Aktuelle Mitteilungen

Mitteilungen aus den Medien, Hinweise für Veranstaltungen, neue Publikationen und sonstige Mitteilungen des IPP.

Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck erläuterte die Auswirkungen des Gesetzes auf die Ausbildungsgestaltung in Theorie und Praxis

Am 29.11.2017 fand die vorläufig letzte Veranstaltung einer vom Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) verantworteten Vortragsreihe in Norddeutschland zum im Juni dieses Jahres verabschiedeten Pflegeberufereformgesetz (PflBRefG) statt. Gertrud Stöcker, Mitglied des Vorstands des Deutschen Bildungsrats für Pflegeberufe (DBR) gab jeweils eine Einführung in die neuen gesetzlichen Regelungen. Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck vom Institut für Public Health und Pflegeforschung erläuterte die Auswirkungen des Gesetzes auf die Ausbildungsgestaltung in Theorie und Praxis. Vertreterinnen bzw. Vertreter aus den zuständigen Landesbehörden berichteten schließlich über die in den jeweiligen Bundesländern geplanten nächsten Schritte zur Umsetzung des Gesetzes. Veranstaltungsorte waren Düsseldorf, Bielefeld, Hannover, Bremen und Hamburg.

„Die Pflegeschulen stehen vor der Herausforderung, sich inhaltlich auf das neue, generalistische Qualifikationsprofil, eine stärker kompetenzorientierte Ausbildung und einen entwicklungslogischen Kompetenzaufbau einstellen zu müssen“, so Darmann-Finck. Darmann-Finck ist Mitglied einer vierköpfigen Gruppe von Expertinnen, die das BMG und das BMFSFJ bei der Erarbeitung der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung berät.

Kontakt

Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck, darmann@uni-bremen.de

„Wenn das Leben um Hilfe ruft. Angehörige zwischen Hingabe, Pflichtgefühl und Verzweiflung.“

Wie damit umgehen, wenn Herr Alzheimer in die Beziehung einzieht und man plötzlich geheimnisvoll zu dritt ist? Ist die Schwiegertochter zuständig, wenn die demente Mutter gepflegt werden muss? Darf man sich scheiden lassen, wenn sich der Partner durch eine schwere Krankheit in eine andere Person verwandelt? Vom ersten bis zum letzten Atemzug ist Leben auf Berührung, Liebe, Hilfe und Zuwendung angewiesen. Jeder von uns ist gewissermaßen lebenslang pflegebedürftig. Wenn jedoch Krankheit, Behinderung, Gebrechlichkeit oder Demenz in den Alltag einziehen, bleiben die Angehörigen meist ungefragt mit einer enormen Belastung zurück – überfordert, übersehen und allein gelassen. Die renommierte Gesundheitswissenschaftlerin Annelie Keil gibt ihnen eine Stimme. Differenziert und unerschrocken diskutiert sie Fragen, die eine wachsende Zahl von Menschen an den Rand der Verzweiflung treiben.

Prof. Dr. Annelie Keil stellt ihr neues Buch Rahmen der Bremer BuchPremiere, einer gemeinsamen Veranstaltungsreihe des Bremer Literaturkontors und der Stadtbibliothek Bremen, vor. Prof. Dr. Annelie Keil ist Angehörige des Instituts für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen. Bis 2004 war Annelie Keil Professorin für Sozial- und Gesundheitswissenschaften an der Universität Bremen und Dekanin des Fachbereiches 11 Human- und Gesundheitswissenschaften.

Annelie Keil: „Wenn das Leben um Hilfe ruft“

Einführung: Alexander Künzel(Vorsitzender Bremer Heimstiftung).

Am 27.11.2017
um 18:00

Ort: Stadtbibliothek Bremen – Zentralbibliothek

Wall-Saal

Das Buch:

Keil. A. (2017). Wenn das Leben um Hilfe ruft. Angehörige zwischen Hingabe, Pflichtgefühl und Verzweiflung. München: Scorpio-Verlag.

