die ambulante pflegerische Versorgung zeichnet sich durch häufig multimorbide Patienten und einer Integration verschiedener Akteure (Pflegekräfte, Ärzte und Angehörige) im Versorgungsprozess aus. Dies erhöht die Gefahr potentieller Fehler, die u.a. in der Kommunikation, der Medikamententherapie oder in der Wundversorgung auftreten können. Auch vor dem Hintergrund des Bedeutungszuwachses der ambulanten Pflege durch die Zunahme älterer Personen fordert Prof. Görres daher ebenfalls für diesen Sektor eine Fehlerkultur, die das frühzeitige Erkennen von Risiken, die Identifizierung der Ursache von Fehlern und das systematische Lernen aus diesen ermöglicht. Das bundesweite Projekt zur Patientensicherheit, das der Pflegewissenschaftler leitet, soll im September zu dieser Thematik erste Erkenntnisse und Zahlen liefern, aus denen auch konkrete Empfehlungen zur Verbesserung abgeleitet werden sollen.

Der Beitrag von Sabine Doll ist auf der Website des Weser Kuriers verfügbar unter:
https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadt_artikel,-forschungsprojekt-fuer-mehr-patientensicherheit-_arid,1727421.html

Zusätzlich ist dieser Beitrag im Weser Kurier am 07.05.2018 auf Seite 16 unter dem Titel "Fehlerkultur für die ambulante Pflege. Bremer Pflegeforscher leiten bundesweites Projekt für mehr Patientensicherheit." erschienen.

Kontakt und Information:
Prof. Dr. Stefan Görres
Dekan FB 11
Universität Bremen
Mitglied des Direktoriums
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Sprecher Abt. 3: Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung Grazer Straße 4, 28359 Bremen
E-Mail: sgoerres@uni-bremen.de

Pflegewissenschaftliche Studien im Überblick – April 2018

Bislang sind nur einzelne wissenschaftliche Forschungen zur Einsamkeit, unter der Pflegeheimbewohner häufiger leiden, durchgeführt worden. Prof. Görres zeigt mithilfe von drei Studienergebnissen, worauf in der täglichen pflegerischen Versorgung geachtet werden sollte.
Die in Finnland umgesetzte Querschnittsstudie untersuchte in 61 Einrichtungen der stationären Langzeitpflege die Häufigkeit sowie die begünstigenden Faktoren. Aufgrund der Ergebnisse wird auf das Ernstnehmen sowie auf die Relevanz von Interventionen zur Minimierung der Einsamkeit und zur Steigerung des Wohlbefindens hingewiesen.
Eine amerikanische Studie konnte den Zusammenhang zwischen der Einsamkeit und der Erfüllung individueller Interessen bei Pflegeheimbewohnern unter dem Einfluss der Lebenszufriedenheit und der empfundenen Kontrolle nachweisen.  Daraus ergeben sich Empfehlungen zur Berücksichtigung psychosozialer Bedürfnisse und Vorlieben sowie einer freien Zeitplanung seitens der Bewohner für Aktivitäten und soziale Kontakte.
In der dritten Studie, die in Schweden umgesetzt wurde, ist die Wahrnehmung des eigenen Lebens der Pflegeheimbewohner in der letzten Lebensphase erforscht worden. Dabei wurden verschiedene Themenkomplexe analysiert. Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass die individuelle Versorgung verstärkt fokussiert werden muss, um das persönliche Wohlbefinden der Bewohner zu stärken und ihre Identität zu respektieren.

Görres, S. & Konusch, S. (2018). Viel hilft nicht viel: Polypharmazie. Altenpflege, 43 (04), 34-35. Hannover: Vincentz Network.
Website: http://www.altenpflege-online.net/

Kontakt und Information:
Prof. Dr. Stefan Görres
Dekan FB 11
Universität Bremen
Mitglied des Direktoriums
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Sprecher Abt. 3: Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung Grazer Straße 4, 28359 Bremen
E-Mail: sgoerres@uni-bremen.de

