Aktuelle Mitteilungen

Mitteilungen aus den Medien, Hinweise für Veranstaltungen, neue Publikationen und sonstige Mitteilungen des IPP.

Sozialsenatorin, die Gewerkschaft Verdi und Betroffene lehnen Abschaffung der Mindestquote kategorisch ab

Interview und Stellungnahme von Prof. Dr. Stefan Görres zur Fachkraftquote in der Pflege

Stürmann, A., Private wollen weniger Pflegefachkräfte. WESER KURIER. Tageszeitung für Bremen und Niedersachsen. Ausgabe vom 10.08.2017, S. 1.

Kontakt:

Prof. Dr. Stefan Görres

Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)

Grazer Straße 4, 28359 Bremen

Tel.: 0421-218-68900/-68901

Fax.: 0421-218-98 68900

Email: sgoerres@uni-bremen.de

Wirksamkeit geriatrisch-rehabilitativer Intervention in der Pflege aus Sicht der Wissenschaft

In: CareKonkret Ausgabe 31, S.4

http://www.carekonkret.net/



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Prof. Dr. Stefan Görres

Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)

Grazer Straße 4, 28359 Bremen

Tel.: 0421-218-68900/-68901

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Email: sgoerres@uni-bremen.de

Wissenswertes zur aktuellen Pflege- und Gesundheitsforschung am IPP

Die neueste Publikationsliste des Instituts für Public Health und Pflegeforschung (IPP) mit Beiträgen aus dem Zeitraum Januar bis März 2017 steht nun zum Download bereit. Sie bietet weiterführende Links zu den einzelnen Beiträgen, Interessierte haben die Möglichkeit direkt zu den jeweiligen Autorinnen und Autoren über die Mitgliederliste des IPP Kontakt aufzunehmen.

Zur Mitgliederliste

Publikationsliste 2/2017

 

Kontakt:
Heike Mertesacker MPH
Wissenschaftliche Geschäftsführung & Koordination IPP-Geschäftsstelle
Institut für Public Health und Pflegeforschung IPP),
Wissenschaftsschwerpunkt Healthsciences der Universität Bremen
Fachbereich 11 Human- und Gesundheitswissenschaften, Universität Bremen
Grazer Str. 4
D - 28359 Bremen
Phone: +49 421 218-68980 /-68880
E-Mail: hmertesa@uni-bremen.de
http://www.ipp.uni-bremen.de

www.healthsciences.uni-bremen.de

Interview mit Stefan Görres

In Deutschland ist ein abgestuftes Qualifikationsmodell in den Pflegeberufen längst auf dem Weg, sagt der Bremer Gerontologe Stefan Görres. Er wünscht sich mehr Gestaltungsphantasie der Einrichtungen, solange die Gesetzgebung stockt.

https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/s-0036-1594767

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Prof. Dr. Stefan Görres

Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)

Grazer Straße 4, 28359 Bremen

Tel.: 0421-218-68900/-68901

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WSP6© Tim-Christoph Engelhardt
Präsentationen jetzt online verfügbar

An der vom Wissenschaftsschwerpunkt „Gesundheitswissenschaften – Health Sciences“ veranstalteten internationalen Fachtagung im Konsul-Hackfeld-Haus beteiligten sich über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer lebhaft an den Diskussionen der beiden Tage. Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck, Prof. Dr. Ansgar Gerhardus, Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann, Dr. Dirk Peschke und Prof. Dr. Gabriele Bolte vom IPP moderierten bzw. kommentierten in Kurzbeiträgen die einzelnen Themenschwerpunkte.