Informationen und Kontakt:

www.anneliekeil.de

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Heike Mertesacker MPH
- Wissenschaftliche Geschäftsführung & Koordination -
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP Bremen) – Geschäftsstelle -
Fachbereich 11 Human- und Gesundheitswissenschaften, Universität Bremen
Grazer Str. 4
D - 28359 Bremen
Phone: +49 421 218-68980
E-Mail: hmertesa@uni-bremen.de
www.ipp.uni-bremen.de
www.healthsciences.uni-bremen.de

AEQUIPA-Team des IPP, vertreten durch Karin Bammann und Gabriele BolteVon links nach rechts: Gabriele Bolte, Carina Drell, Imke Stalling, Karin Bammann, Gesa Lehne, Tanja Brüchert, Lena Lübs
Schwerpunktthema “Sustaining resilient and healthy communities”

Vom 01.-04.11.2017 fand in Stockholm, Schweden, die 10th European Public Health Conference mit dem Schwerpunktthema “Sustaining resilient and healthy communities” statt. Wissenschaftlerinnen aus der Abteilung Sozialepidemiologie (Leitung: Prof. Dr. Gabriele Bolte) sowie der AG Epidemiologie des demographischen Wandels (Leitung: PD Dr. Karin Bammann) des IPP präsentierten mit mehreren Vorträgen und Postern ihre Forschungsergebnisse der internationalen Fachöffentlichkeit.

Karin Bammann, Tanja Brüchert und Gesa Lehne stellten im Rahmen eines Workshops des Präventionsforschungsnetzwerks AEQUIPA mit dem Titel "Physical activity, healthy ageing and equity: insights from the AEQUIPA research network" Ergebnisse aus den AEQUIPA-Teilprojekten OUTDOOR ACTIVE, AFOOT und EQUAL vor. Tanja Brüchert (AFOOT) diskutierte in ihrem Vortrag Möglichkeiten einer transdisziplinären Verknüpfung von Stadtplanung und Public Health zur Verbesserung der Alltagsmobilität von älteren Menschen in kleinen bis mittelgroßen Städten. Anschließend berichtete Karin Bammann (OUTDOOR ACTIVE) von ihren Erfahrungen mit der partizipativen Entwicklung und Implementierung eines gemeindebasierten Programms zur Förderung körperlicher Aktivität im Freien für ältere Erwachsene in Bremen-Hemelingen. Gesa Lehne (EQUAL) ging in ihrem Vortrag auf die Frage ein, wie soziale Ungleichheiten bei der Planung, Implementierung und Evaluation von Interventionen zur Förderung körperlicher Aktivität älterer Menschen berücksichtigt werden können.

Im allgemeinen Kongressprogramm präsentierte Lena Lübs in einem Vortrag Ergebnisse des Forschungsprojekts OUTDOOR ACTIVE bezüglich Einstellungen, Treibern und Barrieren körperlicher Aktivität bei 65-75-jährigen Menschen in Bremen-Hemelingen. Tanja Brüchert stellte in einer Posterpräsentation die im Rahmen des AFOOT-Projekts entwickelte Arbeitshilfe für intersektorales Verwaltungshandeln von räumlicher Planung und Public Health zur Förderung aktiver Mobilität im Alter vor. Gesa Lehne präsentierte erste konzeptionelle Überlegungen des EQUAL-Projekts zur methodischen Herangehensweise für die Evaluation von Ungleichheitseffekten bei den Interventionen, die im Rahmen des AEQUIPA-Präventionsnetzwerks umgesetzt werden.

Weitere Informationen zu den genannten Projekten finden Sie hier:

AFOOT http://www.ipp.uni-bremen.de/forschung/abteilung-5-sozialepidemiologie/projekte/?proj=592

EQUAL http://www.ipp.uni-bremen.de/forschung/abteilung-5-sozialepidemiologie/projekte/laufende-projekte/?proj=593&page=1

OUTDOOR ACTIVE http://www.ipp.uni-

bremen.de/forschung/ag-epidemiologie-des-demographischen-wandels/projekte/?proj=443

AEQUIPA ist ein vom BMBF gefördertes regionales Präventionsforschungsnetzwerk, an dem sechs Hochschulen und zwei Forschungsinstitute sowie die Gesundheitswirtschaft Nordwest beteiligt sind. Der zentrale Forschungsansatz des Konsortiums ist theoriebasierte und partizipatorisch ausgerichtete empirische Interventionsforschung zur Untersuchung kontextueller Rahmenbedingungen und der Effekte gezielter Förderung körperlicher Aktivität bei Menschen im Alter ab 65 Jahren. Weitere Informationen zu dem Präventionsforschungsnetzwerk finden Sie hier:

http://www.aequipa.de/home.html

 