KiTa-Projekt „Berufe“

Im KiTa-Projekt „Berufe“ befassten sich die Kinder der Kindertagesstätte St. Remberti mit dem Beruf „Pflegewissenschaftlerin“.
Im Rahmen einer Kindervorlesung in einem Hörsaal der Universität Bremen gab ihnen die Pflegewissenschaftlerin Dr. Claudia Stolle einen Einblick in das Tätigkeitsfeld der Pflege und die verschiedenen Forschungsmethoden. Die Kinder füllten selbst einen kleinen Fragebogen aus, gaben ihre Daten in den PC ein und sahen sich die Befragungsergebnisse anhand der entstandenen Grafiken an. Abschließend wurden mittels einer qualitativen Befragung die aktuellen Berufswünsche der Kinder erfragt. Auch wenn die Kinder zunächst lieber Polizist, Feuerwehrmann, Reitlehrerin, Einhorn oder Prinzessin werden möchten, haben sie über dieses Projekt einen kleinen Einblick in das spannende Berufsfeld der Pflege erhalten.
Die Nachwuchsförderung in der Pflege ist dem IPP besonders wichtig und wir haben dieses gelungene Projekt deshalb sehr gerne unterstützt.

Kontakt:
Dr. Claudia Stolle
Universität Bremen
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) Abteilung 3: Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung
Mail: stolle@uni-bremen.de

IPP(v.l.n.r.) Karin Wolf-Ostermann, Kathrin Seibert
IPP beteiligt an der ersten internationalen Konferenz der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft e.V.

Die Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft (DGP) e. V. hat am 04. & 05. Mai 2018 den 1. Internationale Pflegewissenschaftlichen Kongress in Deutschland erfolgreich durchgeführt. Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann vom Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen war als Mitglied des Organisationskomitees sowie des wissenschaftlichen Programmkomitees maßgeblich an der Organisation der Konferenz beteiligt. Prof. Dr. Wolf-Ostermann und ihr Team der Abteilung Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung am IPP präsentieren außerdem die Ergebnisse ihrer Forschungsprojekte in Vorträgen und Posterbeiträgen:

  • Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann organisierte ein internationales Symposium zum Thema „Green Care Farms“ und referierte Ergebnisse aus der Evaluation des Betreuungs- und Versorgungsangebotes „Bauernhöfe für Menschen mit Demenz“ zu Barrieren und begünstigenden Faktoren der Gründung von Green Care Farms aus Sicht bisheriger und zukünftiger Anbieter, stationärer und ambulanter Leistungserbringer, Selbsthilfe- und Betroffenenverbänden und potentiellen Nutzerinnen und Nutzern dieses Versorgungskonzeptes.
  • Methodische Fragestellungen griffen ein Posterbeitrag zu Beteiligung und Drop-out von Pflegenden in Längsschnittstudien sowie ein Vortrag zu Methoden der Risikoadjustierung in der Studie Modellhafte Pilotierung von Indikatoren in der stationären Pflege, die in Kooperation des IPP mit dem Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik (SOCIUM) und dem Kompetenzzentrum für Klinische Studien Bremen (KKSB) der Universität Bremen durchgeführt wurde.


Rund 200 Pflegewissenschaftler*innen aus 21 Nationen beteiligten sich an der für die von der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft e.V. ausgerichteten Konferenz, für die namhafte europäische Pflegewissenschaftler*innen als Keynote-Referent(inn)en gewonnen werden konnten. Die internationale Konferenz wurde durch die Robert Bosch-Stiftung unterstützt.

Ziele der Tagung waren:

  • ein Forum für den wissenschaftlichen Austausch etablierter Pflegewissenschaftler/innen zu bieten
  • in Deutschland den Internationalen Diskurs zur Pflegewissenschaft zu stärken
  • Pflegewissenschaft in Deutschland breit im internationalen Kontext zu diskutieren
  • relevante Ergebnisse zur Verbesserung der Versorgungssituation auf internationaler Ebene vorzustellen und zu diskutieren
  • methodische Herausforderungen der Pflegeforschung im europäischen Kontext zu diskutieren
  • die Pflege und Versorgung in Deutschland zu verbessern.


Der internationale Diskurs griff als Themenschwerpunkt die patientenorientierte Versorgung sowohl unter dem Blickwinkel der klinischen Versorgung (Anforderungen, Interventionen, Evaluation) als auch aus der Perspektive der Nutzerinnen und Nutzer vor dem Hintergrund der strukturellen Rahmenbedingungen und geeigneter Methoden und theoretischer Ansätze auf.

Die Konferenz soll künftig in zweijährigem Rhythmus stattfinden und dazu beitragen, die Pflegewissenschaft nach innen zu stärken und nach außen sichtbarer zu machen. Der publizierte Abstractband mit allen Beiträgen der Veranstaltung ist hier kostenfrei verfügbar.