Die Fachtagung war anhand von vier Sitzungen zu unterschiedlichen Aspekten des Schwerpunktthemas strukturiert. Es gab jeweils einen Keynote-Speaker und im Anschluss einen oder mehrere Vorträge zu dem Thema, in denen Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftler über einschlägige Forschungsprojekte berichteten.  In der ersten Sitzung legte Prof. James Nazroo von der Universität Manchester dar, wie stark Gesundheitszustand und gesundheitliche Versorgung im Alter von sozialen Umständen geprägt wird. Er schlug als wesentliche Policy-Ansätze zur Verminderung dieser gesundheitlichen Ungleichheit die Fokussierung auf das Thema Wohnen im Alter sowie auf ein für alle auskömmliches Rentenniveau vor und begründete dies mit aktuellen Entwicklungen insbesondere in Großbritannien. Einen sehr guten Anschluss an diesen Beitrag bildete der sich anschließende Vortrag zu sozioökonomischer Ungleichheit und  nicht abgedeckten Versorgungsbedarfen bei Älteren (J.Hoebel, RKI Berlin). Ungerechtigkeit bei den Zugängen zur Langzeitpflege im europäischen Vergleich wurde anschließend vorgestellt und diskutiert (S.Ilianca, Wien). Die zweite Sitzung stand unter dem Fokus „Qualifikationsanforderungen und Ausbildung der Gesundheitsberufe“. Prof. Carol Hall von der Universität Nottingham und Repräsentantin in zahlreichen europäischen Arbeitsgruppen diskutierte in ihrem Beitrag die Wirkungen von Regelwerken auf europäischer Ebene auf nationale (Pflege) Bildungssysteme. In einem weiteren Beitrag zweier Kolleginnen der Universität Maastricht wurde die Entwicklung eines neuen Qualifikationsprofils, des „Geriatric Family Companion“ präsentiert (E.Dorant, T.Krieger, Maastricht). Gegenstand der dritten Sitzung war Prävention und das Gesunde Altern. Prof. Clemens Tesch-Römer, Leiter des Deutschen Zentrums für Altersfragen, gab einen lebendigen und kritischen Einblick in das vieldiskutierte Konzept des „erfolgreichen Alterns“ und plädierte für einen breiteren Ansatz, der auch positive Aspekte des Alterns bei Menschen mit vorhandenen gesundheitlichen Einschränkungen umfasst. Eine Analyse zur Zeitnutzung für verschiedene Tätigkeiten des Alltags als alternativen Ansatz zur Untersuchung von Gender- und anderen Einflüssen auf den Gesundheitszustand folgte auf diesen Beitrag (N.Adjei, Bremen). Die vierte Sitzung beschäftigte sich mit  „Altern und Diversity: Anforderungen an Versorgungssysteme“. Die Keynote-Speakerin, Ass. Prof. Janine Suurmond von der Universität Amsterdam stellte Befunde aus den Niederlanden zur Versorgung von alten Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen vor. Im anschließenden Beitrag wurde eine Studie zum Thema Gesundheitsförderung am Beispiel der Freizeitbewegungsaktivitäten von Menschen mit Migrationshintergrund präsentiert (J.Schönbach, Uni Bremen).

Ein besonderer Höhepunkt war die Abendveranstaltung in der oberen Rathaushalle, bei der die Senatorin Prof. Eva Quante-Brandt als Schirmherrin der Tagung zunächst über die Ergebnisse der Gesundheitsministerkonferenz in der Vorwoche informierte und anschließend in einer Podiumsdiskussion Rede und Antwort stand. Unter der Moderation von Profs. Ingrid Darmann-Finck und Hajo Zeeb vom Wissenschaftsschwerpunkt diskutieren die Senatorin, Prof. Tesch-Römer, Prof. Heinz Rothgang (SOCIUM, Universität Bremen und Wissenschaftsschwerpunkt) sowie Alexander Künzel von der Bremer Heimstiftung über neue Ansätze in der Verminderung von Ungleichheit und Ungerechtigkeit im Alter. Das sehr aktiv an der Diskussion beteiligte Publikum umfasste Tagungsteilnehmende und viele Interessierte u.a. aus Verbänden, Ärzteschaft und Gesundheitswirtschaft.

Präsentationen der Tagung zum Download: http://www.healthsciences.uni-bremen.de/veranstaltungen/ahe-tagung-2017.html

Kontakt:

Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck

Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)

Sprecherin für den Wissenschaftsschwerpunkt 6 Health Sciences

Telefon (0421) 218-68940

E-Mail darmann@uni-bremen.de

Stefan Görres in einem Interview zum Verhältnis von Digitalisierung und Pflege

http://deutsch.medscape.com/artikelansicht/4906211

Prof. Dr. Stefan Görres

Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)

Grazer Straße 4, 28359 Bremen

Tel.: 0421-218-68900/-68901

Fax.: 0421-218-98 68900

Email: sgoerres@uni-bremen.de

Gabriele Bolte© Gabriele Bolte
Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert die beiden Verbundprojekte bis 2021 mit insgesamt rund 2,7 Millionen Euro