Kontakt

Institut für Public Health und Pflegeforschung
Prof. Dr. Gabriele Bolte
Abteilung Sozialepidemiologie
E-Mail: gabriele.bolte@uni-bremen.de
PD Dr. Karin Bammann
AG Epidemiologie des demographischen Wandels
E-Mail: bammann@uni-bremen.de

Radiofeature: „Opa auf Droge – Dauermedikation im Altenheim“

Um eine pflegerische Versorgung und eine hohe Pflegequalität weiterhin gewährleisten zu können, müssen Folgen des Pflegenotstandes gelöst werden. Dieser stellt besonders Pflegeheime vor Herausforderungen. Prof. Görres berichtet in diesem Zusammenhang in der Reportage von den strukturellen Verhältnissen, die von zeitlichen und personellen Defiziten gekennzeichnet sind. Dies kann zu Entscheidungen gegen zeitlich aufwendigere Therapieansätze sowie zur Frustration der Pflegekräfte führen, die ihre Berufsintention nicht verfolgen können. Gründe für die derzeitige Situation bestehen sowohl in fehlenden politischen Maßnahmen als auch in der Gewinnorientierung der Pflegeheime, welche zu Lasten der Qualität und des Personalschlüssels ausgerichtet sein kann.

 

Angaben zur Reportage:

Stange, J. (2017). Opa auf Droge. Dauermedikation im Altenheim . Bayrischer Rundfunk, Bayern 2.

 

Beitrag abrufbar unter:

https://bayern2app.de/altenheim-psychopharmaka-medikament

 

Kontakt:

Prof. Dr. Stefan Görres

Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)

Grazer Straße 4, 28359 Bremen

Tel.: 0421-218-68900/-68901

Fax.: 0421-218-98 68900

Email: sgoerres@uni-bremen.de

Bewegung wirkt

In der stationären Langzeitpflege haben therapeutische Maßnahmen bislang keine Priorität und das, obwohl pflegewissenschaftliche Studien durchaus Erfolge nachweisen. Prof. Görres verdeutlicht dies anhand von drei ausgewählten Studien.

Eine in Norwegen durchgeführte Langzeitstudie konnte aufzeigen, dass ein zwölfwöchiges Bewegungsprogramm mit einem positiven Effekt auf die Gesundheit und insbesondere auf das Gleichgewichtsgefühl der Bewohner einhergeht. Ein ähnliches Ergebnis weist auch eine schwedische Studie nach. Durch die Ausübung eines intensiven Trainingsprogramms entstehen positive Effekte auf die Ganggeschwindigkeit, von denen Bewohner ohne Gehunterstützung am meisten profitieren.

Die dritte in Taiwan durchgeführte Studie verdeutlicht, dass eine Kombination aus einem Bewegungsprogramm und einer Verhaltenstherapie die Angst vor Stürzen bei den Bewohnern reduziert. In Bezug auf die übrigen Zielgrößen dieser Studie, z.B. Mobilität und Muskelkraft, sind ebenfalls positive Effekte identifiziert worden.

 

Görres, S. & Konusch, S. (2017). Bewegung wirkt. Altenpflege, 42 (11), 24-26. Hannover: Vincentz Network.

 

Kontakt und Information:

Prof. Dr. Stefan Görres

Dekan FB 11

Universität Bremen

Mitglied des Direktoriums

Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)

Sprecher Abt. 3: Interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung Grazer Straße 4, 28359 Bremen

E-Mail: sgoerres@uni-bremen.de

Steffen SchüleTanja Brüchert und Dr. Steffen Schüle präsentierten auf der ICUH in Coimbra, Portugal, ihre Forschungsergebnisse
Fragestellungen zu Umweltgerechtigkeit und intersektoraler Zusammenarbeit von Public Health und Raumplanung im Fokus

Mit dem Schwerpunkt “Health Equity: The New Urban Agenda and Sustainable Development Goals” fand Ende September 2017 die internationale Tagung zu Urban Health (ICUH) in Coimbra, Portugal, statt. Tanja Brüchert und Dr. Steffen Schüle stellten dort Ergebnisse aus ihrer laufenden Forschung in zwei Projekten der Abteilung Sozialepidemiologie (Leitung: Prof. Dr. Gabriele Bolte) vor.