Kontakt:
Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann
Universität Bremen
FB 11 Human- und Gesundheitswissenschaften
Institut für Public Health und Pflegeforschung
Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung
E-Mail: wolf-ostermann@uni-bremen.de

©Gesundheit Berlin-Brandenburg/Foto: André Wagenzik©Gesundheit Berlin-Brandenburg/ Foto: André Wagenzik (v.l.n.r.:) Ulrike Hauffe, Prof. Annelie Keil
Preisverleihung an Bremer Wissenschaftlerin im Rahmen des Kongresses Armut und Gesundheit

Im Rahmen der Abendveranstaltung des 23. Kongresses Armut und Gesundheit wurde am 20. März 2018 der diesjährige Carola Gold-Preis an Prof. Dr. Annelie Keil und an Prof. Gehard Trabert für ihr besonderes Engagement für mehr gesundheitliche Chancengleichheit verliehen.

Prof. Dr. Annelie Keil ist Angehörige des Instituts für Public Health und Pflegeforschung (IPP) am Fachbereich 11 der Universität Bremen. Bis 2004 war Annelie Keil Professorin für Sozial- und Gesundheitswissenschaften und Dekanin des Fachbereiches 11 Human- und Gesundheitswissenschaften der Universität Bremen. „Den Menschen suchen und verstehen“ ist ein Motto der jahrzehntelangen gesundheitswissenschaftlichen Tätigkeit von Annelie Keil. Mit ihrem großen wissenschaftlicher wie persönlichen Einsatz für gesundheitliche Chancengleichheit in vielen Themenfeldern von Gesundheit und Pflege ist Annelie Keil eine wichtige Impulsgeberin nicht nur für die Bremer Gesundheits- und Pflegewissenschaften. Gleichzeitig bietet sie mit ihrem Wirken Betroffenen und Angehörigen immer wieder konkrete Hilfestellung und Unterstützung. So beleuchtet sie z.B. in ihrem neuen Buch „Wenn das Leben um Hilfe ruft. Angehörige zwischen Hingabe, Pflichtgefühl und Verzweiflung“ die Situation von pflegenden Angehörigen. Die Lau­da­tio für Annelie Keil anlässlich der Preisverleihung hielt Ul­ri­ke Hauffe, Landesbeauftragte für Frauen des Landes Bre­men a. D.: „Wenn Pro­fes­so­rin Annelie Keil hier und heute mit dem Ca­ro­la Gold-Preis aus­ge­zeich­net wird, dann stimmt al­les: Der Kon­gress Ar­mut und Ge­sund­heit als thematischer Rahmen repräsentiert ih­re Ar­beit. Und die Namensgeberin mit ih­rem En­ga­ge­ment zur Verbesserung der gesundheitlichen Si­tu­a­ti­on von Menschen in schwieriger sozialer La­ge passt auch zu dem, was Annelie Keil fast tag­täg­lich macht - und das seit Jahrzehnten.“(aus der Laudatio von U. Hauffe am 20.03.2018)

Seit 2013 wird der Preis an Menschen verliehen, die sich wie die Namensgeberin des Preises mit besonderer Aus­dau­er und Hingabe für die Be­kämp­fung gesundheitlicher Chancenungleichheit ein­set­zen. Auch in­so­fern stimmt al­les, wenn Annelie Keil auf dem 23. Kon­gress Ar­mut und Ge­sund­heit, der sich - „Gemeinsam. Gerecht. Gesund.“ - dem Schwer­punkt Health in All Policies widmet, mit dem Ca­ro­la Gold-Preis aus­ge­zeich­net wird.

Der Carola Gold-Preis

Die im April 2012 verstorbene, ehemalige Geschäftsführerin von Gesundheit Berlin-Brandenburg und Leiterin der Geschäftsstelle des Kooperationsverbundes Gesundheitliche Chancengleichheit, Carola Gold, hat sich mit besonderer Hingabe für eine Verbesserung der gesundheitlichen Situation von Menschen in schwieriger sozialer Lage eingesetzt. Die Verleihung des Carola Gold-Preises ist eine Aktivität von Gesundheit Berlin-Brandenburg und den Mitgliedern des Kooperationsverbundes Gesundheitliche Chancengleichheit. Er wurde offiziell durch den Vorstand von Gesundheit Berlin-Brandenburg sowie den Steuerungskreis des Verbundes ins Leben gerufen. Getragen wird der Preis von den Landesvereinigungen für Gesundheit sowie dem AWO Bundesverband.