Doppelter Erfolg für das Institut für Public Health: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat jetzt zwei Anträge von Gabriele Bolte, Professorin für Sozialepidemiologie an der Universität Bremen und Leiterin der Abteilung Sozialepidemiologie im IPP, in der Förderinitiative "Gesund – ein Leben lang" bewilligt. Die beiden großen Vorhaben zu geschlechtersensibler gesundheitswissenschaftlicher Forschung werden für vier Jahre bis 2021 mit insgesamt 2,7 Millionen Euro gefördert.

Das Verbundprojekt INGER

In der biomedizinischen Forschung und Praxis zu Umwelt und Gesundheit wird Geschlecht mit den vielfältigen biologischen und sozialen Dimensionen noch nicht angemessen berücksichtigt. Beispielsweise können biologische Faktoren dazu führen, dass Umweltschadstoffe unterschiedlich im Körper wirken. Zugleich haben gesellschaftliche Geschlechterverhältnisse Auswirkungen auf Lebensbedingungen und Verhaltensweisen, die zu Unterschieden in Art und Ausmaß der Belastung führen. Das Verbundprojekt INGER (Integration von Geschlecht in die Forschung zu umweltbezogener Gesundheit) hat zum Ziel, Methoden für eine geschlechtersensible Datenerhebung und Datenanalyse in Bevölkerungsstudien zu entwickeln und zu erproben. Die Erkenntnisse aus dem Projekt sollen eine Basis bilden für Empfehlungen für geschlechtersensible Präventionsmaßnahmen im Bereich Umwelt und Gesundheit und für einen geschlechtersensiblen umweltbezogenen Gesundheitsschutz. Das Verbundprojekt INGER umfasst die Forschungs- und Anwendungsfelder Umweltepidemiologie, Umwelttoxikologie und Public Health. Führende Institutionen in diesen Forschungsbereichen arbeiten in dem Verbundprojekt zusammen: Neben der Universität Bremen, die die Koordination übernimmt, sind das Helmholtz Zentrum München, das Umweltbundesamt Berlin und der Lehrstuhl Gender and Science an der Humboldt-Universität zu Berlin beteiligt.

Das Verbundprojekt AdvanceGender

In der Gesundheitsberichterstattung werden Daten zwar heutzutage routinemäßig für Männer und Frauen getrennt dargestellt, jedoch fehlt oftmals eine weitergehende Auseinandersetzung. Es stellt sich zum Beispiel die Frage, welche Bedeutung Geschlecht im Kontext sozialer Ungleichheiten, gesellschaftlicher Machtverhältnisse und Normen für die Gesundheit hat. Dies liegt vor allem daran, dass sich Gesundheitsberichterstattung wesentlich auf Studienergebnisse – Befragungen und Untersuchungen – bezieht. Wenn diese Studien lediglich zwei statische Kategorien „Männer" und „Frauen" betrachten, können soziale und biologische Geschlechterdimensionen und deren wechselseitige Beeinflussung nicht angemessen erfasst werden. An diesem Punkt setzt das Verbundprojekt AdvanceGender an: Es analysiert und bewertet die Geschlechtersensibilität des gesamten Forschungsprozesses populationsbasierter Studien zur Gesundheit. Ansätze für eine Verbesserung sollen für die Auswahl von Studienteilnehmenden und für die Datenanalyse entwickelt werden. Das Verbundprojekt wird von der Charité – Universitätsmedizin Berlin koordiniert. Das Institut für Public Health und Pflegeforschung der Universität Bremen leitet das Teilprojekt AdvanceDataAnalysis, in dem quantitative Methoden für eine geschlechtersensible Datenanalyse entwickelt werden. Der dritte Partner ist das Robert Koch-Institut Berlin, das für die Gesundheitsberichterstattung auf Bundesebene zuständig ist.

Transfer in die Politik

Beide Verbundprojekte, INGER und AdvanceGender, zeichnen sich dadurch aus, dass in ihnen nicht nur eine interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Forschung stattfinden wird, sondern dass die in dem jeweiligen Themenfeld entscheidenden Bundesbehörden mitwirken. Dadurch wird ein Transfer der Forschungsergebnisse in die Politikberatung auf Bundesebene für einen geschlechtersensiblen, umweltbezogenen Gesundheitsschutz sowie Gesundheitsförderungs- und Präventionsmaßnahmen gewährleistet.