Der Vortrag von Dr. Steffen Schüle basierte auf den Ergebnissen einer Studie, in der die sozioökonomisch ungleiche Verteilung von Grünflächen auf der Ebene von Stadtteilen in einer deutschen Großstadt analysiert wurde. Dabei wurden insbesondere Möglichkeiten der Messung von städtischen Grünflächen mit geographischen Informationssystemen und die Verwendung von sozioökonomischen Routinedaten auf administrativer Ebene zur Durchführung von Studien im Bereich Umweltgerechtigkeit vorgestellt. Ein zentrales Ergebnis ist, dass Unterschiede in der sozioökomischen Verteilung von Grünflächen je nach Typ der Grünfläche, wie z.B. Wälder oder Parks, und Erhebungsmethode bestehen. Dies ist ein wichtiger methodischer Aspekt für Umweltgerechtigkeitsstudien zu Grünflächen als Gesundheitsressource im städtischen Raum.

Tanja Brüchert stellte Ergebnisse aus dem laufenden Forschungsprojekt AFOOT vor. Durch einen transdisziplinären Austausch zwischen Public Health und Stadtplanung werden in diesem Projekt innovative Ansätze zur Verbesserung der Alltagsmobilität von älteren Menschen in kleinen bis mittelgroßen Städten erarbeitet. Im Fokus des Vortrages stand die Vorstellung der entwickelten Arbeitshilfe für intersektorale Zusammenarbeit, welche die relevanten Akteure auf Verwaltungsebene bei der Integration von Gesundheitsaspekten in die räumliche Planung unterstützen und neue Maßnahmen anstoßen soll. Die Arbeitshilfe wird im Januar 2018 veröffentlicht.

Kontakt:

Dr. Steffen Schüle, Tanja Brüchert, MA

Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)

Abteilung Sozialepidemiologie

E-Mail: steffen.schuele@uni-bremen.de; t.bruechert@uni-bremen.de

 

© Harald Rehlingv.l.n.r.: Marvin Mischke, Jennifer Frense, Lena Gehring, Rikea Harms
„ShaVa – Vernetzen. Versorgen. Verbessern. Ideen für die hausärztliche Versorgung von Morgen“ - ein Projekt des Seminars „Health Care Business Planning“

Der diesjährige 3. Platz in der Kategorie „Businesspläne“ ging an das Projekt ShaVa. ShaVa ist eine innovative Online-Applikation, auf der sich Hausärzte und Versorgungsassistenten vernetzen können. Eine Versorgungsassistentin kann somit Leistungen für mehrere Hausärzte übernehmen. Die Idee hinter dem Businessplan wurde von 5 Studierenden des Masters Public Health – Gesundheitsversorgung, -ökonomie und –management entwickelt: Lena Gehring, Jennifer Frense, Rikea Harms, Marvin Mischke und Sabrina Osmer. Im Rahmen des Seminars „Health Care Business Planning“, das von Prof. Dr. Wolf Rogowski geleitet wurde, erarbeiteten die Studierenden Schritt für Schritt die Geschäftsidee ShaVa. Durch externe Dozenten aus dem Gesundheitswesen (z.B. Pharmaindustrie, Krankenkasse) wurde die Geschäftsidee kontinuierlich verfeinert und der realen Praxis angepasst.

Jedes Jahr kürt die Hochschul-Initiative BRIDGE mit dem Ideenwettbewerb CAMPUSIDEEN gute Geschäftsideen und Businesspläne. Damit leistet BRIDGE einen Beitrag zur frühzeitigen Förderung innovativer Ideen aus den Bremer Hochschulen. Träger der Initiative sind die Universität Bremen, die Hochschule Bremen, die Hochschule Bremerhaven sowie die Bremer Aufbau-Bank.

www.bridge-online.de

 

Kontakt

Prof. Dr. Wolf Rogowski

Universität Bremen

Institut für Public Health und Pflegeforschung

Abteilung 8: Management im Gesundheitswesen

www.ipp.uni-bremen.de/forschung/abteilung-8-management-im-gesundheitswesen/

IPPv.l.n.r.: Karin Wolf-Ostermann, Abdullah Al-Maniri
Dr. Abdullah Al-Maniri / Oman Medical Specialty Board

Vom 9. bis 14. Oktober 2017 war Dr. Abdullah Al-Maniri vom Oman Medical Speciality Board zu Gast am Institut für Public Health und Pflegeforschung im Fachbereich 11 der Universität Bremen. Im Rahmen einer Gastdozentur und eines damit verbundenen Lehrauftrags hielt Abdullah Al-Maniri eine Blockveranstaltung zum Thema: "International Health care research" mit Schwerpunkt auf der arabischen Halbinsel (insbesondere Oman). Zusätzlich hat Dr. Al-Maniri einen interessanten Gastvortrag zum Thema „Road traffic injuries and risk factors in Oman“ präsentiert.