(Quelle: Marion Amler, Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V. )

Informationen

www.anneliekeil.de

http://www.armut-und-gesundheit.de/Carola-Gold-Preis-2018.2170.0.html

https://www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/?artikel2=1128

Kontakt:

**************************************************
Heike Mertesacker MPH
- Wissenschaftliche Geschäftsführung & Koordination -
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP Bremen) – Geschäftsstelle -
Fachbereich 11 Human- und Gesundheitswissenschaften, Universität Bremen
Grazer Str. 4
D - 28359 Bremen
Phone: +49 421 218-68980
E-Mail: hmertesa@uni-bremen.de
www.ipp.uni-bremen.de
www.healthsciences.uni-bremen.de

Pressemitteilung der Universität Bremen (Nr. 76) vom 17.04.18 (Autorin: Stephanie Möller)

Im Wintersemester 2018/19 beginnt zum dritten Mal der berufsbegleitende Masterstudiengang „Palliative Care". Palliative Kompetenzen für den Umgang mit schwerstkranken und sterbenden Menschen werden zukünftig zentral zur Qualifikation der verschiedenen Berufsgruppen im Sozial- und Gesundheitswesen gehören. Dies bezieht sich auf die individuelle Beratung und Pflege, die kommunale Verwaltung, gesundheitspolitische und gesellschaftliche Institutionen sowie auf Forschung und Lehre. Das interdisziplinäre Studienangebot wendet sich an professionelle Fachkräfte mit einem ersten Hochschulabschluss, die praktisches, theoretisches und forschungsorientiertes Wissen in Palliativversorgung erwerben wollen. Sie können unter anderem aus den Pflege- und Gesundheitswissenschaften kommen, der Humanmedizin, der Psychologie, Sozialpädagogik, Pädagogik, den Rechtswissenschaften sowie den Religions- oder Sozialwissenschaften. Der Masterstudiengang bietet die Möglichkeit, Palliative Care aus einer gesundheits-, pflege- und sozialwissenschaftlichen Perspektive heraus zu betrachten, und berücksichtigt die jeweilige berufliche Praxis.

Ganzheitliches Konzept zur Begleitung von Menschen in der letzten Lebensphase

„In der Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen begegnen sich Individuum, Institutionen und Gesellschaft“, sagt Studiengangskoordinatorin Dr. Susanne Fleckinger. Deshalb setzt der Masterstudiengang genau an diesen Schnittstellen an und schafft Raum für eine theoretische und berufspraktische Reflexivität. „In der Beschäftigung mit Sterben und Tod“, so Fleckinger, „geht es auch immer wieder um die Frage: Wie wollen wir leben?"

Die Erstellung von Konzept und Curriculum des neuen Studienangebotes wurde inhaltlich unter anderem von der ehemaligen Professorin Annelie Keil der Universität Bremen begleitet. Die Projektleitung haben Professor Henning Schmidt-Semisch und Professor Stefan Görres. Der berufsbegleitende Studiengang Palliative Care umfasst sechs Semester und 120 Credit Points. Er ist kostenpflichtig. Bewerbungen sind ab sofort möglich.

Die Info-Veranstaltung findet am 24. April 2018 von 18 bis 19 Uhr in der Grazer Straße 2, Raum 0180, statt. Eine weitere Info-Veranstaltung wird am 27. Juni 2018 durchgeführt.

Weitere Informationen:

http://www.uni-bremen.de/palliative-care-master

Fragen beantwortet:

Dr. Susanne Fleckinger

Institut für Public Health und Pflegeforschung Fachbereich Human- und Gesundheitswissenschaften Universität Bremen

Tel.: +49 421 218-68 982

E-Mail: fleckinger@uni-bremen.de

Stellungnahme von Prof. Görres in der aktuellen Ausgabe „Health&Care Management“

In Zeiten des Fachkräftemangels in der Pflege ist eine Gewährleistung der Versorgungsqualität sowohl in Kliniken als auch in Altenheimen nicht gegeben. Prof. Görres erläutert die Vor- und Nachteile der Fachkraftquote, deren Lockerung die Heimbetreiber fordern, und verlangt angesichts des Pflegenotstands eine Enttabuisierung der Thematik. Für die Sicherstellung der Qualität in der pflegerischen Versorgung plädiert der Pflegewissenschaftler zu intelligenteren Lösungen des Personaleinsatzes, die die verschiedenen Qualifikationen der Pflegenden berücksichtigen.

Den aktuellen Beitrag finden Sie hier.