Prof. Dr. Gabriele Bolte

Institut für Public Health und Pflegeforschung

Abteilung Sozialepidemiologie

E-Mail: gabriele.bolte@uni-bremen.de

Cover IPP Info
Bewertung komplexer Interventionen in Gesundheitsförderung, Prävention und Versorgung

Komplexe Interventionen sind mittlerweile fester Bestandteil in vielen Bereichen der gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung, in der Prävention sowie in der Gesundheitsförderung. Was zeichnet Komplexität in den Gesundheitswissenschaften eigentlich aus, und welche  Herausforderungen bringt sie mit sich? Wie lassen sich komplexe Interventionen messen und bewerten? Welche Kriterien eigenen sich für eine aussagekräftige Berichterstattung von Projekten, die mit komplexen Interventionen befasst sind? Kann man komplexes Entscheiden studieren? Mit diesen und anderen Fragen befassen sich die Artikel zum Schwerpunktthema im IPP-Info 14. Die anschließenden Rubriken informieren über neue Forschungsprojekte und Aktivitäten des Instituts für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen.


Kontakt & Information Redaktion:

Prof. Dr. Ansgar Gerhardus, Mitglied des Direktoriums des Instituts für Public Health und Pflegeforschung (IPP), Fachbereich 11, Universität Bremen

Mail: ansgar.gerhardus@uni-bremen.de

Heike Mertesacker, MPH, (Wissenschaftliche Koordination), Geschäftsstelle Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP), Fachbereich 11, Universität Bremen

Mail: hmertesa@uni-bremen.de

Bestelladresse Printausgabe:

Neli Perchemlieva (Sekretariat/ Verwaltung), Geschäftsstelle Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP), Fachbereich 11, Universität Bremen.

Tel.: 0421 218 68880

Mail: neli.perchemlieva@uni-bremen.de

www.ipp.uni-bremen.de

Online-Ausgabe mit Literaturangaben des IPP-Infos 14 unter:

http://www.ipp.uni-bremen.de/veroeffentlichungen/ipp-info/

Logo WSP6
Anforderungen an Politik, Wissenschaft und Gesellschaft

Im Mittelpunkt der Diskussion wird die Frage stehen, welche Anforderungen sich an Politik, Wissenschaft und Praxis stellen, um für Ältere ein gerechtes gesundheitliches Versorgungssystem weiterzuentwickeln. Ziel ist ein Perspektivaustausch zwischen Politik, Wissenschaft und Praxis. Diskutiert wird, welche Erwartungen und Wünsche aus den verschiedenen Bereichen  an die gesundheitlichen Versorgungssysteme gestellt werden.

Professorin Ingrid Darmann-Finck vom Institut für Public Health und Pflegeforschung IPP der Universität Bremen, und Professor Hajo Zeeb vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS werden die Veranstaltung moderieren. Eine kostenlose, verbindliche Anmeldung ist bis zum 25. Juni unter der E-Mail: huter@uni-bremen.de  erforderlich.

Informationen zum Wissenschaftsschwerpunkt

Der Wissenschaftsschwerpunkt Gesundheitswissenschaften in Bremen ist deutschlandweit einer der größten und forschungsstärksten Standorte in diesem Bereich. Unter seinem Dach werden die Ressourcen gebündelt und die Kooperation zwischen Universität und außeruniversitären Einrichtungen gestärkt. Beteiligt sind insbesondere das Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen, das Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS, das SOCIUM – Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik der Universität Bremen sowie das Kompetenzzentrum für Klinische Studien Bremen (KKSB). Der Fokus auf Gerechtigkeit im Kontext von Gesundheit und in Gesundheitssystemen bildet eine zentrale Verbindungslinie und damit einen Forschungsschwerpunkt innerhalb dieser Kooperation.