Kontakt

Institut für Public Health und Pflegeforschung

Abteilung 7: Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung

Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann

wolf-ostermann@uni-bremen.de

Die starre Fachkraftquote flexibler gestalten. Pro & Contra.

In Zeiten des Fachkräftemangels in der Pflege wird die Flexibilisierung der starren Fachkraftquote, die künftig nicht mehr realisierbar ist, kontrovers diskutiert und umgesetzt. Prof. Görres spricht sich ebenfalls für die flexiblere Gestaltung aus, da anhand dieser Quote eine hohe Pflegequalität nicht automatisch abgeleitet werden kann. Als möglichen Lösungsansatz benennt er das Care-Mix Modell, das wissenschaftlich erprobt werden sollte und mit dem eine Reduzierung der Behandlungsqualität entgegengewirkt werden kann.

 

Die Stellungnahme von Herrn Prof. Görres finden Sie in:

CAREkonkret, Ausgabe 35/17, S.4

 

 

Kontakt:

Prof. Dr. Stefan Görres

Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)

Grazer Straße 4, 28359 Bremen

Tel.: 0421-218-68900/-68901

Fax.: 0421-218-98 68900

Email: sgoerres@uni-bremen.de

 

IPPv.l.n.r.: Dominik Domhof, Susanne Stiefler, Dirk Peschke, Kathrin Seibert
Beitrag auf dem 16. Deutschen Kongress für Versorgungsforschung (DKVF) am 04.-06.10.17

Anfang Oktober stellte das Team um Projektleiter Dr. Dirk Peschke in Berlin erste Ergebnisse der Studie „Beginn stationärer Langzeitpflege und seine Prädiktoren in der Versorgungs-, Wohn- und Unterstützungssituation – populationsbasierte Kohortenstudie (Heimeintritt vermeiden)“ vor. Mit anonymisierten Routinedaten von AOK-Versicherten sowie anonymisierten MDK-Erstgutachten zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit untersucht die retrospektive Studie die Versorgungsqualität von Pflegebedürftigen im ambulanten Setting über einen Zeitraum von zehn Jahren.

Die Ergebnispräsentation des Projektes beschäftigt sich mit der Frage, welchem Anteil an Versicherten die Pflegebegutachtungsdaten eindeutig (mittels deterministischer Verfahren) zugeordnet werden können. Für die Zusammenführung von Daten (Record Linkage) aus verschiedenen Sektoren des Gesundheitswesens liegt keine einheitliche Personenidentifikationsnummer vor, die ein einfaches Linkage ermöglicht. In Sekundärdatenanalysen, die Routinedaten aus unterschiedlichen Datensätzen zusammenführen, sind die für ein Linkage geeigneten Variablen jeweils neu zu spezifizieren und zu prüfen.

Auf dem unter der wissenschaftlichen Leitung des Deutschen Netzwerk Versorgungsforschung e.V. ausgerichtete Kongress mit dem Thema: „Zukunft Regionale Versorgung – Forschung, Innovation, Kooperation“ diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Ärzte und Ärztinnen, Vertreter und Vertreterinnen aus Krankenkassen, Verbänden sowie der Gesundheitspolitik die jüngsten Entwicklungen in der Versorgungsforschung.

Im nächsten Jahr findet der 17. DKVF findet vom 10.-12. Oktober 2018 unter dem Motto "Personenzentriert forschen, gestalten und versorgen" in der Urania in Berlin statt.

Kontakt:

Dr. Dirk Peschke, M.Sc. (Physiotherapy)

Universität Bremen
FB 11 Human- und Gesundheitswissenschaften

Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Abteilung 7: Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung


E-Mail: dpeschke@uni-bremen.de

http://www.ipp.uni-bremen.de/forschung/abteilung-7-pflegewissenschaftliche-versorgungsforschung/