Website: www.hcm-magazin.de

Kontakt und Information:
Prof. Dr. Stefan Görres
Dekan FB 11
Universität Bremen
Mitglied des Direktoriums
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Sprecher Abt. 3: Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung Grazer Straße 4, 28359 Bremen
E-Mail: sgoerres@uni-bremen.de

Singen statt Pillen

Musiktherapien und musiktherapeutische Interventionen können zu Verbesserungen neuropsychiatrischer Symptome, wie Verhaltensauffälligkeiten, Ängste oder einer Depression beitragen, die oft in Verbindung mit einer Demenz auftreten. Außerdem werden soziale Begegnungen ermöglicht und im Vergleich zu einer Medikation sind sie u.a. frei von Nebenwirkungen.

Prof. Görres verdeutlicht den langumstrittenen Nutzen mittels drei Studien:

In einer amerikanischen Studie wurde die Musiktherapie, zwei Wochen mit je drei Einheiten, zur Behandlung demenzbegleitender Symptome untersucht. Trotz der kurzen Interventionsdauer konnten die depressiven Symptome sowie die Unruhe nachweislich gesenkt werden.

Eine in Spanien durchgeführte Studie erforschte Effekte der Musiktherapie hinsichtlich kognitiver, psychischer und verhaltensbezogener Veränderungen bei Personen mit Demenz. Abhängig von dem Stadium der Demenz zeigten sich positive Auswirkungen auf das Erinnerungsvermögen, die Orientierung, Depressionen und Ängste. Auch Halluzinationen, Delire, Reizbarkeit, Sprachstörungen und Unruhe wurden positiv beeinflusst.

Die dritte Studie, durchgeführt von einer deutschen und norwegischen Universität, analysierte Unterschiede der interaktiven Gruppenmusiktherapie und dem einfachen Singen bei Pflegeheimbewohnern mit depressiven Symptomen. Die Interventionsgruppe zeigte im Gegensatz zu der Kontrollgruppe, die nur einfaches Singen in der Gruppe ausübten, eindeutige Verbesserung der depressiven Symptomatik.

Görres, S. & Konusch, S. (2018). Singen statt Pillen. Altenpflege, 43 (03), 30-31. Hannover: Vincentz Network.

Kontakt und Information:
Prof. Dr. Stefan Görres
Dekan FB 11
Universität Bremen
Mitglied des Direktoriums
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Sprecher Abt. 3: Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung Grazer Straße 4, 28359 Bremen
E-Mail: sgoerres@uni-bremen.de

Prof. Görres ergänzt Erfahrungen eines pflegenden Angehörigen mittels Expertenwissens und persönlichen Einschätzungen

Die Übernahme der pflegerischen Versorgung stellt Angehörige oftmals vor große Herausforderungen, so auch Heinrich Müller, der seine Frau gepflegt hat. Rückblickend weist er nun auf die subjektiv wahrgenommenen Missstände im Pflegesystem hin, zu denen u.a. eine nicht ausreichende finanzielle Unterstützung sowie die undurchsichtige Angebotsstruktur zählen. Prof. Görres ordnet diese Erfahrungen ein und weist auf ein im internationalen Vergleich gutes Pflegesystem hin. Der Pflegewissenschaftler betont jedoch auch die Problematik ausländischer Fachkräfte in Zeiten des Fachkräftemangels sowie etwaige Versorgungslücken bei Patienten und Patientinnen mit besonderen Ansprüchen oder Krankheiten, an denen das momentane System laut eigener Einschätzung zunehmend scheitert. Aufgrund des Fachkräftemangels und der zunehmenden Bedeutung der Betreuung im häuslichen Umfeld fordert Prof. Görres daher eine erhöhte Aufmerksamkeit auf politischer Ebene.

Bilanceri, S. (20.03.2018). Der schwierige Weg zur Pflege. Angehörige, die Schwerkranke zu Hause betreuen, stehen oft unter großem Stress – Hilfe kommt nicht immer an. Bremen: Weser Kurier.

Dieser Beitrag ist auch unter dem Titel „Wie schwer es ist, einen Angehörigen zu pflegen. Ehemann einer ALS-Patientin erzählt.“ online abrufbar unter:

https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadt_artikel,-wie-schwer-es-ist-einen-angehoerigen-zu-pflegen-_arid,1711900.html

Kontakt und Information:
Prof. Dr. Stefan Görres
Dekan FB 11
Universität Bremen
Mitglied des Direktoriums
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Sprecher Abt. 3: Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung Grazer Straße 4, 28359 Bremen
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