Informationen zur Tagung unter: http://www.healthsciences.uni-bremen.de/veranstaltungen/ahe-tagung-2017.html

Weitere Informationen:

Frau Kai Huter  für den WSP Gesundheitswissenschaften

Tel.: 0421 218-58 547

E-Mail: huter@uni-bremen.de

oder

Universität Bremen

Pressestelle

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Guido SchmiemannIPP
Universität Bremen und AOK Bremen/Bremerhaven schließen Kooperationsvertrag – IPP mit Projekt zur Harnwegsinfekten beteiligt

Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung der Universität Bremen und der AOL Bremen/Bremerhaven - Nr. 131 / 23. Juni 2017 KG

Müssen Harnwegserkrankungen unbedingt mit Antibiotika behandelt werden oder sind alternative Therapien genauso erfolgreich? Mit welchen Trainingsmethoden und technischen Hilfsmitteln kann man Menschen helfen, die mit Schwindelanfällen leben müssen? Diese und andere Fragen wollen die Universität Bremen und die AOK Bremen/Bremerhaven in Zukunft gemeinsam in Angriff nehmen. Deshalb haben die beiden Partner jetzt einen Rahmenkooperationsvertrag geschlossen. Weitere Vereinbarungen zu verschiedenen medizinischen Fragestellungen sind in Vorbereitung. „Die Zusammenarbeit mit der AOK ist von großer Bedeutung für uns“, sagte Rektor Bernd Scholz-Reiter bei der Unterzeichnung. Die Universität habe bereits positive Erfahrungen bei verschiedenen Projekten mit der Gesundheitskasse sammeln können. „Der Rahmenvertrag ist nicht nur eine Hülse. Wir starten jetzt und werden mittel- und langfristig spannende Themen in Angriff nehmen“, erläuterte Olaf Woggan, Vorstandsvorsitzender der AOK Bremen/Bremerhaven.

Mehrere Fachbereiche der Universität beteiligt

Einer von sechs Wissenschaftsschwerpunkten der forschungsstarken Exzellenzuniversität sind die Gesundheitswissenschaften. Aber auch Fachbereiche wie Biologie/Chemie, Informatik und die Sozialwissenschaften arbeiten in Projekten, die sich in der medizinischen Versorgung anwenden lassen. „Der Transfer von Forschungsergebnissen in Gesellschaft und Wirtschaft ist für die Universität Bremen eine besondere Verpflichtung“, unterstreicht Rektor Bernd Scholz-Reiter. Eines der beteiligten Projekte ist am Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) des Fachbereiches 11 angesiedelt:  

Suche nach einer wirkungsvollen Therapie bei Harnwegsinfekten

„Bis heute werden mehr als die Hälfte der unkomplizierten Harnwegsinfekte mit Antibiotika behandelt“, erläuterte Woggan. Doch der Nachweis, dass dies notwendig sei, sei noch nicht sauber geführt. Alternative Therapien zeigten wahrscheinlich dieselben Ergebnisse, das müsse aber klinisch ausgewertet werden. „Wir leben in einer Zeit mit überbordendem Antibiotika-Verbrauch und entsprechender Belastung der Umwelt, zum Beispiel des Wassers“, sagte der AOK-Vorstandsvorsitzende. Eine solche gesellschaftlich relevante Vergleichsstudie will an der Universität Bremen das Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) im Fachbereich Gesundheitswissenschaften in Angriff nehmen. Das Projekt wird in der Abteilung 1 Versorgungsforschung unter der Leitung von PD Dr. Guido Schmiemann durchgeführt. Dabei sollen Point of Care-Tests, patientennahe Labortests, angewendet werden.

Weitere Informationen:

http://www.uni-bremen.de/no_cache/aktuelle-meldungen/einzelanzeige/news/detail/News/universitaet-und-aok-vereinbaren-zusammenarbeit.html?cHash=b463d1939a34f13d6c744929f50aad38

Universität Bremen
Dezernat Akademische Angelegenheiten

Christina Jung
Tel.: 0421 218 60336

E-Mail: Christina.jung@uni-bremen.de

Universität Bremen

Pressestelle

Tel. 0421- 218 - 60150

Fax  0421-218 - 60152

E-Mail   presse@uni-bremen.de


Kontakt IPP:

PD Dr. Guido Schmiemann
Universität Bremen
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Abteilung 1: Versorgungsforschung
Grazer Straße 4
28359 Bremen
E-Mail: schmiema@uni-bremen.de

www.ipp.uni-bremen.de